Kathryn Janeway
Sternzeit
54973.4
Ich kann es
irgendwie noch immer nicht richtig glauben, was in den vergangenen Stunden
alles passiert ist.
Erst
treffen wir auf diesen Nebel, in dem sich zig Borgkuben befinden. Dann die
Entdeckung des Wurmloches, was natürlich die Crew hocherfreut hat. Wenn nur
nicht die Borg da wären!
Eigentlich
lasse ich mich inzwischen nicht mehr so leicht von den
Borg abschrecken, was natürlich auch zum größten Teil Seven
of Nines Verdienst ist. Mit ihrer Hilfe sehe ich die Borg nicht mehr als starke Bedrohung an.
Dann die
weitere Entdeckung, dass es sich hier nicht einfach um ein ganz normales
Wurmloch handelt, sondern vielmehr um eines der wenigen Transwarpzentren,
welches uns direkt in den Alphaquadranten führen kann!
Und hier
ist wieder mein Dilemma. Ich kann meine Crew zurück nach Hause führen, und das
schneller als wir erwartet hatten. Oder ich könnte dieses Zentrum zerstören, um
den Borg in diesem Sektor nicht mehr die Möglichkeit zu geben, überall in die
Galaxie zu reisen. Und die Zerstörung eines großen Teils der Borg samt ihrer
Königin! Was für ein Triumph!
Aber hatte
ich nicht schon einmal vor solch einer Entscheidung gestanden? Damals als wir
mit Hilfe der Phalanx des Fürsorgers sofort wieder zurück in den Alphaquadranten
zurückkehren konnten. Oder die einmalige Chance, den Kazon
und anderen aggressiven Völkern den Zutritt zum Alphaquadranten ein für alle
Mal zu verwehren.
Damals
hatte ich mich für die Zerstörung entschieden. Was sollte ich jetzt tun?
Persönliches
Computerlogbuch
Kathryn Janeway
Nachtrag
Als ob die
Wunder kein Ende nehmen würden! Plötzlich taucht ein Shuttle durch ein
künstlich erzeugtes Wurmloch auf. Ein Shuttle der Föderation, und an Board bin
ich, 26 Jahre älter, als Admiral.
Und wieder
bin ich dazu gezwungen, Entscheidungen zu treffen. Admiral Janeway
bietet mir Möglichkeiten, unser Schiff so zu modifizieren, dass wir den Borg
trotzen können, mit denen wir sicher den Transwarpkanal
zum Alphaquadranten erreichen können.
Und sie hat
eine Möglichkeit, die Borg mit einem Virus zu
infizieren, so dass das Kollektiv langsam aber sicher zerstört wird.
Es klingt
alles so gut. Aber eines fehlt mir noch. Die Zerstörung des Kollektiv schön und
gut, aber was ist mit der Zerstörung des Transwarpzentrums?
Kann ich das erreichen und trotzdem meine Crew nach Hause führen?
Nach Hause.
Dieser Gedanke hat mich über 6 Jahre lang begleitet. Immer wieder habe ich
darüber nachgedacht, was ich machen würde, wenn die Voyager endlich den
Alphaquadranten erreichen wird.
Und
irgendwie habe ich den Gedanken recht schnell wieder beiseite geschoben. Ich wußte nicht, was mich erwarten würde. Und schließlich waren
wir auch so weit entfernt, dass es keinen Sinn machte, in Spekulationen zu
verfallen.
Aber jetzt
würde es Sinn machen. Die Erde war in greifbarer Reichweite.
Zu Hause.
Ich habe kein Zuhause mehr. Mark hat mich verlassen, er wohnt jetzt mit seiner
neuen Frau in unserem alten Haus. Ich werde nicht auf seiner Schwelle stehen
und zu ihm sagen: „Hallo Mark, ich bin wieder da!“
Ich könnte
in das Haus meiner Mutter ziehen. Nach ihrem Tod gehört es mir. Aber die
Aussicht, alleine in diesem großen Haus zu wohnen, erschreckt mich ein wenig.
Obwohl,
bin ich nicht in den ganzen letzten 6 Jahren immer alleine gewesen? Ich habe
doch nie jemanden an mich heran gelassen. Selbst nicht Commander
Chakotay, obwohl ich es nur allzu gerne getan hätte.
Die
Einsamkeit ist manchmal unerträglich. Aber es ist eine mir selbst auferlegte
Einsamkeit. Ich habe mich immer hinter Vorschriften und Protokollen versteckt.
Ich hätte sie brechen können, schließlich waren wir weit genug von der
Sternenflotte entfernt.
Aber ich
tat es nicht. Ich wählte die Einsamkeit.
Und jetzt?
Für einen Versuch ist es wahrscheinlich schon zu spät. So oft, wie ich ihn
abgewiesen habe, wird er mich jetzt auch nicht mehr haben wollen.
Ich habe
auch das Gefühl, dass sich zwischen ihm und Seven of Nine etwas anbahnt. Sie unternehmen in letzter Zeit sehr
viel zusammen.
Ich kann es
ihm wirklich nicht verdenken. Er ist auch nur ein Mensch, der sich nach
Zuneigung und Wärme sehnt.
Aber noch
wäre es nicht zu spät. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es noch keine
Beziehung zwischen den beiden. Aber soll ich es wirklich wagen? Vielleicht
bilde ich es mir auch nur ein, dass Chakotay mehr für
mich empfindet, als nur Freundschaft. Und doch, es hat einige Gelegenheiten
gegeben, wo ich es gespürt habe. Und wo ich nicht reagiert habe!
Schluss mit
Philosophieren und Selbstvorwürfen! Wenn ich wirklich Chakotay
für mich zurückgewinnen will, dann muß ich jetzt
handeln. Mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Schon bald muß
ich mich entscheiden. Für oder gegen den Alphaquadranten. Und bis dahin muß ich mit Chakotay gesprochen
haben.
*
Persönliches
Computerlogbuch
des 1.
Offiziers Commander Chakotay
Sternzeit
54973.4
Wir kommen
nach Hause! Ich sehe es vielleicht nicht so nüchtern wie Captain
Janeway, aber ich hege doch große Hoffnung, daß es klappen wird. Die Borg werden ein großes Problem
darstellen, aber die auf wundersame Weise aufgetauchte Admiral Janeway bietet Technologien an, die diesen Versuch nicht
scheitern lassen. Und mit Sevens Hilfe wird es uns
bestimmt gelingen.
Aber ich
kenne Kathryn viel zu gut. Sie wird bestimmt daran denken, dass wir hier
ebenfalls eine einmalige Chance haben, dieses Transwarpzentrum
zu zerstören. Die Borg könnten nicht mehr so schnell in jeden Teil der Galaxie
gelangen.
So hatte
sie doch auch bei der Phalanx des Fürsorgers entschieden. Gegen die Rückkehr
und für die Zerstörung.
Ich hoffe,
sie wird sich dieses Mal für unsere Rückkehr entscheiden. Nicht, dass ich
unbedingt nach Hause zurück will. Die Voyager ist inzwischen eine Art Zuhause
für mich geworden.
Aber
andererseits, was erwartet mich, wenn wir wieder zurück auf der Erde sind? Die
einzige Frau, die ich wirklich liebe, hat sich vor mir verschlossen. Mit ihr
werde ich keine Zukunft haben. Obwohl ich es mir so sehr wünsche.
Wie oft
habe ich es versucht, sie aus der Reserve zu locken, sie aus ihrem von ihr
selbst errichteten Gefängnis zu befreien. Aber ich konnte es nicht. Jetzt habe
ich aufgegeben. Ich will nicht immer nur abgewiesen werden.
Selbst wenn
wir wieder auf der Erde zurück sind, wenn es diese für sie so bindende
Kommandohierarchie nicht mehr gibt, wer garantiert mir, dass sie das jetzt auf
einmal berücksichtigt und auf mich zukommt.
Ich habe
aufgegeben, daran zu glauben.
Aber es
gibt jemanden, der mich nicht abweist. Jemand, der mit mir zusammen sein will. Seven. Sie ist eine wunderschöne und interessante Frau. Und
je mehr sie ihre Menschlichkeit zurückgewinnt, um so
attraktiver wird sie. Auch für mich.
Wir haben
uns ein paar Mal getroffen. Unverfänglich. Aber nur zu zweit. Vielleicht könnte
daraus auch Liebe werden.
Aber das
geht nur, wenn ich Kathryn nicht mehr sehe, sie nicht mehr um mich habe. Solange
wir noch zusammen an Board der Voyager sind, werden meine Gedanken bei ihr
sein.
Eigentlich
will ich das nicht, denn was nützen mir diese Gedanken? Meine Gefühle werden ja
doch nicht erwidert. Und doch sind sie da. Und solange sie da sind, hat eine Beziehung
zwischen Seven und mir keine Chance.
*
So hing
jeder der beiden seinen Gedanken und Sehnsüchten nach, währenddessen die
Voyager auf das Transwarpzentrum und damit ihrem
Schicksal zuflog.
Beide
hatten eine unruhige Nacht. Sie konnten nicht gut schlafen, weil diese kleine
Maschine in ihrem Kopf nicht zur Ruhe kam.
*
Am
nächsten Morgen wachte Kathryn Janeway völlig
gerädert, aber dennoch mit einem festen Entschluß
auf. Die Stunde der Wahrheit war gekommen. Sie durfte sich dieses Mal nicht
wieder hinter ihren Vorschriften verbarrikadieren. Es war ihre letzte Chance,
bevor die Voyager zum Zentrum gelangte. Und sie war
sich vollkommen sicher, dass es, wenn sie erst einmal wieder auf der Erde
waren, keine Gelegenheit mehr geben würde. Dann hätte Seven
of Nine gewonnen, und Chakotay
würde mit Seven glücklich werden, anstatt mit ihr.
Kathryn
ging zum Replikator, um sich einen Kaffe zu holen,
dann ging sie in ihre Schalldusche. Beides konnte zwar ihre Müdigkeit nicht
völlig vertreiben, aber wenigstens sah sie hinterher ein wenig besser aus.
‚Am
liebsten würde ich jetzt etwas Hübsches anziehen, aber das geht wohl leider
nicht‘, dachte sie resigniert. Wie konnte sie in ihrer Uniform Eindruck
schinden? Aber dann, Chakotay hatte sie über 6 Jahre
lang fast immer nur in Uniform gesehen. Das sollte doch jetzt wohl nicht an der
Kleidung scheitern!
Angespannt
und nervös verließ Kathryn ihr Quartier. ‚So habe ich mich zuletzt bei meiner
Graduierung auf der Akademie gefühlt‘, dachte sie und hoffte, dass ihr
möglichst wenige Personen über den Weg laufen.
Sie hatte
Glück, die frühe Stunde bewirkte, dass fast niemand unterwegs war. Jetzt stand
sie vor Chakotays Tür und strich sich noch mal die
Uniform glatt.
In Gedanken
ging sie die Worte durch, die sie sagen würde, wenn sie vor ihm stand.
‚Chakotay, ich hoffe, es ist nicht zu spät. Aber da ist
etwas, was ich dir sagen muss, bevor wir wieder zur Erde zurückkehren. Ich
liebe Dich! Ich liebe Dich schon seit langem, aber ich habe mich nie getraut,
mich dir zu offenbaren. Sag mir bitte, daß dies noch
nicht zu spät kommt!‘
Mit diesen
Worten war alles gesagt, jetzt würde es nur noch auf seine Reaktion ankommen.
Sie
wollte gerade den Türöffner betätigen, als ihr plötzlich Zweifel kamen. Was,
wenn er mich schon längst aufgegeben hat? Was, wenn er mich nicht mehr haben
will? Was, wenn er jetzt tatsächlich schon mit Seven
zusammen ist? Was, wenn sie jetzt gerade in seinem Quartier ist?
Mutlos ließ
Kathryn ihre Hand wieder sinken und starrte auf die Tür. ‚Wenn ich doch nur
dahinter blicken könnte! Sehen, in was für einer Stimmung er ist. Sehen, ob
jemand anderes bei ihm ist!‘
Ihre
Mutlosigkeit gewann Oberhand. Ihr Zögern verwandelte sich in Widerstreben. ‚Was
mache ich hier überhaupt? Ich bin doch nicht ganz bei Trost! Wenn mich jetzt
einer hier sieht!‘
Hastig
drehte sie sich um und machte sich auf den Weg zum Turbolift. Die kleine Stimme
im Hintergrund, die ihr sagte, dass sie damit ihre letzte Chance vergeudet
hatte, ignorierte sie beharrlich.
*
Auch Chakotay fühlte sich wie gerädert. In der Nacht hatten sich
in seinen Gedanken Kathryn und Seven gegenüber
gestanden. Er hatte versucht herauszufinden, wie seine Gefühle den beiden
gegenüber waren, für wen er mehr empfand. Kathryn hatte gewonnen. Zwar nicht so
eindeutig, wie es vor einiger Zeit vielleicht mal der Fall gewesen wäre, aber
sie hatte gewonnen.
Und das
hatte in ihm eine Erkenntnis reifen lassen. Er musste ein letztes Mal noch
einen Versuch wagen. Und zwar jetzt, bevor die Voyager das Transwarpzentrum
erreichte. Bevor Kathryn zu sehr mit ihrem Job als Captain
beschäftigt war und dann sowieso keine Gefühle mehr zulassen würde.
Schnell
sprang er in die Schalldusche, das Frühstück mußte
heute mal ausfallen, denn wenn er Kathryn noch vor Schichtbeginn erwischen
wollte, musste er sich tüchtig beeilen. Sie war immer äußerst pünktlich.
Auch Chakotay wünschte sich etwas anderes anziehen zu können als
die Uniform. Allerdings wollte er nicht wie Janeway
mit seiner Kleidung beeindrucken, er wünschte sich nur etwas Bequemes, in dem
er sich wohl fühlte. Aber das ließ sich jetzt nicht ändern.
Irgendwie
schlich sich jetzt auf einmal Seven in seine Gedanken
ein. Ob sie wohl sehr verletzt wäre, wenn er es tatsächlich schaffen würde, mit
Kathryn zusammenzukommen? Aber andererseits, sie hatten sich lediglich nur ein
paar Male ganz zwanglos getroffen. Zwischen ihnen war noch nichts passiert.
Sollte Seven jedoch verletzt sein, dann würde er es
ihr erklären, und er war sich sicher, dass sie es auch verstehen würde.
‚Wenn..., wenn sie mich überhaupt an sich heran läßt‘,
dachte er.
Aber Chakotay verließ nicht der Mut. Er strich noch einmal seine
Uniform glatt und ging zur Tür.
„Computer,
Licht aus“, befahl er. Das Licht ging aus, und er trat in den Flur. Er wandte
sich in Richtung Kathryns Quartier und konnte gerade noch einen Schatten
erkennen, der in Richtung Turbolift verschwand. Aber er sah ihn lange genug, um
zu erkennen, dass es ihre Silhouette war, die er da sah. Er hatte sie
schließlich über die Jahre lange genug beobachten können, dass er sie überall
sofort wiedererkennen würde.
‚Was macht
sie hier‘, schoß es ihm durch den Kopf. Er wunderte
sich jedoch nicht lange, sondern eilte ihr sofort hinterher.
„Kathryn“,
rief er ihr nach. Er hoffte, sie würde ihn noch hören und stehen bleiben. Vor
allem hoffte er aber, daß in diesem Moment niemand
anderes ihren Weg kreuzen würde.
*
Kathryn
schreckte ein wenig zusammen, als sie plötzlich ihren Namen hörte. Sie hatte
bemerkt, wie Chakotays Tür sich geöffnet hatte, und
hatte versucht, schnell um die Ecke zu verschwinden. Doch er hatte sie erkannt,
wie auch sie ihn überall sofort wiedererkennen würde.
Sie blieb
mit klopfendem Herzen stehen. ‚Sei jetzt kein Feigling‘, sagte ihre innere
Stimme.
‚Ich kann
nicht‘, antwortete sie gequält. Sie fing an, einen inneren Kampf auszufechten.
Einen Kampf, den sie schon tausende Male gefochten hatte. Einen Kampf, den sie
immer verlor. Doch dieses Mal kam sie nicht dazu, den Kampf zu Ende zu führen. Chakotay stand plötzlich vor ihr. Sie blickte ihn mit
großen Augen an, unfähig auch nur ein Wort zu sagen. ‚Bitte sag jetzt das
Richtige‘, flehte sie ihn in Gedanken an. ‚Mach bitte den ersten Schritt für
mich. Hilf mir!‘
*
Chakotay war erleichtert, als er um die Ecke kam und Kathryn dort
auf ihn wartete. Aber irgend etwas war anders an ihr.
Zunächst war es ihm nicht möglich, zu erkennen, was anders an ihr war. Er wußte, es lag an ihrer Stimmung. ‚Aber was genau...?“
Doch dann
fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Inzwischen kannte er sie schon
einigermaßen gut, um zu wissen, in was für einer Stimmung sie war. Und jetzt
merkte er, dass sie unheimlich angespannt und vielleicht auch ein wenig nervös
war. Diese Stimmung hatte sie jedoch nie, wenn sie ganz der Captain
war. Dann war sie immer Herrin ihrer Gefühle. Selbst in brenzligen Situationen
konnte sie nichts so einfach aus der Bahn werfen.
Aber in
diesem Moment war es ganz anders. Und Chakotay hatte
sie schon einmal so gesehen. Nämlich immer dann, wenn sie beiden
alleine waren, nicht dienstlich, denn dann trug sie ihre Captainsmaske.
Nein, immer wenn es privat wurde, wenn Gefühle mit ins Spiel kamen. Immer dann,
wenn sie ihre Gefühle verschloss, wenn sie nicht Mensch sein wollte.
‚Ich muss
sie wachrütteln, ich muss ihr klarmachen, dass sie Mensch sein kann, daß sie Gefühle haben darf.“
Und ohne
überhaupt darüber nachzudenken, wie er das in diesem Moment am Besten
bewerkstelligen könnte, nahm er sie einfach in seine Arme und küsste sie.
*
‚Er
durchschaut mich‘, fuhr es Kathryn durch den Kopf. ‚er erkennt mich genau. Er
weiß, was ich denke. Was soll ich nur machen? Am liebsten würde ich jetzt
weglaufen!‘
‚Nein, ich muß mich jetzt zusammenreißen. Ich bin schließlich hier der
Captain. Ich lasse mich doch nicht so schnell ins
Bockshorn jagen. Ich muß nur meine Gedanken ordnen.
So wie ich es immer tue!‘
Aber gerade
dazu kam sie nicht mehr. Denn plötzlich nahm Chakotay
sie in die Arme und küsste sie.
Erst wollte
sie sich wehren. Aber dann siegte doch die Kathryn in ihr, die in Chakotay verliebt war. Der Captain
verzog sich resigniert und ließ es einfach geschehen.
*
Nach
einer Weile trennten sie sich wieder. Chakotay hatte
bemerkt, wie sich Kathryns Widerstand langsam gelegt hatte und sie schließlich
seinen Kuss erwidert hatte.
Jetzt sah
er sie erneut an. Die Nervosität war verschwunden. Zwar wirkte sie noch etwas
angespannt, aber auch das legte sich ziemlich schnell wieder.
Keiner
sagte ein Wort. Aber es waren auch keine Worte notwendig. Beide wussten genau,
was der andere jetzt dachte. Alles andere war jetzt unwichtig. Das würde sich
mit der Zeit ergeben und klären.
Nach einer weitere Weile drehten sich beide um und betraten den
Turbolift, um sich auf den Weg zur Brücke zu machen.
Für beide
hatte das Wort „Zuhause“ plötzlich wieder eine angenehme Bedeutung erhalten.
Sie sahen der Zukunft rosig entgegen und empfanden die Hürden, die ihnen bis
dahin noch in den Weg gelegt würden als nicht mehr so schlimm. Gemeinsam würden
sie es schon schaffen!
*****