Author: Deltaflyer2706
New Earth - ein ruhiger Abend, wenige Wochen nach dem großen Plasmasturm.

Kathryn lag ausgestreckt in der Badewanne und hing ihren Gedanken nach. Sie beobachtete die untergehenden Sonne, das warme Wasser umspielte ihren Körper. Sie fühlte sich leicht müde nach der anstrengenden Gartenarbeit, aber sehr entspannt. Ihre langen, feuchten Haare kringelten sich über beide Schultern und hingen bis ins Wasser hinein.
Kathryn seufzte :"Chakotay, ich habe meine Haarspange vergessen. Kannst du sie mir bitte bringen?"
Keine Antwort.
"Chakotay, bist du da?" brummte sie schläfrig in Richtung Wohncontainer und erwartete die gleiche freche Antwort wie immer.
Als nach einigen Sekunden aber doch keine Antwort zu hören war, setzte Kathryn sich aufrecht hin. Sie war jetzt hellwach.
"Chakotay!!" rief sie - nun ziemlich laut - in die beginnende Dämmerung hinaus.
*Wo ist er denn nur?* dachte Kathryn erstaunt.
Nachdem sie nochmals vergeblich nach ihm gerufen hatte, kam ihr die Sache sehr merkwürdig vor und sie spürte ein leichtes Ziehen in der Magengegend. Rasch sprang sie aus der Badewanne und wickelte sich notdürftig in ein großes Handtuch ein, das neben ihrem Kleid auf dem Boden lag.
Kathryn eilte so schnell sie konnte zum Eingang des Wohncontainers. Sie schaute hinein, machte einen Schritt vorwärts und blieb erstarrt stehen.
Chakotay saß am Tisch - schlafend! Der Kopf lag auf seinem linken Arm und er bemerkte zunächst nicht, dass Kathryn sich ihm auf Zehenspitzen näherte.
*Himmel, er sieht zum Anbeißen aus!* dachte sie mit einem bedauernden Lächeln und beugte sich vorsichtig über ihn. Ganz behutsam hauchte Kathryn ihm einen Kuss auf die dunklen Haare und atmete seinen herrlichen Geruch tief ein. Jetzt bewegte er sich ein wenig und nur wenige Sekunden später hob Chakotay langsam den Kopf und schaute Kathryn direkt in die Augen. Er begann, verlegen zu lächeln und Kathryn schoss *diese Grübchen machen mich noch wahnsinnig* durch den Kopf wobei sie sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Erstaunt betrachtete Chakotay Kathryn von oben bis unten und ihr fiel dann erst ein, dass sie triefend nass und nur mit einem Handtuch bekleidet vor ihm stand.
"Äh... Chakotay, ich wollte nur nachschauen, wo du bist ..." beeilte Kathryn sich zu erklären.
"Und da hast du es so eilig gehabt, dass du dich weder abtrocknen noch anziehen konntest?" wunderte sich Chakotay.
"Ich habe mir Sorgen gemacht, weil ich auf meine Rufe keine Antwort bekam", gab sie zögernd zu.
Chakotay hob eine Augenbraue. "Du hast dir also Sorgen um mich gemacht."
"Ja!"
"Okay, dann kannst du ja jetzt ruhig wieder ins Wasser zurück - es ist ja alles in Ordnung hier" scherzte er.
Kathryn grinste und antwortete "Ja, aber nur mit Begleitung."
Chakotay traute seine Ohren nicht, *Was hatte sie da eben gesagt? Wie war das denn gemeint?!*
Er grinste zurück und erwiderte (seine aufkommende Nervosität tunlichst verbergend): "Yes, Ma´am."
Beide gingen nun wortlos hintereinander nach draußen bis zur Badewanne, die direkt neben einem Baum stand.
Chakotay zögerte und blieb abwartend stehen, während Kathryn damit begann, völlig ungeniert ihr Handtuch vom Körper abzuwickeln und es vor dem verdutzten Commander auf den Boden fallen zu lassen.
Sein erster Gedanke war, es sofort wieder aufzuheben und ihr anzureichen, aber das konnte er gerade noch unterdrücken.
Chakotay wusste zunächst überhaupt nicht, wohin er schauen sollte und entschloss sich dann, Kathryns Blick zu suchen. Beide starrten sich sekundenlang wortlos an und Kathryn glaubte, sich in der Tiefe seiner dunklen Augen zu verlieren, bis er ihre linke Hand nahm, um ihr den Einstieg in die Badewanne zu erleichtern.
Kathryn zögerte kurz und schlüpfte dann ins Wasser hinein. Sie ließ Chakotays Hand jedoch nicht los, sondern zog ihn plötzlich mit einem kräftigen Ruck zu sich in die Badewanne herein.
Chakotay war viel zu überrascht, um reagieren zu können und fiel mit lautem Platschen und heftigem Wasserschwappen ins mittlerweile fast kalte Wasser hinein. Kathryn lag nun halbwegs unter ihm und lachte, bis ihr die Tränen kamen.
"Ich sagte doch, mit Begleitung!" kicherte sie und küsste ihm einen vorwitzigen Wassertropfen von der Nasenspitze.
Chakotay lächelte nun auch, wobei seine Grübchen einen wahren Freudentanz aufführten und sagte in seinem typisch trockenen Tonfall: "Ich hatte eigentlich mit wärmerem Wasser gerechnet, aber da ich ja vollständig bekleidet bin, ist eine Beschwerde über die Badewassertemperatur wohl nicht angebracht..."
Kathryn schaute ihn prüfend an und mit vor Schalk blitzenden Augen antwortete sie: "Das kann man ja ändern!"
Langsam begann sie die Knöpfe von Chakotays Hemd zu öffnen, wobei er seine Augen schloss und die Berührungen ihrer Hände auf seinem Körper sehr zu genießen schien und beide bemerkten die Kühle des Wassers schon bald überhaupt nicht mehr...

*E N D E*