Kathryn und Chakotay hatten ihr wöchentliches Freitag-Abendessen diesmal ins Holodeck verlegt. Nun saßen sie beide auf sehr bequemen Sesseln an einem kleinen Couchtisch und probierten gerade das Dessert.
"Hm, Chakotay, das ist köstlich!" genüßlich leckte Kathryn die letzten Kaffeesahneeisreste vom Löffel.
"Irgendwie dachte ich mir doch, daß das Dessert ihren Geschmack treffen würde." grinste Chakotay sie an und löffelte den Rest seines Eises auf.
"Sie kennen mich zu gut." sagte sie schuldbewußt. "Darf ich noch eine Portion haben?" Sie schaute ihn wie ein kleines Kind an, das gerne einen Lolli haben wollte. Chakotay mußte Lachen.
"Na gut, aber nur noch eine Portion. Computer, eine Schale Kaffeesahneeis."
Kathryn strahlte ihn an, als er ihr die zweite Portion brachte. Nach nur wenigen Minuten hatte sie auch diese verputzt und stellte das Geschirr zurück in den Replikator. Dann kuschelte sie sich in ihren Sessel. Chakotay konnte nicht anders und stichelte: "Es sollte mich nicht wundern, wenn wir demnächst nur nach neuen Energiequellen für ihren Kaffee Konsum suchen müßten. Neue Planeten und Völker werden nebensächlich und auf die Außenhülle der Voyager könnten wir schreiben >Dieser Captain bremst nur noch für Kaffee<".
PATSCH !
Kathryn landete einen Volltreffer mit dem Kissen, daß sie nach ihm warf und wollte sich ausschütten vor Lachen. Chakotay war für einige Sekunden völlig perplex - hatte sie ihm wirklich ein Kissen ins Gesicht geworfen? Das durfte er nicht ungestraft lassen.
"Na warte. Computer, fünf Kissen direkt neben meinen Sessel generieren."
Kathryn war inzwischen aufgesprungen und suchte hinter ihrem Sessel Deckung. Doch leider etwas zu spät. Das Kissen traf ihr Hinterteil. Mit einem leisen Aufschrei fiel sie hinter den Sessel. Sie mußte sich auch Munition besorgen.
"Computer, 10 Kissen auf meine Position generieren."
Chakotay war inzwischen auch in Deckung gegangen und schon nach ein paar Sekunden entbrannte eine heftige Kissenschlacht.
"Chakotay, ergib‘ Dich, Du hast keine Chance gegen mich!" Sie hatte Mühe, vor lauter Lachen ihr Ziel zu treffen.
PLATSCH! Diesmal hatte es sie an der Schulter erwischt.
"Niemals," konterte ihr Gegner "gibt Du auf, ich kann besser treffen!"
"Das könnte Dir so passen." Sie brauchte irgendeinen Plan, einen Angriff von hinten wäre nicht schlecht.
PLATSCH! PLATSCH! PLATSCH! Gleich drei Kissen auf einmal flogen ihr entgegen. Na warte, dachte sie, das könnte Dir so passen, Angriff ist die beste Verteidigung. Sie sammelte so viele Kissen ein wie möglich, wartete auf eine kurze Feuerpause und sprang dann mit samt Munition aus ihrer Deckung hervor und lief einige Haken schlagend in Chakotay Richtung. Chakotay reagierte sofort, klaubte ebenfalls so viele Kissen wie möglich zusammen und rannte ihr entgegen.
PLATSCH! PLATSCH! PLATSCH! PLATSCH!
Die Kissen flogen hin und her. Da Chakotay einen kräftigeren Wurf hatte als Kathryn, geriet sie schon bald in Bedrängnis. Schließlich traf sie ein Kissen so ungünstig, daß sie zu Boden plumpste. Chakotay erkannte seine Chance sofort, legte sich auf sie drauf und hielt sie mit seinem Gewicht am Boden.
Das war allerdings ein schwieriges Unterfangen, denn erstens wehrte sie sich, so gut sie konnte und zweitens mußten beide so sehr lachen, daß Chakotays Kräfte nachließen.
Doch nach kurzer Zeit ließen auch Kathryns Kräfte nach.
"Also Kathryn - gib‘ auf, dann lasse ich Dich am Leben." grinste er sie an.
"Na schön, Commander, Sie haben gewonnen, aber geh‘ um Himmels Willen runter von mir, Chakotay!" prustete sie.
"Eigentlich finde ich diese Position sehr bequem." sagte er und sein Blick wurde ernst.
Kathryn hörte auf zu lachen. Sie blickte Chakotay tief in die Augen. "Chakotay, Du weißt doch, daß es uns nicht erlaubt ist... das Protokoll..."
"Kathryn Janeway," unterbrach er sie, "das Protokoll ist 60.000 Lichtjahre von uns entfernt, wir lieben uns aber hier und jetzt." Sein Gesicht kam näher. "Es kann keiner erwarten, daß Du 60 Jahre allein bleiben mußt...", sein Gesicht kam noch ein Stück näher "...nur weil jemand, der nicht im entferntesten an eine derartige Situation gedacht hat, es zu Papier gebracht hat. Und jetzt werde ich Dich küssen, danach kann mich Starfleet meinetwegen verklagen, die 60 Jahre bis zur Anklage werde ich jedenfalls mit Dir zusammen sein."
Seine Lippen waren nur Millimeter von den ihren entfernt.
"Chakotay,..." Kathryn rollten einige Tränen aus den Augenwinkeln, wie lange hatte sie diese Situation in ihren Träumen erlebt... sie hob ihren Kopf ein Stückchen an und ihre Lippen trafen zu einem langen Kuß zusammen. Er schmeckte süß, nach der Erfüllung aller Träume von ihm und ihr. Sie schlang ihre Arme um seinen Oberkörper, er umarmte sie ebenfalls.
Als sich ihre Lippen trennten schaute er sie etwas unsicher an.
"Bekomme ich jetzt lebenslänglich, weil ich meinen Captain und die Frau, die ich über alles liebe, geküßt habe?"
Kathryn sah ihn todernst an. "Ja. Lebenslänglich - aber mit der Frau, die auch Dich über alles liebt." Kathryn fing an zu lächeln. Chakotay brauchte einen Moment, um den Inhalt ihrer Wort zu erfassen. Dann strahlte er sie mit seinem schönsten Lächeln an. "Oh Kathryn, auf diesen Moment habe ich so lange gewartet."
"Nicht nur Du, Chakotay. Ich liebe Dich."
"Computer, Holodeck versiegeln." sagte Chakotay.
"Hey, nicht so stürmisch, was hast Du denn vor?" frage Kathryn neugierig.
"Meinen Sieg auskosten. Schließlich habe ich die Kissenschlacht gewonnen."
"Und wie möchtest Du Deinen Sieg auskosten?" fragte sie und schaute ihn verführerisch an.
"Hm, ich finde, auf den Kissen kann man wunderbar liegen und findest Du nicht auch, daß es hier drin etwas warm ist?"
"Ja, jetzt wo Du es sagst... aber dagegen kann man ja was tun."
Beide fingen an, sich ihrer Kleidung zu entledigen und .....