LondonExpo


von Maggie


LondonExpo – einmal und nie wieder?

„Early one morning“, wie der gute Adam Cartwright so schön singt, ging es los. Heidrun und ich stiegen morgens um sechs in ein Flugzeug und los ging´s nach London. Es hat alles, entgegen meiner Befürchtungen, wunderbar geklappt. Vor zwei Jahren mussten wir stundenlang auf unser Gepäck warten, heuer war es direkt nach uns auf dem Laufband! (Nicht, dass WIR auf dem Laufband unsere Runden gedreht hätten…) Bei der Auskunft wurde uns auch die beste Route in die Docklands verraten, und was soll ich sagen? Der Bus wartete draußen schon auf uns und fuhr direkt los in Richtung Stratford. Dann rein in die Dockland Light Rail, einmal umsteigen und schon waren wir da, direkt an der Expo! Wären wir eine Station früher ausgestiegen, dann wären wir direkt in unserem Hotel gelandet. Aber schließlich will man ja wissen, wo man hin muss, nicht wahr? Und sooo schwer war unser Gepäck nun auch nicht.

Um viertel nach neun waren wir dann in unserem Hotel. Wir hatten uns auf dem Weg von der Expo dahin noch schnell per SMS bei Antje und Anita angemeldet, die beiden waren allerdings schon in Aufbruchstimmung. Vor der Hotelrezeption haben wir uns getroffen, die beiden wollten uns auch noch schnell mitnehmen, allerdings war die Sehnsucht nach einem Wassertropfen in dem Moment stärker als die Sehnsucht nach Robert! Zum Glück haben wir unser Zimmer auch gleich bekommen, entgegen der Mitteilung des Hotels, dass wir erst um 14.00 Uhr einchecken könnten. So sind wir den um viertel vor zehn erwartungsvoll in Richtung Expo aufgebrochen, schließlich hatten wir ja alle die Früher-Vogel-fängt-den-Wurm-Tickets!!!! Ok, Early-Bird-Tickets, ist aber doch das gleiche, oder? Die Mädels hatten ihren Stempel schon, wir stellten uns in die nicht all zu lange Schlange der Frühaufsteher und hatten recht schnell auch unseren Eintrittsstempel auf der Hand. Mit einem mitleidigen Blick auf die laaange Warteschlange der erst um 11 Uhr reindürfenden Leutchen und einem recht amüsierten auf die ersten in der Früher-Vogel-Schlange, die doch tatsächlich in die Halle hinein RANNTEN!!!, machten auch wir uns auf den Weg.

Insgesamt waren 26 Schauspieler angekündigt. Ein paar Namen, die ich mir nicht gemerkt habe, obwohl auch die unbekannteren sehr nett rübergekommen sind. „Der Herr der Ringe“ war mit 6 Darstellern am stärksten vertreten. Und der netteste davon war wohl Craig Parker! Ein total sympathischer und „cooler“ Junge ?. Auch die anderen kamen echt gut an, nur der älteste von der Riege, John Noble, war meiner Ansicht nach etwas darüber… ok, meine Meinung!

Die Jungs von der Enterprise, Conner Trinneer und Dominic Keating, waren sehr gut drauf an beiden Tagen, die haben auch echt Spaß gemacht. Dann waren da noch Marina Sirtis und Armin Shimerman, der echt supernett ist!

Von „Alien“ waren zwei Damen anwesend, aber da ich sie kaum kenne, werde ich Jenette Goldstein und Colette Hiller nicht weiter erwähnen. Hallie Todd, die Lizzie McGuire erwähne ich jetzt nur, weil sie sich abends als echt nett erwiesen hat. Auch wenn ich vorher nie was von ihr gehört hatte *g*. Mercedes McNab, die Harmony aus „Buffy“ und „Angel“ war auch sehr begehrt, besonders bei den Herren, ist sie doch eine unkomplizierte blonde Schönheit. Dann war da noch Anthony Daniels, C-3PO aus „Star Wars“, über ihn kann ich allerdings nichts berichten. Alexis Cruz aus „Stargate“ war auch sehr hübsch anzusehen, ein gutaussehender Junge, der sich bestimmt mit den Jahren noch gut entwickeln wird . Terry Carter, der Col. Tigh aus „Battlestar Galactica“, hat auch einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich habe ihn etwas beobachtet, da er mit einem meiner Lieblingsschauspieler zusammengearbeitet hat. Zu Greg Evigan hingegen kann ich wiederum nichts sagen, „Tekwar“ ist mir gänzlich unbekannt – denke ich mal – und er hat mir ab und an etwas komisch geguckt. Ed Wasser von „Babylon 5“ war zwar auch recht nett anzusehen, ging aber auch nur unter „ferner liefen“.

DIE Überraschung für mich waren zwei Herren, einer in der Sparte „positiv“, einer in der Sparte „negativ“.

Fangen wir mit letzterer an, die ist am schnellsten durch: Larry Hagman, JR Ewing aus „Dallas“, bzw. Major Nelson in „Bezaubernde Jeanny“… ein älterer Herr mit einer recht – äh – netten Ehefrau. Auf gut deutsch: ein arroganter Kotzbrocken und ein Drachen! Entschuldigung an alle Hagman-Fans, das hier ist lediglich meine Meinung, begründet mit negativer Erfahrung! Ich habe mir ein Autogramm geholt und er hat kein Wort geredet, nur unter sich geguckt, Grimassen gezogen, und seine Gattin hat entsprechende Kommentare geäußert, wie er nun wieder guckt etc. und hat sich halb totgelacht - eek.

Die positive Überraschung des Wochenendes aber war Robert Patrick, Agent Patrick Dogget aus den „X-Akten“. Zuerst dachte ich, das ist irgendein Nachbar, der gerade vom Rasenmähen kommt. Leger angezogen, die Haare etwas unordentlich, 3-Tage-Bart, Brille, schiefes Grinsen.. zuerst war ich etwas enttäuscht, habe ich doch den smarten Herrn erwartet. Aber dann hab ich mir doch ein Autogramm geholt und der Typ war total unkompliziert und super nett!!!!!!

Ja. Und dann war da auch noch ein Herr namens Robert Beltran…

Robert hatte gleich zu Anfang die längste Schlange! Alle wollten ein Autogramm von ihm haben. Und trotzdem hat er uns gesehen und begrüßt. Ich war wirklich sehr erstaunt, dass er sogar mich nach eineinhalb Jahren wiedererkannt hat. Der Mann hat ein Wahnsinns-Gedächtnis – ok, ist ja auch kein Wunder ! Und obwohl er sich nicht wohl gefühlt hat, hat er prima durchgehalten und am zweiten Tag sogar sein Panel gemacht, in altgewohnter Manier, mit einem zwinkernden Auge, vielleicht etwas zurückhaltender als beispielsweise in kleinem Rahmen im Page´s oder auch in Frankfurt. Aber eines was wieder gleich: Er musste mit sanfter Gewalt von der Bühne runtergeholt werden („Sag danke und geh runter!“). Die Fragen waren im Prinzip die gleichen wie immer. Ach ja, jemand fragte, ob er dieses Jahr noch mal herkommt, und er meinte, dass er nicht mehr nach England kommt, aber im Oktober dann nach Holland zur Utopia Convention in Scheveningen. Und die blödeste Frage, die ihm jemals gestellt wurde, war die, wie denn beamen so sei („It hurts!“).

Ansonsten hatten die „Herren der Ringe“ an beiden Tagen eine Frage-Antwort-halbe-Stunde, wo es dank Craig Parker und Lawrence Makaore recht lustig zuging. Und auch Robert Patrick kam sehr sympathisch rüber.

Ansonsten konnte man zwei Tage lang jede Menge Geld loswerden, nicht nur für Autogramme, 15 Pfund das Stück sind immerhin auch ca. 22,50 Euro bzw. 45 DM… - die Ausnahmen: Robert Beltran mit 10 Pfund wieder einmal sehr Fan-freundlich und dazu das Gegenteil Larry Hagman mit 20 Pfund (möchte jemand ein Autogramm von Larry Hagman? Habe eines zuviel! Nur Unterschrift, keine persönliche Widmung…). Dann hatte man noch die Gelegenheit, sich mit den Stars für 15 Pfund fotografieren zu lassen. Die Unterschrift dazu gab es dann gratis. Diese Sessions waren natürlich immer mehr oder weniger frequentiert, Larry zum Beispiel war recht schnell fertig, Robert hatte immer gut zu tun. Bei der 2. Stunde, man sah ihm an, dass er froh war fertig zu sein, weil es ihm halt nicht gut ging. Zwei Mädels waren zu spät gekommen und schauten ihm ganz enttäuscht nach. Da er immer auf seine Fans achtet, hat er nachgefragt und ist mit den Mädels zusammen wieder zu dem Fotografen gegangen!

Wo war ich vor meiner Schwärmerei stehengeblieben? Ach ja, beim Geldausgeben. Händlerstände, wohin das Auge schaute, vollgepackt mit allem, was das Herz sich wünscht. Wir sind immer wieder durch die Reihen gestreift, trotzdem hat man auch am zweiten Tag, als schon einige Stände abgeräumt waren, immer noch Neues entdecken können! Drei schöne Fotos habe ich ergattert, und einen Schlüsselanhänger. Gut, den hätte ich mir sparen können, diese Teile, wo man auf beiden Seiten ein Bildchen reinstecken kann, gibt es in jedem Laden zu kaufen, Bildchen kann man sich auch selbst ausdrucken, ABER!!!! Genau . Sogar für meinen Sohn habe ich ein Mitbringsel gefunden, das weder mit StarTrek, den Ringherren oder Harry Potter zu tun hat.

Dann hatten wir ja noch das Dinner mit den Stars Samstag abends. Entschuldigt, ich fange wieder an zu grinsen! Es war echt total gut gelungen! Man durfte ja knapp eine Woche vorher zwischen drei Menüs auswählen und sogar sagen, mit wem man gerne zusammen an einem Tisch sitzen möchte. Einlass sei ab viertel nach sieben, Essen dann um halb neun… Pustekuchen! Die Menge sammelte sich oben in der Bar und harrte gespannt der Dinge, die nun kommen sollten. Was kam, war ein nicht mehr ganz junger Mann mit nicht mehr all zu vielen Haaren auf dem Kopf, der uns mit charmantem Lächeln klarmachen wollte, dass wir einfach nur dieses eine Gericht essen wollen! Salmon… Ich, mit meinen perfekten Englischkenntnissen, dachte nur noch: ohgottogottogott, warum muss ich denn nu Salmonellen futtern??? Aber gut, wie (fast) jeder weiß, war nur so ein harmloser Lachs gemeint. Und man ist ja nicht so wählerisch, Hauptsache, man gekommt überhaupt mal was zwischen die Zähne! So erklärten sich die meisten damit einverstanden, gebackenen Camembert(chen), Lachs mit Kartöffelchen und Gemüschen, aber ohne Löffelchen zu demselbigen, sowie Cremetörtchen zu speisen. Um fünf nach halb neun kam dann Bewegung in die Menge. Alle strömten die Treppe hinunter, wir dann halt auch, und so blieb den Leuten einfach nichts anderes übrig, als uns endlich reinzulassen. Tja, und dann ging die heiße Schlacht am kalten Buffet los. Nichts mit Gruppenzusammenführungen, sondern: Wer zuerst kommt, malt zuerst! Da wir fünfe ganz hinten anstanden, haben wir auch keinen Tisch zusammen bekommen. In der Ecke hinten links wäre einer gewesen, aber bis wir aus dem zentralen Bereich zurückgekehrt und in die enge Ecke hineingedrängt waren, war auch dieser „Katzentisch“ schon weg. So blieb uns nichts anderes übrig, als uns aufzuteilen. Olga und Antje fanden auf der rechten Seite zwei Plätze, Anita, Heidrun und ich wollten dann zusammenbleiben, war aber einfach nichts zu finden. Während wir dann noch so ratlos herumstanden, kamen die beiden Mädels zurück, mit Leichenbitterminen *g* und erzählten, dass Robert nicht zum Abendessen kommen könne, weil es ihm nicht gut gehe - Tja, und somit waren wir wieder fünfe ohne Platz. Anita und ich quetschten uns dann auf zwei freie Plätze, Heidrun am Nebentisch, Antje weiter drüben und Olga verschwand hinter einer Trennwand, ich konnte sie leider nicht mehr sehen.

Und dann kam der „große Moment“: Die Stars wurden verteilt! Nein, nicht lachen, sie wurden tatsächlich verteilt!! Antje bekam die drei Jungs aus den Harry-Potter-Filmen ab. Die sind zwar wirklich süß, besonders der dunkelhaarige, Longbottom? Keine Ahnung, ich bin hier wohl genauso wenig informiert wie Antje *g*. Wir hatten dagegen mehr Glück. Neben mir wurde Marina Sirtis platziert und gegenüber Armin Shimerman! WOW, kann ich da nur sagen. Marina ist ein quicklebendiges Frauenzimmer (wohlmeinender Ausdruck!), die sich mit jedem unterhält und keinen Unterschied macht zwischen Kollegen, nicht englisch sprechenden mittelalterlichen Damen und Teenagern! Und Armin Shimerman ist einfach nur super nett und sympathisch und mit einer ruhigen Stimme, der man stundenlang zuhören könnte. Und am Tisch hinter uns, bei Heidrun, landeten Connor Trinneer und Hally Todd. Somit war Gaudi vorprogrammiert! Natürlich verirrte sich auch Dominik Keating dazu und der eine steht dem anderen in nichts nach! Aber das Highlight des Abends war das Geburtstagsständchen der Stars für den jungen Mann an unserem Tisch, der an diesem Tag 16 Jahre alt geworden war. Fast alle kamen zu ihm, sangen ihm ein „Happy Birthday“ und überreichten ihm eine Geburtstagstorte. Und die, die nicht dabei waren, kamen später nach und gratulierten ebenfalls! Der Bub war total gerührt und geschüttelt, ein Erlebnis, das er wohl nie vergessen wird! Und ich auch nicht.
Gegen elf gingen wir dann, Antje und Olga waren schon früher los, und weil so ein schöner Abend war, machten wir noch einen kleinen Spaziergang entlang der Themse. Und dadurch war uns ein wirklich schönes Schauspiel vergönnt, zeigte doch Craig Parker draußen einem Jungen, wie man im Anzug ohne Schuhe und Strümpfe Skateboard fährt! Ok, der Junge IST einfach so zwanglos, hat auch die beiden Tage in Jeans und Badelatschen überstanden.

Fazit: Es war ein supertolles Wochenende, übersät mit kleinen und großen Highlights, mit einigen Längen dazwischen, da man ja nicht rund um die Uhr diese armen schwerarbeitenden Schauspieler beobachten bzw. draußen Kaffee trinken kann. Aber wenn ich je nochmals an einer Expo teilnehmen sollte, dann nur mit Rollschuhen und Kilometerzähler!

Copywright by Maggie:)