Author: Stefanie

Author's Note: Forever gefällt mir eindeutig besser. Aber gut, man kann nicht immer mit allem zufrieden sein. Außerdem stehe ich unter Zeitdruck. Ich muss unbedingt noch Sozi lernen. Mal sehen wann ich mich dazu durchringe.
Dedictation: Für eine Freundin, die mich dazu gebracht hat dieses hier zu schreiben.


Würde es eine Tür gegeben, ich würde sie voller Wucht zugeschlagen. Zu meinem Ärger führt leider nur eine verfluchte, automatische Tür zu meinem Quartier. Ich merke, dass ich kurz vor dem Durchdrehen bin.

Warum hast du das getan?!

Ich muss mich unbedingt abreagieren, wer weiß was ich sonst noch anstelle. Ich werfe mich auf mein Sofa und zerquetsche ein Kissen mit der Hand.

Kathryn! Alles in mir sehnt sich nach dir und doch bin ich auch so unglaublich böse auf dich. Warum musstest du mich immer wieder zurückweisen? Du hat doch gespürt, wie sehr es mich verletzte. Es hat dich doch immer genauso getroffen. Dabei wollte ich dir doch nicht weh tun. Weder dir noch mir. Ich wollte nur, dass wir glücklich sind. Und jetzt ist es noch viel schlimmer als vorher. Ich weiß nicht mal, ob noch eine Chance für uns besteht.

Wütend werfe ich das Kissen gegen die Wand.

Ich weiß, ich hätte dich nie anschreien dürfen, egal was passiert ist. Ich hätte mich beherrschen sollen, stattdessen habe ich fast die Kontrolle verloren. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als zu deinem Quartier zu gehen und dir zu sagen, dass ich dich liebe, dass ich das alles nicht sagen wollte, dass es mir Leid tut, doch es ist als sei ich hier gefangen. Mein Körper gehorcht mir nicht mehr.

Ich vergrabe meinen Kopf in den Händen.

Was soll jetzt aus uns werden? Viel zu lange haben wir hier nebeneinander gelebt. Ich kann mir keinen Tag mehr ohne dich vorstellen. Und ich will es auch gar nicht tun.

Verzweifelt schließe ich die Augen. Ich will von dieser Welt nichts mehr sehen. Ich habe genug.

Du wusstest, dass du immer auf mich zählen konntest. Ich habe dich enttäuscht. Warum habe ich das nur getan? Ich kannte doch deine Gründe. Wir beide wussten doch, dass ich dir trotzdem nicht gleichgültig bin. Aber du es geleugnet. Ich habe dir gesagt ich werde warten. Ich habe mich nicht an meine eigenen Regeln gehalten.

Dein Bild geht mir nicht aus dem Kopf. Nicht einmal in meiner Meditationswelt kann ich dich vergessen.

Ich ertrage den Gedanken nicht, dich für immer verloren zu haben. Ich erwarte, dass ich jeden Augenblick aus diesem Albtraum erwache und dann alles wieder so ist wie früher. Doch ich weiß es ist die Wahrheit, es ist geschehen.

Meine Finger gleiten über das seidene Band, dass du irgendwann verloren hast. Ich habe es für dich aufgehoben. Es ist sanft und weich. Ebenso wie deine Haut.

Ich habe dir gesagt, ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Doch so ist es nicht. Ich will dich mehr denn je. Wenn ich dich um Verzeihung bitten würde. Würdest du es tun? Würdest du vergessen? Alles in mir drängt das heraus zu finden, aber noch ist es zu früh, die Wunden sind zu frisch. Das Warten tut weh, aber ich weiß es ist notwendig. Wenn es noch etwas zu retten gibt, dann braucht es Zeit. Wir brauchen Zeit...

Ich bitte dich, Kathryn. Verzeih mir.

-Ende-