Dies ist der erste Teil des RPG's von uns. Wir haben uns entschieden, "Resolutions" zweimal durchzuspielen, jeweils mit einem Rollentausch.
blau=Christine (spielt Kathryn), schwarz=Kath (spielt Chakotay)

Nachdem sie sich von der Voyager und ihrer treuen Crew verabschiedet hatten, nahm Janeway an ihrem Tisch Platz und machte sich an ihre Aufzeichnungen. Ihr Herz war zusammengekrampft und sie war den Tränen nahe, doch hielt sie die Fassade aufrecht und beschloss, nach einem Heilmittel zu suchen und nicht aufzugeben.
Chakotay kam herein. "Ich habe nur etwas vergessen, bin schon wieder weg!" Von seiner Werkecke hatte er etwas in seine Tasche verstaut und machte sich wieder auf den Weg nach draußen.
Nachdem er gegangen war setzte Janeway ihre Aufzeichnungen fort. Nachdem sie sie abgeschlossen hatte, replizierte sie sich einen Kaffee und trat nach draußen um sich umzusehen.
Chakotay streifte durch die nahe Umgebung und war damit beschäftigt, das nahe Umfeld kennenzulernen. Hin und wieder sammelte er Obst oder Nüsse auf und untersuchte Pflanzen auf Essbarkeit und Nährstoffe. Als er an einem umgekippten, sehr dicken, ausgehöhlten Stamm vorbeikam, kam ihm eine Idee. Kathryn vermisste ihre Badewanne, dieser Stamm wäre ideal dafür. Darüber würde sie sich hoffentlich freuen und das Leben auf dem Planeten besser annehmen. Chakotay hatte zwar nicht alle Hoffnung aufgegeben, aber er hatte sich der Realität gestellt, dass sie wenigstens auf unbestimmte Zeit, wenn nicht gar für immer, hier leben würden. Daher wollte er ihnen ein Heim schaffen, nicht nur eine Übergangslösung.
Janeway verließ die Behausung mit ihrem Kaffee und sah sich ein wenig um. Irgendwie fühlte sie sich hier wie fehl am Platze und unwohl. Nervös drehte sie ihre Kaffeetasse in ihren Händen. Sie würde nicht aufgeben und versuchen, ein Heilmittel zu finden, das schwor sie sich, dann sah sie sich suchend nach Chakotay um.
Chakotay hatte die Position des Baumstammes in seinem Tricorder vermerkt und war jetzt mit einigen Schätzen beladen auf dem Rückweg. An der Waldgrenze sah er Kathryn und winkte.
Janeway erwiderte sein Winken und ging zu ihm. Im Gegensatz zu ihm war sie noch in ihrer Uniform. "Haben Sie etwas interessantes gefunden, Commander?", fragte sie ihn.
"Einige Früchte die wir als Nahrungsergänzung benutzen können, und etwas, von dem ich Ihnen noch nichts verraten werde Kathryn", sagte er mit einem geheimnisvollen Lächeln.
Janeway erwiderte sein Lächeln. "Ich meinte Chakotay", korrigierte sie sich selbst und sah an sich herunter. "Ich sollte mich bequemer kleiden", meinte sie und ging sich umziehen.
Chakotay blieb respektvoll vor der Hütte stehen und rief von draußen: "Haben Sie schon Fortschritte gemacht?"
Nachdem sie sich umgekleidet hatte, kehrte sie nach draußen zurück, ein Stirnrunzeln lag auf ihrem Gesicht. "Leider nicht", gab sie ein wenig zerknirscht zu.
"Naja", meinte Chakotay und sah in den Himmel. "Wir haben auch alle Zeit der Welt. Ich werde noch einmal in den Wald gehen. Wir sehen uns dann heute Abend." Damit ging er in die Hütte, packte seine Werkzeuge ein und machte sich wieder auf den Weg.
Kathryn sah ihm hinterher und trank dann ihren Kaffee aus. Irgendwie hatte er ja Recht, sie hatten alle Zeit der Welt. Sie sah sich noch ein wenig in ihrer Umgebung um und ging dann wieder in ihr "Labor". In Gedanken sah sie einige der Proben an und las ihre Aufzeichnungen durch. Ein warmes Bad wäre jetzt recht, dachte sie sich und seufzte, da dies nicht möglich war. Sie ging wieder hinaus und nahm im Gras Platz. Sie genoss die warme, angenehme Luft auf ihrer Haut und schloß die Augen.
Chakotay hatte seinen Baumstamm gefunden und fröhlich damit begonnen, diesen weiter auszuhöhlen und die Ränder zu bearbeiten. Nach ein paar Stunden beschloss er dann Feierabend zu machen und zur Hütte zurückzukehren. Es wurde schon dunkel als er eintrat.
Kathryn war wieder hineingegangen und hatte ihre Aufzeichnungen weggeräumt und hatte es sich mit einem Kaffee und einem Padd bequem gemacht und las ein wenig. Sie legte das Padd weg, als er eintrat und sah ihn an, die Tasse stellte sie vor sich ab. "Waren Sie erfolgreich?", fragte sie ihn, ein wenig war sie neugierig auf das, was er zuvor erwähnt hatte.
"Sagen wir, es läuft hervorragend. Wie war Ihr Tag?"
Kathryn nickte und erhob sich. "Ich habe ein wenig gelesen", erwiderte sie ihm. Ihre trüben Gedanken verschwieg sie ihm lieber.
"Was haben Sie gelesen?" fragte er interessiert. "Ich habe von Tuvok einige Bücher über Philosophie bekommen, ich habe mich in eines davon vertieft", erwiderte sie ihm. "Haben Sie Hunger, Chakotay?"
"Großen sogar, meine körperliche Fitness für einen Tag habe ich auf jeden Fall erfüllt. Wie wäre es mit einem Gemüseauflauf?"
"Sie wissen schon, dass Sie mich neugierig machen, Chakotay", meinte Kathryn lachend. "Gemüseauflauf klingt gut", fügte sie hinzu.
Chakotay mußte leise lachen und schaute dann mit blitzenden Augen Kathryn an. "Sie sind wie ein kleines Kind, das wissen will was es zu Weihnachten bekommt, nicht wahr?"
Aus dem Replikator nahm er zwei Portionen Auflauf und stellte sie auf den Tisch. "Wenn Sie schön artig sind und sich noch etwas gedulden, werden Sie es in ein paar Tagen erfahren."
Kathryn schmollte spielerisch ein wenig.
Chakotay fing an zu essen und meinte dann: "Ich werde morgen schon früh aufbrechen und weiterarbeiten. Haben Sie ihre Fallen schon alle geleert?"
Sie nickte. "Ja, leider jedoch ohne Erfolg", mußte sie zugeben.
"Das wird schon, irgendwann müssen Sie auch mal Glück haben." Chakotay aß den Rest seines Auflaufs und sagte dann: "Kathryn, wie wäre es, wenn wir Sonntag einen Ausflug zum Fluss machen würden? Wir könnten dort ein Picknick machen und etwas schwimmen.... und nebenher natürlich den Fluss erkunden. Was meinen Sie?"
"Das klingt wundervoll", erwiderte sie und lächelte ihn an. "Es ist schon eine Ewigkeit her, dass ich schwimmen war", sagte sie mit ein wenig verträumter Stimme. Den Auflauf hatte sie nicht ganz aufgegessen.
Chakotay räumte seinen Teller ab und meinte dann: "Ich werde mich noch etwas kreativ betätigen. Werden Sie wieder an Ihren Sequenzern arbeiten?"
Kathryn nickte. "Noch ein wenig. Vielleicht habe ich ja Glück", meinte sie zwinkernd zu ihm und erhob sich vom Tisch. "Der Auflauf war lecker", sagte sie und räumte ihren Teller weg.

Am nächsten Morgen war Chakotay bereits sehr früh wach. Er hatte gesehen, dass Kathryn noch bis in die späte Nacht gearbeitet hatte und verließ daher leise ihr Haus, damit sie noch weiterschlafen konnte. Er hatte sein Werkzeug gepackt und ging in den Wald, um an der Badewanne weiterzuarbeiten. Wenn er heute ordentlich ranklotzte, könnte er morgen vielleicht schon fertig sein.
Kathryn erwachte ungefähr eine Stunde, nachdem Chakotay gegangen war. Sie verließ das Bett und stellte verwundert fest, dass er wohl schon weg war. Sie machte sich für den Tag fertig und genehmigte sich einen Kaffee, bevor sie den Weg zu den Fallen wieder aufnahm, in der Hoffnung, diesmal etwas zu finden.
Am späten Nachmittag war Chakotay völlig erschöpft aber erfolgreich. Er hatte die Wanne fertig und sein einziges Problem war jetzt nur noch, wie er sie zu Kathryn schaffen konnte. Dann fiel ihm schlagartig ein, dass Tuvok ihnen noch Antigrav-Bahren dagelassen hatte, somit war sein Transportproblem auch gelöst. Pfeifend und sehr zufrieden machte er sich auf den Heimweg. Er wollte ja mit Kathryn an den Fluss gehen und eine Runde schwimmen, das war genau das, wonach ihm der Sinn auch stand. Als er an die Waldgrenze kam rief er schon von weitem: "Kathryn? Sind Sie da?"
Kathryn hatte die Fallen geleert und sie war wieder leer ausgegangen. Doch so schnell würde sie nicht aufgeben, irgendwann mußte doch mal eines dieser Insekten den Weg in eine ihrer Fallen finden. Sie war bereits wieder in ihrem Haus, forschte noch ein wenig über die Symptome der Krankheit, die beide befallen hatte, als sie Chakotay rufen hörte.
"Ich bin hier", erwiderte sie ihm und ging zur Tür. "Ist etwas passiert?", fragte sie ein wenig verwundert.

"Nein, ich wollte nur schauen, ob Sie schon da sind", meinte Chakotay und betrat die Behausung. "Aaaah, ich bin ziemlich geschafft", meinte er mit einem Seufzen und zog sich die verschwitzten Sachen aus.
"Wollen wir dann zum Fluss gehen? Ich brauche dringend ein Bad", fragte er an Kathryn gewandt, während er sich ein anderes Hemd anzog.
Während Chakotay sich umzog, blickte Kathryn auf ihre Aufzeichnungen. Ein seltsames Gefühl kroch in ihre Magengegend, und es war nicht der Hunger. "Ein Bad...", meinte sie ein wenig verträumt. "Ich liebe baden. Eine wunderbare Idee, Chakotay", stimmte sie erfreut zu.
Sie packte ihre Badesachen und ein paar Handtücher in eine der Taschen und drehte sich dann wieder zu ihm herum. "Ich bin soweit", meinte sie, als ihr Blick stirnrunzelnd auf ihre Aufzeichnungen fiel. Schnell räumte sie sie weg und nickte ihm zu. "Sie auch?"

"Ja, ich hab auch alles gepackt. Dann los." Chakotay ging voran und führte Kathryn auf einem kleinen Umweg zum Fluss, schließlich wollte er sein Werk für sie erst am nächsten Tag enthüllen.
Nach gut einer Stunde hatten sie die Badestelle erreicht, die Chakotay auserkoren hatte. Das Wetter war herrlich warm und der Strand bestand aus abgeschliffenen Steinen, die sich wie Perlen unter ihren nackten Füßen anfühlten. Chakotay, der sich inzwischen nach dem kühlen Nass sehnte, verschwand hinter dem nächsten Baum und zog sich rasch um. Dann stürzte er sich in die Fluten.
Kathryn lachte, als er in den Fluten verschwand und kleidete sich ebenso um. Im Gegensatz zu ihm jedoch machte sie es sich am Strand bequem und sah ihm beim Baden zu. Momentan war ihr noch nicht so sehr nach dem kühlen Nass, doch je länger die Sonne auf sie herab schien, umso größer wurde der Wunsch in ihr.
Chakotay war derweil ein gutes Stück den Fluss entlang geschwommen und hatte Kathryn aus dem Blick verloren. Der Fluss hatte sich abgeflacht und verbreitert und rechts und links am Ufer waren vermehrt große Steine zu sehen und winzige Teiche.
Chakotay schwamm zum Rand um sich ein wenig auf einem Stein zu sonnen, doch als er in einen dieser Mini-Teiche blickte, hielt er erstaunt inne. Ein Fischschwarm hatte sich hier verfangen, es gab zwar einen schmalen Zulauf zum Fluss, doch die Fische fanden diesen nicht mehr. Chakotay nutzte die Gelegenheit um gleich das Abendessen mitzunehmen. Wenig später nur (er den Weg zurück am Ufer entlanggelaufen), kam er wieder bei Kathryn an und zeigte ihr den reichen Fang.
"Das wird heute ein Festmahl", prophezeite er und machte sich daran, ein Feuer zu schüren.
Kathryn hatte inzwischen die Augen geschlossen und war in einen leichten Dämmerschlaf gesunken. Chakotays Worte holten sie aus ihrem Schlaf und sie streckte sich ein wenig. Sie setzte sich auf und sah zu ihm.
"Sie kochen gern, stimmt das?", fragte sie in ein wenig verschlafen.

Chakotay schmunzelte. "Ja, eigentlich schon. Als ich klein war habe ich viel Zeit in der Küche verbracht und eigene Kreationen entworfen oder geholfen. Ich hab den Spaß daran nie wirklich verloren." Kathryn grinste ein wenig. "Na, dann weiß ich ja, wer für uns kochen wird", scherzte sie und erhob sich. "Wie lange wird es dauern, bis das Essen fertig ist, Chefkoch?"
"Hm... ich schätze, 20 Minuten. Möchten Sie nicht derweil noch eine Runde schwimmen Kathryn? Ich hätte auch noch mal Lust, das Wasser ist wirklich herrlich."
"Können Sie Gedanken lesen?", fragte sie lächelnd und wandte sich um, um in das kühlende Nass zu gehen. Chakotay hatte recht, es war herrlich. Sie stand bis zur Hüfte im Wasser und überwand den Rest mit einem gekonnten Hechtsprung. Sie schwamm einige Züge unter Wasser und tauchte nach einer Weile wieder auf. Suchend sah sie sich nach Chakotay um. "Wo bleiben Sie denn?", rief sie ihm herausfordernd zu.
Das ließ sich Chakotay nicht zweimal sagen und folgte Kathryn, mit mehr Würde allerdings, in das Wasser. Er schwamm in ihrer Nähe und musterte verstohlen ihren Körper und ihre Bewegungen. Fast wünschte er sich jetzt, dass sie einen Krampf bekam nur damit er einen triftigen Grund hatte, sie in seinen Armen zu halten.
Sie ließ ihn nahe an sich herankommen, dann tauchte sie unter. Flink tauchte sie unter ihm hindurch und zupfte an seinem Fuß. Hinter ihm wieder tauchte sie wieder auf und sah ihn grinsend an. Es war mehr als offensichtlich, dass sie Spaß hatte.
Chakotay mußte lachen. So, sie wollte ihn also necken... das konnte er auch. Er spritzte ihr Wasser ins Gesicht, holte tief Luft und tauchte ebenfalls unter. Er konnte sehr lange unter Wasser bleiben und das tat er auch. Er tauchte nach links ab, schwamm etwas weg und verhielt sich dann ganz still, damit keine Wasserbewegung oder verräterische Luftbläschen ihn verraten würden.
Kathryn wartete. Doch nach einer Weile wurde sie unruhig. Was wenn etwas passiert ist?, fragte sie sich und tauchte ebenso unter. Das Wasser war klar und sie sah sich um. Sie schwamm ein wenig umher, bis sie ihn entdeckte. Sie tauchte auf, um Luft zu holen, dann tauchte sie wieder unter und schwamm mit schnellen Zügen zu ihm.
Chakotay hatte sie natürlich bemerkt und war pfeilschnell weggetaucht und lauerte nun hinter ihr. Gerade als Kathryn wieder untertauchen wollte schoss er hinter ihr hoch, packte sie an der Taille und mit dem Schwung, der er drauf hatte, warf er sie ein Stück in die Luft.
Kathryn erschrak zunächst und schrie auf, doch dann merkte sie, wer sie gepackt hatte und nachdem sie recht unelegant und mit lauten Platsch wieder im Wasser gelandet war und aufgetaucht war, sah sie ihn gespielt böse an. "Chakotay! Das war nicht fair", meinte sie und begann, ihn mit Wasser zu bespritzen.
Chakotay lachte und tauchte wieder weg um erstens ihren Spritzern zu entgehen und zweitens, um einen neuen Angriff zu starten. Diesmal schlang er seinen rechten Arm um ihre Taille und hielt sie über Wasser fest, so dass sie ihn nicht mehr anspritzen konnte. "Geben Sie auf, Kathryn!" meinte er und wartete, bis zu aufgehört hatte zu zappeln.
Kathryn lachte und strampelte, doch ging ihr die Puste aus und sie mußte sich "ergeben". Während sie ruhig dalag, hatte sie ihren Kopf nach hinten gelehnt, so dass sie sich an Chakotay lehnte. Sie lächelte und fühlte sich plötzlich geborgen und sicher in seinem Arm. Sie erlaubte sich selbst ein paar Sekunden dieses Gefühls, bis sie sich langsam aus seinem Griff befreite. Während sie ihn ansah, machte sich eine seltsame, unangenehme Stille breit. "Das Essen müsste doch nun fertig sein, oder?", fragte sie, um die Stille zu durchbrechen.
Chakotay war völlig in diesem Moment versunken und sein Blick hatte sich in ihren Augen verloren. Er brauchte einen Moment um in die Wirklichkeit zu finden nach dieser Frage. Die Stimmung platzte, wie eine Seifenblase. "Was?" hauchte er. Dann schien er sich wieder zu erinnern. "Der Fisch! Oje, hoffentlich ist er nicht zu fertig." Er schwamm rasch zum Ufer und schaute nach dem Fisch. Erleichtert meinte er: "Wenn ich's nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, sie haben einen internen Chronometer. Das war absolut perfektes timing, der Fisch ist genau richtig. Kommen Sie." Damit legte er Kathryn einen Fisch und etwas Gemüse, das er mitgebracht hatte, auf einen Teller und hielt ihn ihr hin. Er selbst probierte auch gleich und befand das Essen als durchaus schmackhaft.
Kathryn sah ihm nach, wie er schnell zum Ufer schwamm. Sie kam nicht umhin festzustellen, dass er ein faszinierender Mann war und dass sie es genossen hatte, sich in diesem Moment so fallen zu lassen, wie schon lange nicht mehr. Sie folgte ihm an das Ufer und nahm den Teller entgegen.
"Es duftet hervorragend", lobte sie und begann zu essen. "Und es schmeckt auch so", fügte sie hinzu und nahm auf ihrem Handtuch Platz und genoss das Essen.

Als sie mit Essen fertig waren, legte Chakotay sein Handtuch neben das von Kathryn, legte sich drauf und genoss noch etwas Abendsonne.
Kathryn blieb sitzen und zog die Beine an den Körper. Sie sah verträumt auf den Fluss und dachte daran, wie es sich angefühlt hatte, in seinem Arm zu liegen. Es war schön gewesen, angenehm und beinahe schon vertraut.
Chakotay drehte sich zur Seite und sah sie an. Sie sah einfach wundervoll aus in ihrem Bikini. Sein Blick glitt an ihren Beinen entlang, dann wieder zu ihrem Oberkörper. Schließlich landete er in ihren Augen, die ihn geradewegs ansahen.
Verlegen schaute Chakotay weg und meinte: "Es war ein wunderschöner Ausflug, ich würde das gerne wiederholen. Was meinen Sie?"
Kathryn konnte nicht anders, sie mußte grinsen.
"Sehr gern Chakotay", erwiderte sie und streckte die Beine. Mit ihren Armen stütze sie sich hinter sich ab und legte sich etwas bequemer hin. "Es war eine wunderbare Idee", lächelte sie ihn an.

"Das freut mich zu hören", meinte er und legte sich dann auf den Rücken, schloß die Augen und döse gemütlich in der Abendsonne.
Nun war es Kathryn, die ihn betrachtete. Das Licht der Abendsonne tauchte seine Haut in einen faszinierenden dunklen Goldton. In ihr tauchten plötzliche Gefühle auf, die sie schon lange unterdrückt und besiegt geglaubt hatte: zum einen die Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit und zum anderen Verlangen.
Verlegen sah sie wieder weg und über den Fluss. Die Abendsonne versank mit rotem Licht und es wurde plötzlich merklich kühler, der Wind wurde ein wenig stärker und sie fröstelte. Sie schlang ihr Handtuch um sich, da ihr noch feuchter Bikini nicht wirklich Schutz gegen die kühle Luft bot.

Chakotay merkte ebenfalls, dass es kühler wurde und wie er vom Wind eine Gänsehaut bekam. Er öffnete die Augen und sah Kathryn neben sich frösteln. Sofort rollte er sich von seinem Handtuch herunter und schlang es ebenfalls um sie. Er legte es von hinten über ihre Schultern und da der Wind gerade nicht aufhören wollte, hielt er noch seine Arme um sie geschlungen damit sie es noch wärmer hatte.
Kathryn, die noch immer fasziniert und ein wenig verzaubert von seinem Anblick in der goldenen Abendsonne war, schloß einfach nur die Augen und lehnte sich gegen ihn. Sie spürte seine Wärme durch die Handtücher hindurch und seufzte leise auf. Ihre unterdrückten Gefühle wurden plötzlich stärker, so stark, daß sie Angst bekam.
Abrupt richtete sie sich auf und erhob sich. "Danke sehr...", meinte sie leise zu ihm, sah ihn dabei jedoch nicht an. "Wir.. wir sollten langsam zurückkehren", fügte sie noch hinzu und suchte ihre Sachen zusammen.

Chakotay, der von ihrem plötzlichen Aufbruch überrascht war, erhob sich ebenfalls und meinte: "Natürlich, es ist auch schon spät. Er wollte ihr ihr Handtuch abnehmen und berührte dabei ihre Hand. Eine Gänsehaut kroch ihm über den Rücken und er hielt sie etwas länger als nötig, bevor er das Handtuch abnahm und in seiner Tasche verstaute. Dann zog er seine Sachen an und nach ein paar Minuten war nur noch die Feuerstelle Zeuge, dass hier Menschen gewesen waren. Er wartete, dass Kathryn sich ebenfalls angezogen hatte, dann ging er schweigend und nachdenklich voran.
Als er ihre Hand berührte, beschlich Kathryn ein seltsames Kribbeln im Magen und sie schloß für einen Moment die Augen. Sie kleidete sich ebenso schnell an und nahm dann ihre Tasche. Sie folgte ihm zur Behausung.
In ihrem Wohnraum angekommen hängte Chakotay die nassen Sachen zum trocknen auf und setzte sich dann an den Tisch, holte seine Ölkreide hervor und malte an seinem Bild weiter. Dabei blickte er immer wieder verstohlen zu Kathryn hinüber und jedes mal wenn er sie ansah, meinte er einen kleinen Schmetterling im Magen fliegen zu haben.
Kathryn suchte sich ihre Aufzeichnungen und legte sich diese zurecht, um sie noch einmal durchzusehen. Doch ihre Gedanken kreisten immer wieder um den angenehmen Nachmittag mit Chakotay. Nach einer Weile legte sie die Padds wieder ab. Ein warmes Bad wäre nicht schlecht, dachte sie sehnsüchtig, doch schob sie den Gedanken beiseite. Hier gab es keine Badewanne.
Sie sah zu Chakotay hinüber. "Was zeichnen Sie da eigentlich?", fragte sie und machte es sich auf dem Stuhl gemütlicher

Chakotay blickte auf seine Leinwand und runzelte die Stirn. Ja, was malte er eigentlich? Er war mit den Gedanken so sehr bei Kathryn gewesen dass er gar nicht darauf geachtet hatte. Er legte den Kopf schief, kniff ein Auge zu betrachtete das Bild kritisch. Nun, die Farben harmonierten wenigstens, aber eine wirkliche Kontur gab es nicht... nun, vielleicht, mit viel Phantasie, wenn man das gelb dort unten vielleicht mit dem orange kombinierte... naja, warum nicht, dachte er und sagte dann fragend: "Ich glaube, es könnte ein Oktopus sein?" Er drehte das Bild ein Stück nach rechts und legte es dann mit einem Seufzen wieder hin. "Vielleicht besteht es aber auch doch einfach nur aus einer unbestimmten Ansammlung aus gelb, orange und violett", gab er dann zu. "Ich glaube, ich war einfach mit den Gedanken nicht bei der Sache."
Er betrachtete es noch einmal und sagte dann mit einem Grinsen: "Aber das Beige der Wand verschönert es allemal, oder?"
Kathryn begann zu lachen und besah sich das Kunstwerk. "Es ist auf jeden Fall besser, als alles, was ich fabrizieren hätte können", gab sie zu. "Aber Sie haben Recht, es macht sich gut an der Wand", sie zwinkerte ihm ein wenig zu.
Gut, dann mache ich es einfach noch zu Ende. Chakotay beugte sich wieder über die Leinwand und malte weiter.
Kathryn betrachtete ihn noch eine Weile. Ein wenig nagte die Neugier an ihr und sie wunderte sich, woran er wohl gedacht haben mag. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus. "Woran dachten Sie denn vorhin?", fragte sie ihn wie nebenbei, während sie sich vom Stuhl erhob und ihn an den Tisch schob. Die Padds legte sie wieder beiseite, einen klaren Gedanken konnte sie heute sowieso nicht mehr fassen
"Wollen Sie das wirklich wissen?" fragte er um etwas Zeit zu gewinnen. "So, ich bin fertig", sagte er rasch und hielt Kathryn sein Kunstwerk zur Begutachtung hin. "Und? Soll ich lieber noch eine Erdbeere in die Mitte malen?" fragte er.
Sie nahm ihm das Bild ab und begutachtete es. "Keine Erdbeere", erwiderte sie lächelnd. "Sonst bekomme ich immer Hunger auf Erdbeeren", fügte sie erklärend hinzu und hielt das Bild an die Wand. "Soll es hierhin?", fragte sie ihn. "Oh und ja, ich würde es wirklich gern wissen, wenn es kein Geheimnis ist."
Chakotay seufzte in sich hinein. Er blickte ihr geradewegs in die Augen. "Ich mußte an den schönen Nachmittag mit Ihnen denken, Kathryn." Schweigend wartete er ab wie sie auf diese Wahrheit reagieren würde.
Kathryn mußte sich schon fast zwingen, nicht nach unten zu sehen, sondern den Blick in seine faszinierenden dunklen Augen zu erwidern.
"Es.. war wirklich sehr schön", gab sie leise zu und legte das Bild wieder ab. Sie spürte, wie ihr die Röte in die Wangen schoss, als sie sich an ihre verwirrenden Gefühle erinnerte. Hier in ihrer Behausung waren die Gefühle vom Fluss etwas abgeklungen, doch ließen seine dunklen Augen sie wieder aufwallen.

Chakotay stand auf ohne den Blickkontakt zu ihr abzubrechen und ging zu ihr. "Kathryn", flüsterte er und wagte, ihr über die Wange zu streicheln.
Kathryn verlor sich kurz in seiner Stimme und genoss die Berührung. Das Kribbeln in ihrem Magen wurde immer stärker und weitete sich auf ihre Handflächen aus. Sie schloß die Augen.
Chakotay nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände, schloß ebenfalls seine Augen und küsste sie hingebungsvoll.
Ihre Lippen zitterten, als sie seinen Kuss zögernd erwiderte. Ihre Knie wurden weich und sie schlang die Arme um seinen Nacken. In ihr wallten plötzlich all die unterdrückten und verborgenen Gefühle auf, an die sie all die Zeit als Captain nicht dachte oder hatte denken können, geschweige denn empfinden.
Sie vertiefte den Kuss und strich mit ihren Händen seine Schultern entlang, zu seinem Oberkörper.

Chakotay glaubte seinem Glück nicht zu trauen. Eigentlich hatte er mit einer Ohrfeige gerechnet, er hatte gerade verdammt viel gewagt und es hatte sich ausgezahlt! Endlich hatte er seine Kathryn in seinen Armen. Er legte seinen einen Arm um ihre Taille und zog sie ganz nah zu sich heran. Die andere Hand hatte er in ihrem wundervollen Haar vergraben und spielte mit einer Haarsträhne. Er wollte sie gar nicht mehr loslassen.
Ihre Finger ertasteten seine Muskeln und folgten ihnen. In ihr wallte Verlangen auf und drohte, sie zu überwältigen. Atemlos unterbrach sie den Kuss und sah zu ihm hinauf. "Wa... warte bitte...", flüsterte sie zitternd.
Chakotay hielt sofort inne. "Kathryn, es tut mir leid, ich... bin wohl zu weit gegangen." Sofort ließ er sie los und trat seinen Schritt zurück. "Ist alles in Ordnung?"
Kälte umhüllte sie, als er sie losließ und sie fröstelte.
"Nein!", erwiderte sie schnell. "Ich.. meine Ja... es ist alles in Ordnung", korrigierte sie sich schnell. "Und nein, Du bist nicht zu weit gegangen", gab sie leise zu. Ihr Atem ging schwer, als sie ihn ansah. Langsam ging sie auf ihn zu und umarmte ihn. "Es ist nur so... wenn... wenn...", sie stockte. Es war ihr einfach zu peinlich, ihre Gefühle zuzugeben.

"Wenn was Kath?" fragte er und strich ihr wieder über die Wange.
Kathryn schloß ihre Augen. Blut schoss in ihre Wangen.
"Wenn.. wenn...", begann sie, doch dann brach sie ab. Sie öffnete ihre Augen und sah ihn direkt an. "Chakotay...", flüsterte sie und lehnte sich nahe zu ihm. "... ich würde heute zu weit gehen...", flüsterte sie in sein Ohr.

Chakotay schlecht seine Arme um sie und legte sein Kinn auf ihre Schulter. "Bitte Kath, spiel keine Spiele mehr mit mir. Ich habe Dich in dem ersten Moment geliebt, als Du uns auf die Voyager gebeamt hast, tu mir das nicht an. Du bist kein Captain mehr, die Voyager ist weg und wir sind hier für immer allein, stoß mich bitte nicht weg. Ich liebe Dich!" Zärtlich küsste er ihre Halspartie.
Kathryn lehnte ihren Kopf zurück und genoss seine warmen Lippen auf ihrer Haut. "Ich spiele keine Spiele", flüsterte sie leise und fuhr mit ihrer Hand durch sein dunkles Haar. Sie schloß die Augen. "Ich liebe Dich auch", hauchte sie und strich mit ihrer Hand über seinen Rücken.
Chakotay lächelte glücklich und gab ihr noch einen lange Kuss. Als er sich von ihr gelöst hatte, glitten seine Hände an ihren Schulterblättern unter das Kleid und er streichelte sie am Rücken.
Kathryn stöhnte vor Genuss leise auf und sah ihm in die Augen.
Chakotay zog seine Hände wieder zurück, zog sie noch einmal zu sich heran, küsste sie und sagte dann, während er ihr noch über das Haar strich: "Noch nicht Kath, ich habe erst noch eine Überraschung für Dich."
Kathryn nickte. "Gern", erwiderte sie ihm. "Gibst Du mir einen kleinen Hinweis?", fragte sie neugierig noch nach.
Chakotay sah sie einen Moment nachdenklich an, sagte kurz und bündig "nein", und drückte ihr gleichzeitig einen Kuss auf die Lippen. Dann hob er sie einfach hoch und trug sie zu seinem Schlafeck. Er legte sie einfach auf sein Bett, sich selbst daneben und breitete die Decke über ihnen aus. Dann zog er Kathryn in seine Arme und streichelte ihr Haar.
Kathryn lachte leise auf, als er sie hochhob und schmiegte sich gegen ihn. Seine Worte von zuvor klangen noch in ihrem Ohr und in ihrem Inneren wusste sie auch, dass er recht hatte. Doch war da in ihr noch ein kleiner Funke Hoffnung, doch was war, wenn sie wirklich gerettet werden würden? Sie seufzte leise auf und wünschte ihre Gedanken würden endlich aufhören.
Sie kuschelte sich an Chakotay und schloß ihre Augen. Seine Nähe zu spüren war wundervoll und fühlte sich so richtig an. "Schlaf gut", flüsterte sie ihm leise zu.

"Du auch", sagte er und legte einen Arm über ihren Körper. Es dauerte nicht lange, bis er eingeschlafen war.

Ganz früh am nächsten Morgen wachte Chakotay mit dem Gedanken auf "es war nur ein Traum", doch dann spürte er Kathryns Körper unter seinem Arm und neben sich und sein Herz machte einen Freudenhüpfer. Es war kein Traum. Sie schlief noch tief und fest und er betrachtete sie noch einen Moment, wie sie so friedlich da lag und schlief, bevor er sehr behutsam und leise aufstand um endlich ihre Badewanne zum Haus zu schaffen. Er zog sich lautlos an, packte zwei Antigrav-Bahren und machte sich dann auf den Weg in den Wald.
Die Badewanne schien schon auf ihn zu warten und er hatte einige Mühe, sie auf die Bahren zu hieven. Doch er schaffte es und schob sie dann Richtung Hütte. Als er kurz vor der Waldgrenze war, schlich er zum Haus und schaute nach Kathryn. Er konnte sein Glück kaum fassen als er sie noch tief und selig schlummern sah. Dann holte er seinen Transport, stellte die Wanne 10m vom Haus entfernt auf und dann hieß es Wasser holen. Er benutzte dazu den Schlauch, der in den Containern mitgeliefert war und programmierte das kleine Heizgerät auf 33°. Er wusste dass Kathryn heißes Wasser liebte. Nach ein paar Minuten war es dann soweit und er klatschte übermütig die Hände zusammen vor Freude. Leise schlich er wieder zu seiner Schlafecke und weckte Kathryn mit vielen, sanften Küssen.
Nachdem Chakotay gegangen war, hatte sich Kathryn an seine Decke gekuschelt und weitergeschlafen. Für einen kurzen Moment wusste sie nicht, wie ihr geschah, doch dann erinnerte sie sich und schlag einen Arm um Chakotays Nacken. "So möchte ich immer geweckt werden", murmelte sie ihm leise zu und drehte sich auch den Rücken.
Als sie richtig wach war, stellte sie fest, dass er schon umgekleidet war und sah ihn ein wenig verwundert an. "Warst Du weg?", fragte sie ihn und setzte sich auf.

"Jepp. Und? Bist du bereit für Deine Überraschung?" fragte er.
Kathryn nickte aufgeregt wie ein kleines Kind und biss sich ein wenig auf die Unterlippe.
"Na gut, aber vorher musst Du mir versprechen nicht zu schmulen. Versprichst Du es?"
"Ich verspreche es hoch und heilig", erwiderte sie und legte sich eine Hand vor die Augen. "So?", fragte sie grinsend.
"Perfekt", erwiderte Chakotay und hob sie wieder hoch. "Nicht gucken!" warnte er noch einmal. Dann trug er sie bis 3m vor die Wanne, stellte sie so ab, dass sie mit dem Rücken zu Wanne stand, trat hinter sie und hielt ihr von hinten seine Hand über die Augen. Langsam drehte er sich mit ihr um und nahm dann die Hand weg. "Du darfst gucken", meinte er.
Kathryn öffnete langsam ihre Augen und glaubte nicht, was sie sah. Mit einem breiten Lächeln drehte sie sich zu Chakotay um und sprang ihm beinahe in die Arme. "Du bist wunderbar", flüsterte sie ihm zu und umarmte ihn stürmisch. "Vielen Dank!" Immer wieder küsste sie ihn übermütig.
Chakotay erwiderte ihre Zuneigungsbeweise und sagte dann schelmisch: "Ich hatte gehofft, ich dürfte sie mit Dir zusammen einweihen?"
Kathryn tat so, als müsse sie überlegen. "Kannst Du Gedanken lesen?", grinste sie ihn nach einer Weile des Wartens an.
"Du darfst zuerst hinein", sagte Chakotay und machte sich dran, ihr aus ihren Sachen zu helfen. Dabei nutzte er natürlich hin und wieder die Gelegenheit um sie zu berühren.
Kathryn ließ es sich natürlich nicht nehmen, ihrerseits Chakotay zu helfen und streichelte dabei immer wieder über seine warme und weiche Haut. Sie genoss seine warmen Hände auf ihrer Haut sehr und küsste ihn zwischendurch immer wieder.
"Wie wäre es jetzt, wenn Du ins Wasser steigst bevor es zu kalt wird?" raunte ihr Chakotay ins Ohr und küsste nebenbei ihre Halspartie.
"Wenn Du mich lässt..", erwiderte sie leise und kletterte in das warme Wasser. "Oh Chakotay, das ist herrlich...", seufzte sie auf und ließ sich tiefer in das warme Nass sinken.
"Rückst Du ein Stück? Dann kann ich auch rein", sagte Chakotay und stieg zu ihr ins Wasser.
Sie rutschte ein wenig und sah ihn dabei verstohlen an.
"Ah, das ist wirklich herrlich", sagte er und legte seine Arme um Kathryn. Seine Hände hatten bald ihr Brust gefunden und streichelten sie sanft.
Kathryn lehnte sich näher zu Chakotay. Wie unbeabsichtigt hatten es nun seine Hände leichter, ihre Brust zu streicheln.
Er kam der Aufforderung gerne nach. Nach einer Weile glitten seine Hände immer tiefer.
Kathryns Atem ging schneller. Auch ihre Hände begannen, seinen Körper zu erforschen.
Chakotay lief eine Gänsehaut über den Rücken. Er strich um Kathryns Bauchnabel und dann glitten seine Hände zwischen ihre Beine. Er küsste sie noch einmal und zog sie dann zu sich auf seinen Bauch. Seine Hände waren inzwischen wieder bei ihren Brüsten angekommen und sein hartes Geschlecht streifte sacht an Kathryns Beinen.
Kathryn blickte ihm tief in seine dunklen, faszinierenden Augen. Sie küsste ihn leidenschaftlich und vereinte ihren Körper mit seinem. Sie unterbrach den Kuss, um seinen Namen zu stöhnen.
Chakotay durchströmte ein Glücksgefühl und eine völlige Ekstase. Das war so viel besser als jeder Traum den er je von Kathryn gehabt hatte. Er liebte sie mehr denn je und hielt sie fest in seinen Armen. " Ne mohotatse", flüsterte er ihr liebevoll ins Ohr.
Kathryn schloß ihre Augen vor Genuss und Leidenschaft. Sie schlang ihre Arme um ihn und hielt sich an ihm fest. Sie bewegte sich ganz langsam auf seinem Schoß.
Chakotay stöhnte genüsslich auf und vereinigte sich ein weiteres mal mit Kathryn.
Erschöpft blieb er danach in der Wanne liegen, Kathryn noch immer auf sich und liebkoste ihren Hals und ihren Rücken. Nach einer Weile merkte er, dass Kathryn eine Gänsehaut am Rücken bekam und er selbst spürte nun auch den kühler werdenden Luftzug an seinen Oberarmen. "Vielleicht sollten wie lieber reingehen?" schlug er vor. "Das Wasser wird auch langsam zu kalt."
"Schade...", flüsterte Kathryn atemlos, doch spürte auch sie, dass es inzwischen merklich kühler geworden war. Sie erhob sich und kletterte aus der Badewanne und hüllte sich in ein Handtuch. Ein weiteres Handtuch hielt sie Chakotay hin und betrachtete ihn dabei.
Als Chakotay aus der Wanne gestiegen war schlang er sich das Handtuch um die Hüften, gab Kathryn einen Kuss und meinte: "Wer sagt denn, dass wir aufhören müssen? Ich hätte da noch ein sehr gemütliches, warmes und kuscheliges Plätzchen im Sinn..." Kathryns Finger folgten einigen Wassertropfen, die auf Chakotays Oberkörper abperlten und nach unten glitten, bis zum Rand seines Handtuches. "Und warum sind wir dann noch hier draußen?", fragte sie ihn verführerisch und biss sich auf die Unterlippe, während sie ihn ansah.
"Gute Frage, also gehen wir", meinte Chakotay, hob sie kurzerhand wieder hoch und trug sie direkt in seine Schlafecke. Den restlichen Abend verbrachten sie mit kuscheln, schmusen und küssen, und immer wieder schliefen sie miteinander. Schließlich war Kathryn fest in seinen Armen eingeschlafen und Chakotay lag einfach nur da, betrachtete sie und streichelte sie hin und wieder noch am Körper. Irgendwann fielen ihm dann auch die Augen zu.
Kathryn erwachte mitten in der Nacht und sah zu Chakotay hinüber. Lächelnd betrachtete sie ihn und dachte darüber nach, was an diesem Tag geschehen war. Und wieder erfüllte dieses wohlige Kribbeln ihre Magengegend und ihre Handflächen. Zärtlich strich sie Chakotay über die Wange und betrachtete ihn. Was heute geschehen war, hatte sie verändert und es war wunderschön und richtig. Schnell schmiegte sie sich wieder an ihn und versuchte, weiterzuschlafen.
Die nächsten Wochen waren die glücklichsten in Chakotay bisherigem Leben. Er hatte seine Kathryn für sich und beide unternahmen viele Ausflüge. Es schien Chakotay sogar, dass Kathryn ihr glühendes Interesse ein Heilmittel zu finden etwas verloren hatte. Sie arbeitete zwar immer noch hin und wieder an den Insekten aber viel mehr Zeit verbrachte sie nun mit ihm. Chakotay fühlte sich wie im Paradies.
Je länger beide auf New Earth blieben, umso mehr genoss es Kathryn, mit Chakotay zusammen zu sein. Es tat ihr gut, nicht mehr der Captain zu sein, sondern einfach nur eine Frau. Eine Frau, die mit dem Mann zusammen sein konnte, den sie liebte.
Ihre selbstgeschaffene Idylle wurde eines Tages unterbrochen, als Tuvoks Stimme aus ihren Kommunikatoren klang.

Chakotay stand neben ihr als ihre Combadges wieder zum Leben erwachten und Chakotay reichte ihr ihren rüber. Er hörte, wie Tuvok erklärte, dass es der Voyager gelungen sei ein vielversprechendes Heilmittel aufzutreiben und dass beide bald wieder an Bord geholt werden konnten. Ein dunkler Schatten legte sich über Chakotays Herz, was würde mit ihm und Kathryn passieren, wenn beide wieder auf der Voyager waren? Nur Captain und erster Offizier wie bisher? Das war sicher nicht das, was er wollte und wo er sicher war, dass er das auf Dauer nicht verkraften konnte. Jeden Tag neben seiner Geliebten sitzen, sie ansehen zu können aber nicht berühren... Chakotay fühlte sich plötzlich leer und ausgelaugt.
"Tja, dann werde ich mal mit dem Abbau der Außenanlage beginnen...", sagte er und ging nach draußen. Er brauchte einen Augenblick für sich, um sich sammeln zu können.
Kathryns Herz wurde schwer als Chakotay ging. Sie starrte wie gebannt auf den Kommunikator, doch dann fing sie sich wieder und folgte ihm.
"Chakotay?", fragte sie, als sie nach draußen trat, doch er reagierte nicht.
Er stand mit dem Rücken zu ihr. Sie ging zu ihm und umarmte ihn von hinten. Sie hielt ihn fest und legte ihre Wange an seinen Rücken. "Woran denkst du?", fragte sie ihn mit leiser Stimme.

Er seufzte, legte eine Hand auf Kathryns und meinte dann, immer noch von ihr weg gewandt, ebenso leise: "Ich denke daran, dass wir bald wieder auf der Voyager sein werden. Doch als was Kath? Als Captain und erster Offizier, so wie es immer war?" Er befreite sich aus ihrer Umarmung, drehte sich zu ihr um und sah ihr in die Augen. Dann sagte er mit ernster Miene: "Das ertrage ich aber nicht, Kathryn. Neben Dir zu sein, doch Dich nicht berühren zu können, Dich nur mit meinen Augen verschlingen, aber Dich nie mehr küssen können..." Er wurde immer leiser zum Schluss und strich mit seiner Hand über ihre Wange. "So wird es wieder sein, oder? Wenn Du wieder der Captain bist, dann kann ich nur noch Dein erster Offizier sein."
Eine einzige Träne lief über ihre blasse Wange. Zärtlich nahm sie seine Hand und küsste sie.
"So kann es nie wieder sein", flüsterte sie leise. "Mir geht es wie Dir, ich könnte nicht neben Dir sitzen, so als ob dies hier nie passiert sei." Kathryn seufzte auf. "Ich liebe dich und ich kann Dich nicht wieder verlieren, Chakotay." Sie küsste ihn sanft auf die Lippen. "Ich gehöre Dir, egal ob hier oder auf der Voyager."

Chakotay glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. "Meinst Du das wirklich? Du bist bereit Dich gegen die Protokolle zu stellen?" Hoffnungsvoll blickte er Kathryn an. Doch in ihrem Blick lag so viel Liebe, dass er die Antwort schon vorher wusste.
In Kathryns Augen blitzte es schelmisch. "Ich bin dazu bereit. Und zu vielen anderen Dingen, von denen du noch keine Ahnung hast", erwiderte sie ihm. Sanft strich sie ihm über seine Wange. Ihre Finger folgten zärtlich den Konturen seiner Lippen. "Bist Du bereit, unser gemeinsames Leben auf der Voyager fortzusetzen?"
Chakotay konnte nicht anders als sie einmal herumzuwirbeln. Dann küsste er sie innig bevor er glücklich sagte: "Da fragst Du noch? Das ist alles, was ich je wollte! Ich liebe Dich so sehr, Kath."
Kathryn lachte glücklich in seinem Arm. "Lass uns packen und dann zurückkehren." Sie küsste ihn liebevoll, dann nahm sie seine Hand und zog ihn in die Behausung um zu packen.
"Schade, dass wir die Badewanne nicht mitnehmen können", meinte sie nach einer Weile und zwinkerte Chakotay zu.

"Nun, vielleicht kann ich Dich über den Verlust etwas hinweg trösten, wenn wir ab jetzt immer zusammen auf der Voyager baden?" meinte Chakotay schelmisch. "Und auf die vielen anderen Dinge, zu denen Du bereit bist, bin ich schon ganz gespannt."
Als die Voyager nach 3 Tagen in Transporterreichweite war, beamte das MHN auf den Planeten und begann mit der Behandlung mit dem Gegenmittel der Vidiianer.
Nach zwei weiteren Tagen, an denen bereits das meiste des Equipments schon wieder an Bord der Voyager war, konnte ihnen das MHN dann verkünden, dass sie von dem Virus befreit waren und zurück auf das Schiff konnten. Allerdings wollte der Doktor Kathryn noch einmal auf der Krankenstation sehen. Chakotay fand das ziemlich merkwürdig, daher fragte er, ob mit ihr etwas nicht in Ordnung sei. Doch das MHN wiegelte ab und meinte, er wolle die Gelegenheit gleich zu einem Jahrescheck nutzen, den der Captain letztens wieder einmal versäumt hatte. Chakotay war zufrieden mit der Erklärung und dann machten sich die drei bereit, um auf die Voyager zu beamen.
Wieder auf der Voyager begaben sich Kathryn und das MHN sogleich auf die Krankenstation. Der Doktor untersuchte Kathryn und sie merkte schnell, dass dies nicht die jährliche Untersuchung war.
"Doktor, stimmt etwas nicht mit mir?", stellte sie ihn direkt zur Rede.
"Nun Captain, ich habe gute Nachrichten für Sie", verkündete er und Kathryn sah ihn durchdringend an.
"Doktor, was ist es?", fragte sie ihn.
"Nun, Captain, ich gratuliere Ihnen, Sie sind schwanger".
Kathryn sah ihn einfach nur an, sie mußte diese Neuigkeit erst einmal verarbeiten.
Auf ihrem hübschen Gesicht erschien ein glückliches Lächeln. Sie umarmte den Doktor und eilte dann aus der Krankenstation, sie wollte zu Chakotay und ihm die gute Nachricht mitteilen. Einige Crewmitglieder sprachen sie an und berichteten ihr, wie froh sie doch seien, dass sie und der Commander wieder bei ihnen seien.
Es erschien Kathryn wie eine Ewigkeit, bis sie den Turbolift erreichte. Die Worte ihrer Crew schmeichelten ihr sehr und machten sie stolz und glücklich. Auf dem richtigen Deck angekommen, läutete sie nervös an Chakotays Quartier.

"Herein", rief Chakotay und seine Erwartungen wurden erfüllt. Kathryn stand vor seiner Tür. Doch warum lächelte sie so überglücklich? Egal warum, er musste ebenso lächeln, einfach nur, weil sie da war. "Endlich, komm rein", meinte er und fragte gleich: "Wie war's beim MHN?"
Anstelle einer Antwort umarmte sie ihn und schmiegte sich eng an ihn. "Ich liebe Dich", flüsterte sie ihm zu und zog ihn mit sich zum Sofa. Gemeinsam setzten sie sich und Kathryn nahm Chakotays Hände in ihre. Sie sah ihm in die Augen.
"Der Doktor hatte noch eine Nachricht für mich", meinte sie und lächelte Chakotay strahlend an. "Ich bekomme ein Baby."

Chakotay starrte sie ungläubig an. Dann wurde seine Ungläubigkeit von purer Freude ersetzt und er drückte Kathryn so fest, dass ihr fast die Luft wegblieb und überhäufte sie danach mit Küssen.
"Wir bekommen ein Kind? Ist das auch wirklich wahr?" fragte er immer wieder.
Kathryn lachte auf und versuchte, so viele seiner Küsse wie möglich zu erwidern. Sie hielt sein Gesicht in ihren Händen und sah ihm fest in die Augen. "Es ist wahr, Liebster." Sie nahm seine Hand und legte sie auf ihren Bauch. "Wir bekommen ein Baby", versicherte sie ihm.
Sanft strich er über ihren Bauch und meinte. "Du hast mich gerade zum glücklichsten Mann des Universums gemacht." Und nach einem Moment fragte er sie: "Kathryn Janeway, willst Du meine Frau werden?" Erwartungsvoll blickte er sie an.
Kathryn mußte nicht überlegen. "Ja Chakotay", erwiderte sie ihm zärtlich.
Chakotay war vor Glück schwindelig im Kopf. Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände, schaute sie an und bevor er sie küsste sagte er noch: " Ne mohotatse Kathryn, Ne mohotatse. Ich liebe Dich über alles."

ENDE