Page Bar


von Maggie

starring: Robert Beltran

Eigentlich wollte bzw. konnte ich ja nicht mit nach London fahren. Aber nachdem mir am Wochenende nach Bonn nicht nur ein Zaunpfahl, sondern sogar ein ganzer Lattenzaun um die Ohren geflogen ist, habe ich mich dann doch bemüht, außer einem Mitfahrer auch noch Tickets für Page´s, den Flug und das Hotel zu bekommen. Siehe da, es hat alles wunderbar geklappt, ohne Probleme. Sogar das Hotel konnte ich kostenlos wieder abbestellen ;-), da wir ja morgens um viertel vor acht unseren Rückflug hatten. Wegen 2 Stunden ins Bett? NÖÖÖÖ! Freitagabends ging es mir wie wohl den meisten Londonfahrern auch: Tasche packen, Fotos raussuchen, richten, aufregen, Routenplaner zu Rate ziehen, noch mal aufregen, Tasche umpacken, wieder aufregen... Nach zwölf ins Bett, halb eins wieder auf, da Simon meine Aufregung gespürt haben muss und wach wurde. Dann wollte er mit seinen 17 Kilo auch noch auf Mamas Bauch schlafen und das war´s dann! Habe ich überhaupt zwei Stunden geschlafen? Um drei ging der Wecker... Erst wollte ich ja nicht aufstehen, aber der Gedanke an das kommende Abenteuer lies mich recht schnell wenn auch nicht wach, so doch wenigstens munter werden! Und dann war es aber auch schon zehn vor halb vier. Um vier wollte ich doch losfahren, die Heidrun in Frankfurt abholen! Und am Hauptbahnhof war ich noch nie! Was man auch gleich gemerkt hat ! Denn ich kam gut voran, habe auch gleich alles gefunden (mehr Glück als Verstand...), nur dieser verflixte Bahnhof mal wieder! Mir scheint, mit Bahnhöfen kann ich nicht gut! Nachdem ich einige Zeit in der Gegend rumgekurft bin kam ich endlich auf die Idee, die Heidrun per Handy anzurufen und zu fragen, wo um alles in der Welt sie denn nun sei. Gegenfrage: Wo bist Du? ? Poststraße! Na, an deren Ende stehe ich! Na prima, ich gleich losgefahren (die Polizei hat schon geguckt, weil fahren und telefonieren ist ja nischt, aber ich stand ja!), ans Ende dieser ollen Straße, aber weit und breit kein Bahnhof und erst recht keine Heidrun! Also noch eine Runde um den Block, an gleicher Stelle wieder angehalten, noch mal angerufen. Heidrun wollte mir dann ein Stück entgegenkommen, ich dreh zufällig den Kopf nach links und ... da steht sie!!! War ich also eigentlich die ganze Zeit am richtigen Ende dieser liebenswerten Straße!
Meine darauffolgenden Gedanken lasse ich nun lieber aus.
Also, Heidrun begrüßt und eingeladen und ab, Richtung Flugplatz Frankfurt-Hahn. Um diese Strecke hatte sich Heidrun gekümmert und auch einen tollen Plan ausgedruckt, aber ich dachte ja mal wieder, dass ich die richtige Abfahrt gesehen und auch genommen habe, und schon standen wir mitten in der Pampa! Na prima, Maggie und fremde Gegenden! Die will ich alle ganz genau sehen, hihihihi!
War ja auch ganz schön da, aber halt "the wrong way". Also wieder zurück, es waren immerhin einige Kilometer, aber, Gott sei dank, waren wir ja früh genug dran! Es lief dann auch alles ganz gut, bis auf die Kleinigkeit, dass Frankfurt-Hahn zwar ein Herz für Langzeitparker hat (kostenlose Parkplätze), diese Langzeitparker aber auch genau so lange Wege gehen müssen! Da standen wir nun ca. 2,5 km vom Terminal entfernt und ich hatte ein so dringendes Bedürfnis und weit und breit kein geeigneter Baum. Ich bin fast gestorben. So ca. einen halben Kilometer vor dem Terminal hat dann Antje noch mal angerufen und gefragt, wo wir bleiben. Wir hatten ihr Auto vor dem Terminal stehen sehen und uns natürlich gleich angemeldet. Als wir dann ewig nicht kamen haben sie sich wohl Sorgen gemacht , denn Sabine war auch schon da. Nun gut, wir haben dann eingechecked, sind durch eine nicht gemachte Passkontrolle und dann saßen wir da und haben gewartet (to be continue!). Irgendwann kam dann die Durchsage, daß unser Flug ein halbe Stunde Verspätung hätte, da sie in London Probleme mit dem Gepäck hatten. Das hätte uns ja eigentlich eine Vorwarnung sein sollen. Auf alle Fälle kam das Flugzeug, wir rein und los ging´s, auf zu neuen Abenteuern.

Als wir dann so im Flugzeug rumsaßen, da habe ich so einige kleine Anekdoten erzählt, was mir schon bei früheren Flügen so alles passiert war und so was halt, und Antje wurde immer stiller und blasser. Wenn mir aber auch kein Mensch sagt, dass sie nicht ganz so gerne fliegt wie ich... entschuldige bitte nochmals, Antje . Der Flug selbst war fast ruhig, aber unsere Kaffeebecher hatten ja einen Deckel drauf, also keine Gefahr für die Montur. Obwohl ich mir trotzdem Gedanken darüber gemacht habe, ob es so gut ist, was zu bestellen, das Flecken machen kann. Weiß ich doch aus früher gemachten Erfahrungen, dass ich Schussel noch ganz andere Sachen ohne Schwierigkeiten machen kann... Allerdings hatte ich kein Frühstück, und Kaffee ist halt ein MUSS am Morgen!!!!

Wir sind dann heil in London-Stansted angekommen, obwohl ich mich nach der Landung wirklich nicht mehr gewundert habe, warum bei dem anderen Flug Probleme mit dem Gepäck aufgetaucht sind. Wie gut, dass wir nur Handgepäck mithatten! Aber Antje wollte ja einen Tag länger bleiben und hatte entsprechend mehr Gepäck dabei und natürlich auch aufgegeben! Wir also nix wie zum Gepäckband, bzw. es waren derer ca. 5, allerdings lief kein einziges davon. Stop, eines davon lief, mit einem Rucksack drauf, einem Schlafsack und einem Koffer, die ganze Stunde lang, in der wir darauf gewartet haben, dass endlich das Gepäck aus unserer Maschine geladen wurde und wir uns Antjes Trolly schnappen und abdampfen konnten! Eine Stunde! Uns plagten Hunger, Durst und Sehnsucht nach, na ja, einfach nur raus hier!!! Wie spät war es eigentlich mittlerweile? Landung kurz nach halb elf, auschecken, Koffer holen ? fast schon zwölf! Dann mal wieder anstehen und warten, brauchten wir ja auch noch ein Ticket für den Bus nach London. Und wieder warten... drei Tage später... nein, aber auch hier dauerte es gut eine Viertel Stunde oder so. Aber dann endlich sind wir eine Kleinigkeit essen gegangen. Juhu!! Nachos, die super geschmeckt haben und sogar einen ganz zivilen Preis hatten ;-)! Nachdem alle halbe Stunde ein Bus fährt haben wir uns beeilt, den um eins noch zu erwischen, was auch prima geklappt hat. Allerdings waren wir dann mal wieder sehr lange unterwegs, fast ein dreiviertel Stunden!
Man, was für ein Verkehr in dieser Gegend. Aber unser Fahrer hat seine Sache beherrscht und mir ist nur mulmig geworden, als ich auf der rechten Seite aus dem Fenster schaute und uns doch tatsächlich Autos entgegenkamen...
Um halb drei wollten wir bei Page´s sein, aber die Uhr tickte unbarmherzig weiter. Schließlich sind wir eine Haltestelle früher ausgestiegen und haben uns ein Taxi genommen zu Antjes Hotel, sonst wären wir abends um fünf noch nicht da gewesen! Oh no!!! Also, wir alle Mann hoch in Antjes und Anitas Zimmer, übrigens ne tolle Bude, so geräumig mit einem prachtvollen Bad. Jede hat sich schnell ein Eckchen gesucht und los ging´s mit aufpolieren. Ich habe mich auch mal kurz ins Bad gequetscht, allerdings musste ich Angst haben, mit meinem nicht gerade kleinen? äh? na ja, stecken zu bleiben, weswegen ich dann schnell wieder raus bin. Aber am Ende haben wir es dann doch geschafft, einigermaßen sauber und ordentlich um viertel nach drei vor dem Page´s zu erscheinen. Wie gut, dass schon eine Abordnung von uns da war (Olga, Anita, Maria, Jana und die Mädels von der Freundesgruppe, außerdem noch jede Menge Gesichter, die ich doch auch schon in Bonn gesehen habe...), denn es hatte sich inzwischen eine ganz schöne Schlange gebildet!

Apropos Schlange! Wir hingen in größeren Trauben da rum und erzählten, wie das halt so in Deutschland üblich ist ;-), da kam doch so ein netter, wunderhübsch mit seinem stachelig gegelten Haar anzusehender junger Mann heraus und hat versucht, uns in eine Reihe zu bekommen. Wie das halt bei den Engländern so üblich ist. Die können ganz diszipliniert in Reih und Glied stehen und warten, aber dass sie dabei neben Bergen von Abfällen stehen, das scheint ihnen egal zu sein.

Ich habe leider nicht viel von London gesehen, nur vom Bus und vom Taxi aus. Aber mir ist aufgefallen, dass es eine nicht gerade saubere Stadt ist. Ja, es hat schöne Häuser mit wundervollen Fassaden, viele gepflegte Parks, Monumente, Statuen, und und und. Aber habt Ihr Euch schon mal die Vororte angesehen? Diverse Straßenzüge? Ein Haus so ungepflegt und heruntergekommen wie das andere, wenn die Fenster nicht gerade zugemauert oder mit Holz abgedeckt sind, hängen schmutzige Vorhänge davor, ungepflegte Vorgärten, kaputte Zäune, und überall, wirklich überall Berge von Müll!!! Kein Wunder, wenn Robert München den Vorzug gibt!

Aber weiter im Text. Nach langer Warterei () kam dann der Herr des Hauses heraus und hat uns alle auf seiner Liste abgehakt und wir bekamen einen roten Punkt auf die Brust geklebt. Nun waren wir offizielle Gäste und durften dann sogar rein!
An der Eingangstür wurden uns noch Nummernzettel gegeben, die wir für die Autogrammstunde aufbewahren mussten. Denn es ging nach System, nicht nach Kraut und Rüben. Und Maria und ich, wir hatten Glück. Sie bekam die Nr. 20, ich die Nr. 21, also ziemlich zu Anfang! Wenn man bedenkt, dass so ca. 160 Leutchen da waren, ganz gut, nicht wahr? Und dann begann die heiße Schlacht ums kalte Buffet bzw. um die besten Plätze. Aber im Prinzip gab es keine schlechten Plätze, da die Bar nicht sooo groß ist und man die Bühne (das Bühnchen) von jedem Platz aus gut sehen konnte. So, und jetzt fangen so langsam meine Gedächtnislücken an. Wenn was in die falsche Reihenfolge geraten sollte, dann bitte ich, mir das zu verzeihen, ok? Gut, danke. Zwischendurch wurden kleine Filme gezeigt, die toll gemacht waren. Diverse Szenen aus allen ST-Serien, untermalt mit der passenden Musik, teilweise zum Schlapplachen! Stellt Euch vor, zu Schwanensee Worf mit seinen Übungen, Deanna und Beverly beim Stretching und so was in der Richtung.
Oder zum Zwergenlied "HiHo" aus Schneewittchen die Borg im Gleichschritt Marsch... Außerdem haben sie auch noch eine Voyager-Folge gezeigt. Auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, muss ich doch zugeben, dass ich nicht weiß, welche es war. Auf alle Fälle viiieeel Chakotay!
Und stellt Euch vor, wir haben noch gar nicht mal sooo lange gewartet, es war gerade mal fünf durch, da stand er plötzlich da. Lasziv hatte er sich an der Bar aufgebaut und harrte der Dinge, die da kommen sollten, bzw. der Fan´s, mit denen er sich fotografieren lassen musste. Oh wow, what a man! What a smile! Cute! Äh, Entschuldigung. (Antje, hör auf den Kopf zu schütteln) Mit DER Frisur, die bestimmt jeder gefällt, die Haare zwar kurz, aber längeres Pony (ups, schreibt man das überhaupt so?), Mittelscheitel, leicht melliert, er recht locker, entspannt, gelöst, gut drauf, einfach umwerfend. Und ich habe mich nicht getraut hinzugehen! Ich glaube, ich wäre kreuzunglücklich gewesen mein ganzes Leben lang!!!! Aber zum Glück hat sich Maria auch nicht getraut, da dachten wir, wir versuchen es zusammen, allerdings musste sie mich zuerst doch schieben. Und dann hat sie der Mut verlassen, hihihihi. Da habe ich sie an der Hand genommen und nachgezogen, denn nun wieder hinsetzen, wo wir schon so weit waren: NEIEN! Wir kamen dann auch dran, haben unsere 10 Pfund bezahlt und gingen zu ihm. (tiefes Durchatmen) Da stand er, direkt vor uns, hat uns angelächelt. (noch tieferes Durchatmen, moment, muss schnell noch warten, bis das Herzklopfen wieder aufhört) Maria zu seiner linken, ich zu seiner rechten. Fragte er uns, wo wir herkommen? Germany, ok, Bavaria? Prima! K´Town? Kannte er natürlich nicht... Dem Foto nach zu urteilen hat er Maria den Arm um die Schultern gelegt, bei mir weiß ich nicht mehr, hoffe aber doch. Ich jedenfalls habe mich ihm etwas zugewandt und die Gelegenheit genutzt und den Arm um ihn gelegt (verlegen kichert). Er lachte mit uns! Sein herzliches Lächeln! Ich war total daneben, Maria natürlich auch! Äh, wie alt sind wir? Ich fühle mich jetzt noch wie ein spät-pupertärer Backfisch!!! (Antje, nicht den Kopf schütteln) Wir dachten, er wäre so herzlich zu uns, weil Maria aus Bayern kommt, er ja erst da war und es ihm so gut dort gefallen hat. Aber mittlerweile, wenn ich das ganze so richtig überdenke, schwant mir fürchterliches...

Auf alle Fälle sind wir stolz wie die Brezeln, dass er auf unserem Foto so lieb lacht, und bei den anderen allen lächelt er nur, wie immer halt, mit geschlossenen Lippen. Seufz. Das Foto ist super geworden und noch schöner wäre es wohl, wenn wir nicht drauf wären. Entschuldige bitte, Maria, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass wir grinsen wie zwei Honigkuchenpferde, die mal naschen durften.

Dann war er wieder weg. Irgendwo habe ich gelesen, dass er in den beiden Pausen zwischen seinen Auftritten Interviews gegeben habe, aber ich weiß es nicht. Er war weg, und Maria und ich waren total euphorisch! Irgendwie bin ich es immer noch! (Antje, wenn Du so weitermachst, dann fällt Dein Kopf noch runter!) Aber weiter.

Die ganze Zeit über war ein Gebläse eingeschaltet, das frische Luft in die Bar pumpen sollte. Keine 10 Minuten, und wir waren alle durchgefroren! Und dann kam ER wieder, war Zeit für das Frage-und-Antwort-Spiel! Zum Glück hat ihn das Geräusch mit der Zeit auch genervt und bat darum, es abzustellen. Er war total locker und gut drauf! Und hat wieder mit dem Thema Star Trek-Familie angefangen. Anscheinend liegt ihm das doch sehr am Herzen, dass er von seinen Fans richtig verstanden wird. Aber am besten fand ich seine Bemerkung: Ist denn Kirk mein Daddy? Oder Capt´n Janeway meine Mum! Da hat es mich fast umgehauen! Und das Gesicht dazu! Robert ist wahrlich ein guter Schauspieler, seine Mimik ist umwerfend. Besonders wenn er immer wieder angefangen hat: "What does Star Trek means to me? Star Trek means..." ? die Stimme, das Gesicht, einfach toll! Genau wie die Antwort auf die Frage, mit welcher er lieber zusammengekommen wäre, Janeway, oder Seven, oder so, und er antwortete: mit Paris! Weitere Details kann ich nicht mehr richtig auf die Reihe bringen, deswegen lass ich es lieber! Der Inhalt des Panels steht ja prima in beispielsweise Olgas Bericht! Wie gesagt, er hat gelacht und war richtig gut drauf. Und er hat erwähnt, dass eine von uns beim Fotografieren ihre Hand auf seinen "Bum" (heißt der Allerwerteste so in Amerika?) gelegt hätte. Und hat wieder so gelacht. In meine Richtung. Genau wie beim Fotografieren mit uns. Und er ist ja mir gegenüber doch schon groß... Antje, hör endlich auf! Ich war es ganz bestimmt nicht. Ich mach so was nicht! Und mit Absicht schon gar nicht!!!!! NEIN!

Nach einer Pause kam dann die Autogrammstunde dran. Vorher wurde noch mal ordentlich gelüftet. Damit wir auch alle schön kalt und Robert schön Frischluft hat. Für ein gekauftes Autogramm zu 10 Pfund das Stück durfte man noch ein eigenes Teil signieren lassen. Da kann man sich dann schon mal vergessen, nicht wahr? Vorher wurden noch die Bilder vom Fotografen ausgeteilt, damit man sie eventuell noch mitsignieren lassen kann. Allerdings haben Maria und ich unseres ja zusammen machen lassen, dann hätte eine ein Original, die andere eine abfotografierte Unterschrift, und das muss ja nicht sein. Dafür haben wir unsere Beltran-Fans-Batches unterschreiben lassen ! Aber den Vogel abgeschossen hat eindeutig die Sabine mit ihren selbstgemachten Bildern!!!! Super sind die, einfach cool! Chakotay und Kathryn als Men in black! Einfach klasse! Oder Chakotay als Bond und Janeway als Bond-Girl! Genial! Am liebsten hätte ich ihr die Dinger abgenommen ;-)!

Auch hier in der Autogrammstunde, wo er ca. 160 Leutchen "verarzten" musste, blieb unser Robert fröhlich, gelassen, humorvoll, fand für jeden, sogar für mich verklemmtes Etwas, ein nettes Wort, hier eine Umarmung, da ein Küsschen ? Maria und Sabine, habt Ihr Euch schon gewaschen? ? ein freundliches Lächeln... Er ist ja so was von ? pfff ok, ich versuche, auf dem Teppich zu bleiben. Nach der Autogrammstunde hat er's ich dann noch ein bissel unter das Volk gemischt, und dann war er weg...

Etwas habe ich vergessen!!! Er hat was davon gesagt, dass er sich vorstellen könnte, einen Galaxy-Ball in London zu organisieren! Und er hat was von einer Signing-Tour durch Deutschland erzählt. Wenn das alles zutreffen sollte, dann weiß ich, wer sein Heimatland erkunden möchte ;-).
Um halb zwölf war der ganze Spaß vorbei, wir haben unsere Sachen zusammengepackt, sind raus und schon war die eine Hälfte in ein Taxi gehüpft und sanft entschwunden. Zurück blieben drei nasse, frierende, und trotzdem selig vor sich hingrinsende Mädels: Heidrun, Sabine und Maggie... Die Drei Musketiere...
...oder die drei von der Tankstelle? Egal! Wir waren alle drei müde, verfroren und? wahnsinnig happy!!!! Und das, obwohl wir in der Victoria Station ganz umsonst auf den Bus gewartet haben. Und an der Haltestelle, die wir dann gefunden haben und wo gleich zwei Busse nach London-Stansted an uns vorbeigefahren sind (do you remember? Warten, warten, warten).
Ein freundlicher Taxifahrer hat uns dann den Weg nach Victoria Coach gewunken. Überhaupt sind in Bonn und in London die Taxifahrer viel freundlicher als daheim! Der nächste Bus, um fünf nach eins der , war dann unser, und kurz nach zwei waren wir endlich am Flughafen. Sagte ich "endlich"? Meinetwegen hätte er noch viel länger fahren können, denn 1. war es im Bus warm und bequem 2. konnte man gut schlafen. Denn davon war im Flughafen gar nicht die Rede. 6 ½ Stunden Zeit bis zum Abflug ? uuuhhhh, das ist lang, könnte man meinen. Erst haben wir mal einen Kaffee getrunken, um wieder munter zu werden. Der ging ja noch für ein Pfund 35. Äh, sagte ich Pfund? Na ja. Das Baquette, das Heidrun und ich uns geteilt haben, war das schon wesentlich teurer. Waren es nun 6 oder 8 Pfund? Genau weiß ich es nicht mehr, denn durch meinem Kopf spukte die ganze Zeit nur ein Gedanke, ein Name... Aber zum Glück ging es nicht nur mir so! Um es kurz zu machen: Wir haben uns die Zeit totgeschlagen mit reden und schwärmen, träumen und lachen, Gedichte aufsagen und Faxen machen, Geld zählen und träumen, kichern und überschäumen, bummeln und lachen, singen und Krach machen, rumsitzen und rumlaufen, wollten unnötige Dinge kaufen ? aber jetzt hört das Reimen auf, denn die Geschäfte waren zu der Zeit ja noch geschlossen! Endlich durften wir dann doch noch einchecken und diesmal wurde an der Passkontrolle dem Namen noch alle Ehre gemacht, die haben nämlich kontrolliert, was das Zeug hält. Auch beim Gepäckdurchleuchten durften wir wieder kostenlos eine ganze Weile warten. In der Beziehung sind die Engländer seeeeehr freundlich. Endlich saßen wir auf bequemen Stühlen und warteten (!) darauf, dass unser Flug aufgerufen wurde, da hieß es: not Gate 2, please go to Gate 4! Ja, und da standen wir nun. Irgendwann haben wir gemeint, dass man uns jetzt total vergessen hat, denn es wurde zehn vor halb acht, fünf vor halb acht, halb acht ... und nix tat sich, obwohl wir da ja schon im Flugzeug hätten sitzen sollen. Dann kam ein freundlicher Mann und hat den Computer angeworfen und rumtelefoniert, zum Flugzeug gewunken, wieder telefoniert und dabei Gesichter gemacht, die einem Schauspieler zur Ehre gereicht hätten. Irgendwann kam dann mal eine Stewardess von weiter hinten angebummelt (doch, ehrlich, nix von wegen Stechschritt oder so). Na gut, auch dieses Warten hatte ein Ende und kaum im Flugzeug: Gute Nacht! Träumt schön! Und das taten wir denn auch.

In Hahn angekommen waren wir nur froh, dass wir keine Koffer abholen mussten! Das Warten hatte nun endlich ein Ende! Dann machten wir uns auf den laaangen Weg zu meinem Auto. Sabine hat irgendwann mal ganz komisch geguckt, aber was soll man machen... . Ins Auto rein und ab nach Frankfurt. Das lief dann auch erstaunlicherweise ohne Probleme, den Flughafen fanden wir auch gleich und mir war ganz weh ums Herz, als ich die Mädels zum Abschied noch mal ordentlich gedrückt hab, stellvertretend für alle Londonfahrer... Gonna miss you all! Na gut, bevor sie mich verließen, haben sie mich noch instruiert: Du fährst jetzt auf die A3 Richtung Wiesbaden, dann immer den Schildern nach: Mainz, KL! Schön und gut. Nur leider hatte ich die Wahl zwischen A3 nach rechts und A3 nach links. Da ich mich just an dieser Stelle schon des öfteren verfahren hatte, wusste ich, dass ich die linke Spur nehmen musste ? und prompt landete ich wieder in der Pampa! Nach 25 km in die entgegengesetzte Richtung kam dann endlich mal eine Ausfahrt, ich nix wie raus, umgedreht und ab nach Hause. Mein Autochen ist fast geflogen, immer meinen Gedanken hinterher, die doch eigentlich gaaaanz woanders waren ? und immer noch sind! Ich geb´s zu: Jetzt bin ich auch infiziert! Das Robert-Fieber hat mich gepackt !
(Und ich hoffe nur, dass er tatsächlich eine Signing-Tour durch Deutschland macht. Auch wenn ich ihm eigentlich gar nicht mehr über den Weg laufen will nach dieser Blamage, so werde ich mir das wohl doch nicht ersparen.)