EXPO TREK 2000


Oder

Das war supi!

Author: Christian

FREITAG:

Der Beginn des Tages konnte ja gar nicht chaotischer verlaufen. Gegen vier und ohne Schlaf (Geht ja auch so...) kroch ich aus dem Bett bis dann plötzlich mein Vater ins Bad gestürmt kam. Doch nicht ich war diesmal der Grund seiner Eile, sondern unsere Frau Mutter, die sich gerade diesen Tag ausgesucht hatte, um zu kollabieren. Jedenfalls holten wir dann erstmal die Feuerwehr und unsere Zeitplanung verschob sich um einiges nach hinten, so daß wir mit Sack und Pack zum Hotel Holiday Inn laufen mußten, einige Berliner vollkommen verwirrt haben müssen und dann letztendlich einen Taxifahrer fanden, der uns sehr redseelig zu Maria fuhr, wo wir uns ja treffen wollten. Von da an wurde es dann lustig, spätestens, als wir vier uns samt Gepäck in ein Auto quetschen mußten (Nicht zum letzten Mal an diesem Wochenende...). Mit Sabines Fahrkünsten rasten wir durch die Stadt und nach den ersten überstandenen Kreisverkehren ging es erstmal nur bergauf, was alles betraf, Stimmung, Erwartung und Vorfreude (Ist irgendwo dasselbe, aber eine Aufzählung mit zwei Worten ist langweilig...). Erste, das Wochenende prägende Sprüche wurden festgelegt. Zum Einen stellten wir fest, daß ein Klingone, der bei Wegert Schirmmützen verteilt unehrenhaft ist, genauso, wie Klingonen als Tramper. Endlich in Hannover fanden wir den Weg nicht-warum sollte auch etwas glatt gehen, wäre ja langweilig... Dann sahen wir ein Auto mit einer Star Wars Klebefolie und wurden hysterisch - wegen STAR WARS, bitte verdeutlicht euch das!!!!!!! Star-WARS! Aaah! Der Herr parkte mit uns und wir fanden auch noch einige geschürzte Damen in Starfleet-Uniform vor, mit denen wir uns auf die Suche nach Jam City machten... Jam City ist ja nun wieder eine ganz andere Geschichte und jeder, der dabei war wird nun grinsend oder sich am Boden wälzend rollen. Zuerst fanden wir uns ja in dieser Horchkuppel ein, in der man uns weiterschickte zu den evangelischen Leutchen, die uns unsere Double-Pipes zuwiesen (Lachen Sie jetzt!!!). Zuerst verwechselte ich den Namen ja immer mit Halfpipe, was sich im Komfort aber nichts nimmt... Dann nötigte man uns mit Plastikbändchen und langsam kam ich mir vor wie Wolfgang Petry. Ich erwartete jetzt noch eins für jedes Autogramm, jede Cola und jedes Mal Toiletten aufsuchen, wurde zumindest in diesem Punkt aber enttäuscht... Man kann eben nicht alles haben... Dieser und anderer Tatsachen wurden wir uns bewußt, als wir uns auf eine abgelegene Bank setzten und anfingen zu essen. Meine Güte, auffälliger und peinlicher hätten wir uns nicht verhalten können. Besonders in den Fällen, in denen da Mönche umhereilten und Ghetto-Blaster schleppten, mit wehender Kutte (Die waren echt, es gibt sie solche Menschen wirklich!!!). Wir waren ganz schön verzweifelt, was unsere Gags anging... Gott, ist das traurig! Wir entschieden uns auf wundersame Weise, unser Gepäck nicht in die Double-Pipes zu stellen und da das Programm noch nichts Tolles hergab machten wir uns auf den Weg in die Stadt während sich Andrea erstmal hinlegte. Die Sonne schien noch und so ärgere ich mich immer noch über diese verpaßte Gelegenheit. Aber ich bin nicht ganz allein daran Schuld, daß ich das verpaßt habe... In der Innenstadt fanden wir dann auch noch glatt ein McDonalds (McDoof...) und saubere TOILETTEN (!!!!!). Meine Güte, war das toll!!! Die Innenstadt war deutlich überbevölkert, schließlich lief ja am Rande noch diese Weltaustellung, die keiner sehen will und am Samstag sollte da eine Love Parade für Arme stattfinden. Wir machten kurz Halt bei H & M, wo es ja noch eine Filiale von WOM gab und Sabine sich mit Voyager Videos eindeckte. Wir beendeten unseren Einkauf und stiegen auch glatt in die richtige U-Bahn ein. Sogar an der richtigen Haltestelle wieder aus, doch dann... Eine gewisse Dame schickte uns an, uns doch zu beeilen, da der Bus ja wegfahren könnte. Bus 124, korrekt, ausgewiesen als Ringbus (Grgh!), dachte ich mir: "Ringbus... Fährt ja immer im Kreis kann man ja nix verkehrt machen..." und sprach es auch noch aus, während die ungenannte Dame uns in den Bus hetzte. Wir setzten uns und sahen im Halbschlaf, wie der Bus eine Kehrtwendung machte und in die andere Richtung fuhr, weg von Jam City, hinein in die Zivilisation sozusagen... Nach ein paar Metern entdeckte ich wieder dieses Werbeschild in diesem Bus "Dr. Buhmann". Da wir ohnehin schon angeheitert waren (Anders hätte man das auch kaum ertragen...) fielen wir fast vom Sitz, als bald darauf wieder H & M auftauchte und wir uns fragten, was das eigentlich sollte... Die vorhin schon ungenannte Dame machte sich auf und studierte einen Plan, der allerdings über das örtliche U-Bahn Netz informieren sollte. Schade, Maria, das war nicht supi... Die Apotheke "Zur Kugel" fand Sabine allerdings so klasse, daß sie fast zusammenbrach vor Lachen. Dann kam der Bus doch tatsächlich wieder bei Jam City an (Eine Station, bevor er an unserem Ausgangspunkt wieder halten sollte...). Mit Schlafen war da wohl nix mehr und so schleppte ich mich zu meinem Wohn - ja was? Wohnkübel? Wohnkübel find ich gut, doch... - Wohnkübel und entdeckte, daß meine liebe Schwester laut Notiz "Gone war, where hopefully some of the action is...". Ich machte mich dann auch wieder auf Weg, versuchte den nahenden Abend zu verdrängen und wir sahen uns die Opening Ceremony an, sowie einige der ersten Panels. Max Grodénchik war natürlich wieder aufgefordert „Moogie“ zu sagen und war ansonsten auch ganz okay, Herr Takei ermüdete mich etwas, was aber nichts zur Sache tut, schließlich war ich seit rund 35 Stunden auf den Beinen. Zum Abschluß dieses gelungenen Abends gab Julie Caitlin Brown noch ein Konzert und im ersten Moment mußte ich sagen, daß mir das Ganze nicht wirklich gefiel, da die Akustik sehr schlecht war und zu alledem noch der Wind von hinten ins Zelt wehte (Das habe ich ja noch gar nicht erzählt!!!! Ha!!! Die erste Convention, die in einem Zelt veranstaltet wurde! Ha! Welch Witz - im Ernst: Es war entweder stickig oder arschkalt, also aufhören zu lachen!!!) Ich konnte Julie an diesem Abend leider schlecht bis gar nicht verstehen, verbunden mit meiner Müdigkeit und mit der einziehenden Kälte hatte ich erst eine recht schlechte Meinung von der armen Frau. Ich sollte ihre wahren Qualitäten schon noch erkennen. Ich verließ das Zelt gemeinsam mit Sabine erstmal und wir entdeckten, daß es draußen kalt genug war, um sich den Hintern abzufrieren. Die Arme mußte demnächst mit ihrem Chor antreten und so fürchtete sie um ihre Stimme. Mein Gesuch nach einem wohligen Motel mit eingebauter Duschkabine und Toilette wurde abgewehrt und erst sah es noch so aus, als ob man das tatsächlich umsetzen wollte. Es stellte sich jedoch heraus, daß in Marias und Sabines Pipe Menschen lagen und schliefen (Ich fand das unheimlich komisch, die zwei wohl weniger...). Es dauerte etwas, bis man eine Notlösung gefunden hatte und es gab noch einige hin und her, in dem sich ein gewisser Herr bei mir sehr unbeliebt machte (Sabine weiß, wen ich meine, oder???). Der etwas überengagierte evangelische Mr.Ich-hab-´ne-Taschenlampe-und-werde-euch-helfen geleitete uns zu unserem Reisewagen und entgegen anderer Pläne kehrten wir mit der Gruppe dann zurück in unsere Wohnkübel, wo Andrea sich schon bettete. Ich verkniff es mir in der Dunkelheit noch einmal die gewissen Örtlichkeiten aufzusuchen und tat daran ganz gut. Wir überließen Maria und Sabine ihrem Schicksal und spätestens, als ich in das zweite Stockwerk des Brettergebildes geklettert war, stellte ich fest, daß die Entscheidung, nicht den Container mit den zweifelhaften Toiletten aufzusuchen schwerwiegende Folgen hatte, doch ich konzentrierte mich darauf, mich richtig hinzulegen und war so genug in Bewegung, um es zu ignorieren. (Kurzer Überblick der Kleidung: Unterwäsche, T-Shirt, Wollpullover, Jogginghose, einfache Strümpfe, Wollsocken, Wollschuhe und Schlafsack.) Schön und gut, hätte ich keine Hände gehabt, die gewärmt werden wollten! Schade... Wir hatten aber eine Laterne vor dem Wohnkübel (Ich revidiere mich: Gewohnt haben wir da nicht, eher geschlafen... Auch das nicht... Kübel!), Maria und Sabine hantierten wohl die ganze Zeit im Dunkeln. Dieses einfallende Licht machte mich mitten in der Nacht nach drei Stunden Schlaf euphorisch und ich schrie den Schlafplatz zusammen mit der Frage: " ES IST HELL DRAUßEN!!! WIE SPÄT??? KÖNNEN WIR AUFSTEHEN???" Andrea grumpfte und maulte, es wäre erst zehn vor vier und ich sollte nicht so brüllen... Noch zwei Stunden! Erschießt mich doch bitte, dachte ich mir und rezitierte damit einen weiteren bösen Con-Spruch, der während dieser Odyssee öfters verwendet wurde...

SAMSTAG:

Gegen kurz nach sechs klopften die lustigen Damen aus dem dunklen Kübel, den sie am Vorabend zurückerobert hatten und erlösten mich. Ich seilte mich aus dem zweiten Stock ab und entschloß mich prompt, meine Jogginghose unter der richtigen Hose anzubehalten... Ich brachte es sogar über mich, mir die Zähne zu putzen. Bei eiskaltem Wasser!!! Mein Gesicht, oder das was davon übrig war, wollte ich heute gar nicht erst sehen. Wir verzogen uns in das Frühstückszelt und ich hatte das Bedürfnis, mich in den Teekübel zu setzen... Sch..., war das kalt! Zumindest hatte ich die Chance auf eine böse Grippe in einer Woche, wenn die Schule anfangen sollte... Nach dem Essen hatte sich Andrea mit Quincy verabredet und sie eilte mitten während des Essens hinfort. Hatte ich eine Tasse für meine zweite kalte Hand, auch gut... Dann begann die Con auch schon wieder und ich kehrte in unseren Kübel zurück, um mir die Jogginghose vom Leib zu reißen, einen neuen Pullover und Tonnen von Deo um mich zu sprühen. Takei hielt das erste Panel und der Rest des vormittags verging relativ schnell, beziehungsweise im Halbschlaf, bis man sich dann endlich für Autogramme anstellen konnte. Gott, was war ich froh Robert Vogel und seinen Körperfressern zu entkommen. Herr Gott, war der Kerl langweilig! Und dieser Dialekt und das Englisch - die werden sich am Stargate-Set gefreut haben... Wir schafften das relativ weit vorne und dann war es auch bald soweit und wir standen vor Andrew Robinson und Julie Caitlin Brown. Zuerst jedoch vor Andrew Robinson, der mir sein Buch signierte (Ich liebe signierte Bücher, wie ihr nun wißt...) und noch ein paar andere Bilder, denn er signierte alles umsonst, Fotos konnte man jedoch auch käuflich erwerben... Als er dann mit mir kommunizieren wollte, sah es allerdings schwarz aus, spätestens dann, als dieser Mann mir plötzlich direkt in die Augen sah. Ich mag Garak eigentlich nicht und eigentlich sind mir Frauenaugen auch wesentlich lieber, doch mein Gehirn entschied sich, die Komunikationskanäle zu schließen, als er mich fragte, ob ich eine Widmung haben wolle. Ich stammelte nur: "Write my name on it!" (Meine Güte, wie unfreundlich... Immediately! Don´t talk so much! Write!!!!!!) Er tat das und dann war Julie da und da sie mir trotz Kälte und Akustik sehr sympathisch gewesen ist, kaufte ich ein Autogramm und sagte ihr, daß ich ihr Konzert "geliebt" habe... (I loved your concert yesterday...) und sie hatte anscheinend mein vor Müdigkeit entgleistes Gesicht gesehen oder hatte das schon etwas zu oft gehört, jedenfalls beließ sie es bei einem leichten Thank you... Das erste Mal völlig fertig und bis auf die Knochen blamiert schleppten wir uns ins Zelt und dort fegte gerade Ezri Dax über die Bühne. Kaum hatten wir uns jedoch gesetzt, belästigte uns Ethan Philipps. Ich ersparte mir den Rest und stellte mich schon mal für Autogramme von Ezri an. Wenig später gesellte sich Ethan Philipps hinzu und es ging los. Relativ schnell war ich auch schon bei Nicole deBoer und sie unterschrieb etwas wortkarg und gelangweilt meine diversen Fotos (Wenn schon, denn schon...). Ethan Philipps verewigte sich auch noch zweimal und ich war erst einmal zufrieden. Leider hatte ich durch die Autogramme Julie Caitlin Browns Panel verpaßt. Es war wohl sehr schön, denn zwei ungenannte Personen schluchzten am Ende und diese letzten zehn Minuten machten mir klar, daß diese Frau eine phantastische Persönlichkeit war, denn alles, was sie sagte, war nach meinem Ersehen richtig. Und das nur in den letzten zehn Minuten... Sie wurde mit Standing Ovations verabschiedet. Max Grodénchik folgte und brachte das Zelt zum Kochen, als er auf diese beschi... Säule in der Mitte der Bühne kletterte und seine Panel-Zeit nach bestem Wissen überschritt. Lustiger Kerl! Anschließend gab es eine kurze Pause mit verschiedenen Grausamkeiten, wie Kostümwettbewerb oder Auktion (In einer Stunde wurde man mit 8 Items fertig, was sehr nervenaufreibend war...) Dann kam Andrew Robinson und mit ihm Andrea und Quincy wieder. Allerdings setzten sie sich etwas apart von uns. Wir lauschten dem Panel und anschließend gab es wieder eine Pause, bevor Takei & Brown an einer Diskussion um Menschenrechte teilnahmen. Maria dachte sich dies für einige berufliche Dinge anzugucken und Sabine und ich setzten uns dazu. Vor dieser Veranstaltung geschah allerdings etwas, was ich hier öffentlich darlegen möchte. Falls ihr euch fragt, wer auf die Frage, ob wir uns wohl fühlen würden mit einem gebrüllten NEIN! antwortete: Es war SABINE! (Sei gegrüßt, Leidensgenossin!) Nach dieser Peinlichkeit und einigen folgenden, als auf der Bühne doch tatsächlich ein Mönch in Kutte auftauchte, setzte man uns einen kirchlich angehauchten Film vor, der mich sehr an sektöse Einrichtungen erinnerte, bevor man die Leute zu Wort kommen ließ, die dann einige sehr richtige Dinge sagten. Allen voran wieder Julie. Diese Frau beeindruckte mich immer mehr. Nachdem dies zu Ende war und die Türkei noch einmal ziemlich heftig an den Pranger gestellt wurde (Das, wo es sowieso immer schon hieß "die bösen, bösen Türken!"). Schlecht gewähltes Beispiel, wie ich finde. Anschließend konnte man sich in eine Liste am Eingang für Menschenrechte eintragen, bevor anstelle der Stände die sogenannte Party startete. Sehr erfolgreich und lustig am Anfang. Dann begann die Karaoke-Show und Sabine gab "Aber bitte mit Sahne" zum besten. (Gut gemacht!) Zwischendurch wurden Schlager und Latino-Songs gespielt bis man mir zum Schluß noch eine Runde Sirtaki abverlangte (Schlag mich, Maria, wenn das gar kein Sirtaki sein sollte...) Andrea verschwand erstmal wieder, Sabine ging schlafen und somit amüsierten Maria und ich uns alleine, bis um ein Uhr früh, denn dann kam man auf die Idee, die Disko zu beenden. Maria und ich schleppten uns vor das Zelt, wo wir mit Quincys Freund einen Moment froren, bis wir uns entschlossen, zu den Double-Pipes zurückzukehren, uns in eine Pipe zu setzen und zu warten, bis Andrea kommt. Wir hatten jedoch nicht vor, zu schlafen, sondern wollten uns mit Zeitschriften und Büchern wach halten. Genügend hatten wir ja. Erstmal wollten wir jedoch Quincys Freund Bescheid sagen, was dazu führte, daß wir in der vorderen Bar gegenüber der Horchkuppel landeten (Maria: Warum eigentlich? Das ist mir irgendwie entfallen... War ja auch schon spät...) Da haben wir dann gesessen, bis Andrea und Quincy wiederkamen und wir uns entschlossen noch ein paar Colas einzufahren, bis auch dieses Etablissement seine Türen schloß. Wat nu? Fragten wir uns und entschlossen uns für einmal aufwärmen im Auto von Quincy, einem Mazda "Micra" (Selbst sagte er, das komme von Micro...) Und er weiß auch warum. Erst einmal bahnten wir uns unseren Weg durch die Raver der Pseudo-Loveparade, die da völlig zugedröhnt auf dem Parkplatz ´ne Fete feierten. Ich hatte schon so meine Bedenken, als ich das erste wackelnde Automobil mit beschlagenen Scheiben sah, doch schließlich bot der Wagen ja Wärme und einen weichen Sitz. Halbwegs jedenfalls, denn nach zwei Stunden war das alles andere, als bequem (Sorry, Quincy!). Im Radio teilte man uns dann in den vier Uhr Nachrichten mit, daß in Hannover eine Rave-Parade mit 300.000 Menschen stattgefunden hat. Dann beschloß Quincy einzuschlafen und langsam folgten ihm die anderen, immer wieder unterbrochen von seltsamen Kreaturen, die unsere kleine Festung der Wärme belagerten. Der Erste wollte etwas, daß er "Peipeh" oder so nannte. Etwas weniger Alkohol hätte es da auch getan. Der Zweite war noch direkter und fragte gleich nach "Haschischodagraß", was wir mit irrem Grinsen im Gesicht abwiesen. Der Dritte schlug beim an die Scheibe klopfen selbige fast ein und schien mir der ersten Raver-Regel gefolgt zu sein (Kriegst du beim Tanzen weiche Knie, schluck ein, zwei Ecstasy...). Er war der Meinung uns sein Lied zeigen zu müssen und wir versuchten ihn abzuwimmeln mit "Is ja schön und gut, doch mach den Lärm wieder aus!". Daraufhin waren wir also uncool. Das war uns dann doch zuviel und wir zogen einen anderen Parkplatz vor, wo wir dann unsere Prioritäten diskutierten. Während ich eine saubere Sanitäranlage wollte und brauchte, verlangte Maria sofort nach so etwas. Schließlich kamen wir zur der Tatsache, daß in der Stadt der Weltausstellung ja schließlich ein McDonalds um halb sieben offen haben müßte und wagten uns in die Stadt.

SONNTAG:

Doch Hannover ist trotz Expo immer noch keine Weltstadt. Nicht nur, daß das Bussystem das Letzte ist, nein, auch McDonalds ist hier nicht 24 Stunden am Tag offen. Ich habe es bis jetzt vermieden, Schimpfwörter zu vermeiden, doch das ging zu weit: SCHEIßE! Keine Toilette, kein Essen, aber anderer Pöbel (Neben uns...) der uns dann ganz galant fragte, wann der Puff denn aufmachen würde... Fast hätte ich die Herren gefragt, ob es denn mit dem Lesen hapern würde, doch auch mußten feststellen, daß wir umsonst da standen, denn Hannovers McDoof öffnete Sonntags gar erst um sieben... Das war also dieses und wir verzogen uns wieder in unser Schlafmobil... Zurück zur Jam City und dort erstmal menschliche Bedürfnisse erledigen. Dann setzten sich Sabine, Maria und ich zum Frühstück in eins der Zelte und verschlungen unser Frühstück. Das war auch bald ausgestanden, dann machten wir uns daran unsere Kübel auszuräumen und es den evangelischen Lakaien zu übergeben. Das geschah auch relativ schnell, während Sabine leichte Panik hatte, da wir von den Zuständen auf dem Parkplatz erzählten. Wir hetzten zum Auto und sahen von weitem schon Polizeiwagen, die da anscheinend nach Ecstasyleichen fahndeten, was Sabine noch schneller rennen ließ. Wir verstauten unser Gepäck in dem Auto und machten uns wieder auf den Weg zurück zur Jam City. Quincy verabschiedete sich gemeinsam mit seinem Freund, dessen Namen mir entfallen ist (Da ich an Übermüdung litt, entschuldige ich mich ausnahmsweise einmal nicht...). Wir hechelten zurück zur ExpoTrek und es begann schon bald darauf mit den ersten Panels, doch wir zogen es vor, uns noch einmal für Autogramme anzustellen. Robinson, Brown, Grodénchik & Philipps waren anwesend und im Händlerzelt saß Mr. Takei, zusammen mit Chewbacca, der da aber immer saß, nichts zu tun hatte und dann nicht einmal Widmungen schrieb. Netter Mensch... Na, ja. Bei Robinson blamierte ich mich auf die gleiche Weise, wie schon gestern, zudem sah ich auch aus, wie der letzte Henker... (Dedication heißt Widmung auf Englisch, mittlerweile weiß ich das auch!) Philipps beeherte ich diesmal nicht und tat das mit den Worten "Nothing today!" ab, was ihn sichtlich erleichterte (Great!). Auf der nächsten Seite stand dann Max, der ziemlich unpersönlich die Autogramme schrieb. Das war also die Begegnung mit meinem zweitliebsten Helden aus Star Trek (Ich weiß, meine Ansprüche sind gering...) Hallo, Danke, Tschüß! Mehr habe ich nicht gesagt, er auch nicht - klasse! Dann kam Julie und ich überredete sie, mein/unser mitgebrachtes Autogramm zu unterschreiben. Dann konnte Andrea sie noch zu einem Foto überreden und ich machte eins, wobei uns ein dicklicher Klingone ins Bild gerannt kam (Julie quittierte das mit: Hey, what are you looking for, guy? The end of the line is somewhere down there, babe...) Hi, hi... Zufrieden schleppten wir uns ins Zelt zurück und bald darauf begann Ethan Philipps mit seinem Panel, was verheerend war, denn ich schlief fast ein! Meine Güte, war der Kerl langweilig!!! Es folgte Nicole deBoer und sie weckte mich wieder auf, mit ihrer lustigen Art und ihren Geschichten, die interessant waren und nicht von Nervix handelten... Doch es sollte noch besser kommen, denn Robert Picardo war danach an der Reihe und er war... GUUUUUUUUUUUT! Gesungen hat er, ein paar Fragen beantwortet hat er auch und er hat sogar deutsch gesprochen (Abgelesen, aber okay...). Er hatte neben Max Grodénchik das Panel mit den meisten Lachern und dem meisten Applaus. Phantastisch! Nun wollte er noch Widmungen schreiben und so stellten sich Sabine und Maria dort an, doch ich hatte nicht mehr die Lebensgeister, das zu tun. Verdammt, war ich müde! Mittlerweile bereue ich es aber leicht... Andrea und ich setzten uns mit einer Coke an die bewußte Bar von gestern Nacht und warteten, bis es weiterging, mit Andy Robinson. Wir hatten keine Probleme, uns in die zweite Reihe zu drängeln und plazierten uns dort, während Andy begann. Dann sickerte jedoch die Nachricht durch, daß Nicole deBoer noch einmal Autogramme gab und so machte ich mich wieder auf den Weg. Ich landete ziemlich weit hinten und es dauerte etwas, bis ich ganz vorne war und sie mein selbstgemachtes Bild signierte (Inklusive dem Problem, daß ich absolut nicht wußte, was dedication ist. Aaaah!!!), zusammen mit dem bei ihr gekauften. Das war es nun aber, doch Sabine stellte sich noch bei George Takei an, wozu ich absolut nicht mehr in der Lage war, während Maria sich mit dem Random-Flight-Club traf. Die Closing-Ceremony war jedoch der absolute Höhepunkt der drei Tage, denn das Publikum wollte die Stars nicht gehen lassen und das Zelt bebte. Warum habe ich nur so geschwitzt? Das einzige Problem waren diese Menschen hinter uns, die meinten: "Setzt euch doch mal hin!" Hätte die Frau mich angefaßt, hätte sie ein Problem gehabt. Ich meine, gute Frau: Warum heißt das wohl STANDING ovations, dumme Nuß! Der Rest war allerdings wunderbar, inklusive weinender Stars. Trotz des Schlafens, der Kälte und den restlichen Unannehmlichkeiten war diese Convention SUPI (Nicht wahr, Sabine???)

Vielen Dank an alle, die mit mir da waren und besonders an Sabine, da sie uns so wunderbar billig nach Hannover brachte (Das übrige Geld ist gut angelegt worden, glaub mir! PS: Du hast noch meine Taschenlampe im Kofferraum! Neben der Kommissar Rex-Schachtel... PS, PS: Fahrt ihr im Auto nach Bonn 2001?!?)