Author: Taya
Author's Note: das ist meine erste Story.....habt Nachsicht!

"Es ist zum Verrücktwerden!" Captain Kathryn Janeway vom Föderationsschiff Voyager versuchte zum x-ten Male die Tür zum Holodeck zu öffnen -ohne Erfolg. Ihr 1. Offizier Chakotay war zu clever. Er hatte sie mit einem komplizierten Code gesichert den sie einfach nicht knacken konnte. Da half sogar ihre Kommandoautorisation "Janeway-Pi-Alpha" nichts!
*Es muß doch eine Möglichkeit geben, da reinzukommen!! Ich könnte jemanden um Hilfe bitten, aber wen? Seven? Auf keinen Fall! Die stellt erst mal alles in Frage und diskutiert dann ewig rum. Harry? Der wäre sicher seinem Captain gegenüber sehr hilfsbereit, aber was soll ich ihm sagen, warum? Er bringt es fertig und berät sich noch mit seinem Freund Tom und dann....!?!
B´Elanna!! Das ist es! Die war auch beim Maquis und kennt Chakotays Tricks. Und plaudern wird sie gewiss nicht, sonst gibt es in Neelix` schiffsweitem Programm einen Beitrag mit Gerüchten aus der wilden Studienzeit einer Halbklingonin ...*
Sie tippt an ihren Kommunikator: "Janeway an Torres!" "Captain ich habe zu tun! Die Warpspulen...."
"Nicht jetzt! Der Auftrag, den ich für Sie habe , hat Priorität. Wir treffen uns in meinem Quartier."

=/\=

"Captain, habe ich Sie richtig verstanden, Sie wollen, daß ICH Chakotay reinlege?!" B´Elanna staunte nicht schlecht. "Darf ich fragen warum?"
"Äh..," Janeway wurde leicht rosa um die Nase "darauf möchte ich nicht so genau eingehen. Tun Sie´s als Freundschaftsdienst - wir Frauen müssen doch zusammenhalten - oder soll ich Ihnen eine dienstliche Anordnung erteilen?!"
B´Elanna grinste und kniff ein Auge zu." In diesem Falle müßte ich unserem Sicherheitschef Meldung machen , da es sich um eine Umgehung diverser Protokolle handelt..."
"B´Elanna...!"
" Keine Sorge , da läßt sich schon was machen. Das kostet aber ein Bißchen mehr gemeinsame Freizeit für Tom und mich." beruhigte sie B´Elanna. " Ich habe auch eine Idee...Allerdings spielt Tuvok dabei eine kleine Rolle - ohne daß er es weiß natürlich. So wirkt es auch glaubhafter."
"Darf ich dann erfahren was Sie planen?" wollte Janeway wissen.
"Also, ich dachte an Folgendes..." B´Elanna setzte ihr " Verschwörergesicht" auf und legte dann ihrem Captain den Plan dar.
"...dann machen Sie es so ! Aber sofort, Eile tut Not, er ist gerade schon wieder...äh..." Janeway verhaspelte sich.
"So neugierig, CAPTAIN ?" grinste die Chefingenieurin. "Ich sehe schon, das Wohl Ihrer Offiziere liegt Ihnen so sehr am Herzen, daß Sie sich auch um die richtige Gestaltung ihrer Freizeitaktivitäten sorgen...!"
" Lt. Torres!!" Janeways Blick sagte alles.
"Ist schon gut Captain, dann eben nur die des Ersten Offiziers...!"
"LIEUTENANT TORRES !!!" Es klang jetzt sehr warnend.
"Ich bin schon bei der Arbeit..." B´Elanna stürzte hinaus . Captain Kathryn Janeway folgte etwas gesitteter - soweit sie es konnte - und bezog wieder Stellung in nächster Nähe des Holodecks.

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Sie brauchte nicht allzulange zu warten. Chakotay schoß aus dem Holodeck - in recht legerer sommerlicher Freizeitkleidung.
"Verdammt, Tuvok" rief er in den Kommunikator, "haben Sie etwa keine Spur von dem Kerl der das Türschloß meiner Kabine geknackt hat? Riegeln Sie sofort alles ab! Meine Tagebücher! Wenn der Captain... Äh, vergessen Sie den letzten Satz! Ich bin schon unterwegs." Und schon war er verschwunden. Er hatte nur in der Eile zwei winzige Kleinigkeiten vergessen: das Programm zu beenden und die Tür zu verriegeln!
*Gute Arbeit, B´Elanna* dachte Janeway und huschte durch die Tür.
Drinnen fielen ihr fast die Augen aus dem Kopf, wie angewurzelt blieb sie stehen. Die einzige Holofigur die dort zu sehen war, saß in einem luftigen, romantischen Sommerkleid neben Picknickkörben auf einer Decke am Ufer eines ihr nur zu gut bekannten Flusses auf New Earth und sah aus - wie sie selbst. Sie glaubte es einfach nicht: dort saß Kathryn Janeway!!
"Das ist nicht zu fassen!" entfuhr es ihr. "Was denn?" Ihr Ebenbild schaute sie unschuldig an.
"CHAKOTAY! Dieser Bursche ist unmöglich!"
"Warum? Eigentlich sind Sie ja unmöglich. Was machen SIE hier wo ICH doch da bin!?!"
Kathryn stöhnte. "Neugierige, vorlaute Holofiguren - wo gibt es denn so was?"
"Aber ich bin doch nicht anders als das Original, ich wurde programmiert mich so zu verhalten wie Sie!"
Langsam stiegen Janeway die Nackenhaare hoch. "Wie bitte?!?" Sie stemmte die Hände in die Hüften, holte tief Luft und fragte dann: "Und was gehört noch zur Programmierung?"
"Na, alles was Chakotays Herz begehrt!" antwortete das Hologramm wahrheitsgemäß. Kathryns Augen wurden groß. "Alles was Chakotays Herz begehrt?" Sie traute ihren Ohren nicht. "Was soll ich mir denn darunter vorstellen?" Sie lächelte zuckersüß. Ebenso ihr Hologramm: "Nun ja, wir picknicken hier, machen uns einen schönen Abend, kommen uns näher und dann... - es ist eigentlich immer dasselbe..."
"Immer dasselbe..." Kathryn wußte nicht was sie sagen sollte. "Oh, verschwinde, Du Hologramm! Computer: Programm sofort beenden!"
Zum Glück hatte er das Programm nicht auch noch kodiert und der Computer gehorchte ihr."
Programm Chakotay 5 beendet." sagte die Computerstimme. Die Landschaft verschwand und mit ihr die Holojaneway.
*Dieser Schuft ! Mir gegenüber tut er so als könnte ihn kein Wässerchen trüben und hier, hier läßt er seiner Phantasie freien Lauf! Aber mal ehrlich - habe ich so etwas nicht immer insgeheim gewollt und mir nur nicht eingestanden? Bin ich jetzt etwa eifersüchtig auf ein Hologramm?*
Plötzlich lächelte sie. "Na warte, mein Freund, Du willst eine eigene Janeway? Du sollst sie haben! Wollen wir doch mal sehen, was Du so mit mir vorhast. Computer, Veränderung an Programm Chakotay 5 vornehmen, Autorisierung Janeway-PI-Alpha: Figur Janeway löschen, Programm starten."
Die Landschaft mit dem Fluß erschien wieder um sie herum, sogar die Körbe und die Decke waren da - aber diesmal nur eine Janeway, die Echte!
"Computer, repliziere die Kleidung für mich, die die Holofigur getragen hat!"
Vor ihr erschienen Kleid und Zubehör. In Windeseile zog sie sich um und versteckte ihre eigenen Sachen in einem kleinen Buschwerk in der Nähe.
"Computer, Meldung wenn Commander Chakotay sich der Tür nähert und - Sicherheitsprotokolle ausschalten!"
Kathryn setzte sich auf die Decke ,so wie sie ihre Doppelgängerin vorgefunden hatte, und harrte der Dinge die da kommen mochten.

=/\=

Lange brauchte sie nicht zu warten denn Chakotay kam zurück, sichtlich verwirrt über die Art der Unterbrechung. "Entschuldige Kathy, ich hatte etwas wirklich Dringendes zu erledigen." sagte er während er auf der Decke Platz nahm und sie einfach nur ansah. Kathryn wurde ein wenig nervös.
*Hat er mich durchschaut? Nein, er wartet sicher nur auf irgendeine Antwort. Also: Zusammenreißen und mitspielen! *Im nächsten Moment hatte sie sich wieder voll im Griff.
"Was gab es denn da so Wichtiges außer mir?" fragte sie schließlich mit einem unschuldigen Augenaufschlag und rückte ein Stückchen näher zu ihm heran.
"Oh, nichts was Dich wirklich interessieren würde..." hielt er sich bedeckt. "Aber Chakotay! Mich interessiert doch alles an Dir und was Du tust!" Janeways Blick in seine Augen wurde noch intensiver. Chakotay runzelte leicht die Stirn. *Komische Reaktion! Hab ich sie so programmiert?*
*Ups!* dachte Kathryn. *Vorsicht, nicht übertreiben, sonst merkt er es noch. Einfach ruhig sitzenbleiben und ihn anlächeln. Nicht vergessen: Du bist ein Hologramm!*
*Hm,* der erste Offizier der Voyager schüttelte leicht den Kopf. * Deine Phantasie geht mit Dir durch. Das ist ein Hologramm, eines das Du selber kreiert hast! Allerdings in einigen Punkten wohl zu nahe an der Realität!* Er lächelte: "Ich hab da ein kleines Geheimnis und wollte nur schnell nachsehen, ob ich alles gut weggeschlossen habe."
"Etwas für mich?"
"Pst," er legte den Finger auf den Mund, "nicht so neugierig, Kathryn Janeway!" Sie gab sich Mühe enttäuscht zu wirken: "Ach, wie schade, muß ich noch lange darauf warten?" aber in ihren Gedanken klang es anders: * Soso, kleines Geheimnis weggeräumt... dreist flunkern kann er auch. Mal schauen, welche Überraschungen sich mir heute noch bieten werden.*
Chakotay berührte sanft ihren Arm. "Komm, laß uns nicht mehr darüber reden und da weitermachen wo wir aufgehört haben."
--Keine Reaktion, nur zwei groß aufgerissene Augen, die ihn entgeistert anblickten. Er sah sie fragend an: "Na, unser Essen!"
-- Aufatmen auf Seiten Kathryns. "Ach ja, das Picknick!" Sie lachte erleichtert, "deswegen sind wir ja hier."
Er fing an, einen der Körbe auszupacken und den Inhalt auf der Decke zu verteilen. "Kannst Du mir mal das Besteck rübergeben?" fragte Chakotay ohne sich zu ihr umzudrehen. Kathryn suchte herum.
"Kathy, das Besteck!" Er hielt inne und schaute sie an.
"Es ist in dem kleinen Korb, wie immer."
"Ach ja, hier ist es!" Sie reichte es ihm und als sich dabei ihre Hände berührten, ließ sie es beinahe fallen.
*Was ist bloß mit diesem Hologramm los? Wieso hat es plötzlich diese kleinen Störungen, es benimmt sich so seltsam.* Er schüttelte abermals leicht den Kopf und setzte sich. Kathryn und Chakotay probierten, was die Küche zu bieten hatte während sie sich angeregt über die kleinen Vorlieben und Schwächen unterhielten, die ihnen am anderen so auffielen. Chakotay hatte das Thema vorgeschlagen und Kathryn war ganz unbefangen darauf eingegangen - schließlich war sie ja hier nur eine Holofigur...
"Weißt Du, Kathryn Janeway," begann Chakotay als sie mit dem Essen fertig waren, "es macht richtig Spaß, mit Dir zu plaudern." Er legte die Serviette weg und rutschte ein wenig näher an sie heran. "Aber sich nur zu unterhalten, an diesem schönen Abend, hier am Fluß..."
Kathryn rutschte in die andere Richtung.
"Ich beiße nicht, das weißt Du doch." grinste Chakotay und unternahm einen weiteren Versuch auf Tuchfühlung zu gehen, diesmal nicht so zögerlich. Ehe sie sich versah, saß er dicht neben ihr und hatte den Arm um sie gelegt.
*Ich muß wohl mitspielen.* seufzte sie innerlich. Sie lehnte sich an ihn und fuhr zärtlich mit ihrer linken Hand über seine rechte die auf ihrer Schulter lag. "Ist das nicht ein herrlicher Sonnenuntergang Chakotay?" fragte sie mit leicht unsicherer Stimme.
*Da ist es wieder ! Irgendetwas stört mich heute Abend an diesem Hologramm. Sonst hatte ihre Stimme doch nie so seltsam geklungen.* Während Janeway den Himmel betrachtete und in seinen Armen, wie sie meinte, nur unmerklich zitterte, sah er sie leicht verstohlen von der Seite an. Irgendwie wirkte DIESE Kathryn richtig echt, fast zu echt!
"Wir sollten diesen Abend so richtig genießen. Ich hab da noch eine Flasche Cidre, die werde ich schnell holen. Bleib Du nur hier sitzen, ich bin sofort wieder da." Mit diesen Worten erhob er sich und machte sich auf in Richtung ihrer Unterkunft. Wie es der Zufall so wollte, stolperte er fast über ein Paar Stiefel die hinter einem Busch standen, um den er gerade herumging. Verwundert blieb er stehen und bückte sich - woraufhin er auch noch eine schwarze Hose, eine schwarz-rote Uniformjacke, einen grauen Pulli und diverse andere Kleidungsstücke entdeckte.
*Wie um alles in der Welt kommt DAS hierher?* waren seine ersten Gedanken, doch dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: "Das darf doch nicht wahr sein!* Verstohlen schaute er zum Ufer hinüber. Sie saß noch da und betrachtete das Farbenspiel, das sich ihr bot. Schnell hatte er 1 und 1 zusammengezählt: *Das ist kein Hologramm, das IST Kathryn!! Wie hat sie das nur wieder angestellt? - Der Alarm!* durchfuhr es ihn. *Sicher, sie muß ihn als willkommene Gelegenheit genutzt haben hier hereinzugelangen. Aber woher wußte sie davon und warum war sie gerade in der Nähe ... hat sie mir etwa aufgelauert? Und dann dieser Zufall... NEIN! Sie hat es inszeniert!!! So etwas raffiniertes, na warte ... Jetzt wirst Du gleich einmal sehen was es heißt, sich mit mir in dieser Simulation zu befinden! Scheinbar bist Du dem allen ja gar nicht so abgeneigt, sonst wärst Du nicht hier. Hab ich Dich doch noch erwischt mit Deinen versteckten Gefühlen...*
Ein verschmitztes Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. Chakotay vergewisserte sich, daß sein Captain noch nichts bemerkt hatte, schob dann die Uniform etwas tiefer ins Gebüsch und machte sich auf den Weg zum Computerterminal, wo er sich eine Flasche Cidre und zwei Gläser replizierte.

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"Da bin ich wieder Kathy, ich hoffe es hat nicht allzu lange gedauert..."
Chakotay kniete sich neben sie, stellte die Gläser ab und begann die Flasche zu öffnen.
Kathryn hatte sich inzwischen ein wenig entspannt und hielt ihm die Gläser hin. Sie sah ihm ins Gesicht und bemerkte sein zufriedenes Lächeln.
"Es ist ein schöner Abend..."
"Ja," antwortete er und stieß mit ihr an, "nur wir beide, ganz allein und ungestört. Endlich."
Fragend legte Kathryn den Kopf schief: "Ungestört? Endlich? Wie darf ich das verstehen?"
Sein Lächeln wurde breiter. "Wenn ich Dir das mal näher erläutern darf..." Er nahm ihr das Glas aus der Hand und stellte es zusammen mit seinem ab. Zärtlich strich er ihr über die Wange, übers Haar, verhielt dann in ihrem Nacken. Kathryn war unfähig sich zu bewegen und starrte nur unentwegt in seine dunklen Augen, die sie fast zu verschlingen schienen. Langsam zog er sie zu sich heran und gab ihr einen ersten Kuß. Völlig von ihren eigenen Gefühlen überrumpelt erwiderte sie ihn. Er drückte sie jetzt fester an sich, streichelte und küsste weiter und begann dann so ganz nebenbei die Knöpfe ihres Kleides zu öffnen. Da fand Kathryn Janeway schlagartig den Weg in die Wirklichkeit zurück.
*Was mache ich eigentlich hier!* durchfuhr es sie und sie versuchte sich seinen Armen zu entwinden.
"He, so haben wir nicht gewettet!" lachte er. "Du kannst doch nicht einfach aufhören, wenn es gerade am Schönsten ist! Du mußt schon mitspielen." Er hielt sie fest und legte sie mit sanftem Druck auf die Decke.
*Das muß ich wohl,* dachte Kathryn, *wenn ich nicht auffliegen will.* Laut sagte sie: "Oh ja, es ist nur so eine Art Spiel... ich wollte es Dir nicht zu leicht machen Chakotay." und zog ihn zu sich herunter. Jetzt war es an ihr, zu handeln. Sie schickte sich an sein Hemd zu öffnen - kein übler Anblick der sich ihr da bot und prompt ihren Puls in die Höhe trieb. Sie legte ihm ihre Hand auf die Brust, eine Geste die sie schon richtig verinnerlicht hatte. Nur daß sie in diesem Moment seine nackte Haut spürte und darunter sein Herz, das nun doch etwas schneller schlug.
*Was soll's Kathryn Janeway,* schalt sie sich selbst. *DU hast das hier doch angefangen, dann beende es auch! DU wolltest doch aus Neugier den Platz mit dem Hologramm tauschen, jetzt trage auch die Konsequenzen. Gib doch endlich Dir selbst gegenüber zu, daß dieses genau das ist, was Du Dir schon lange erträumt hast. Allein mit IHM! Außerdem hält er Dich für ein Hologramm... da kann Dir doch nichts passieren, egal was Du tust.* Kathryn traf eine Entscheidung - sie hob auch den anderen Arm und zog ihm sein Hemd ganz aus. Mit einem verführerischen Lächeln lud sie ihn dazu ein, dort weiterzumachen, wo er eben aufgehört hatte.
Chakotay nahm diese Einladung nur zu gerne an und knöpfte das Kleid immer weiter auf, schön langsam, einen Knopf nach dem anderen - und es waren viele Knöpfe! Sein Blick fiel auf zarte Spitzenunterwäsche, einfach atemberaubend.
Für einen Moment hätte er fast vergessen, was er eigentlich wollte, doch dann sagte er plötzlich mit lauter Stimme: "Computer, Programm Chakotay 5 beenden!"

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Die Szenerie veränderte sich schlagartig - anstatt auf einer Decke am Flußufer lagen Janeway und Chakotay jetzt auf dem kahlen Boden des Holodecks, allerdings immer noch in recht freizügiger Kleidung. Kathryn wurde abwechselnd blaß und rot - sie war durchschaut worden! Entsetzt fuhr sie hoch und raffte ihr Kleid zusammen. "Neugierde wird bestraft Kathryn Janeway!" lächelte Chakotay und küßte sie. "Schön, Dich so verlegen zu sehen. Aber so einfach kommst Du mir nicht davon. Laß mal hören, wie Du Dich aus der Affäre ziehen willst!"
Kathryn schluckte, kämpfte einen Moment mit sich selbst und antwortete: "Ich werde alles gestehen!"
"Also," Chakotay setzte sich in Erwartungshaltung im Schneidersitz vor sie. "Punkt 1: Wie bist Du hier hereingekommen? Punkt 2: Was hast Du mit dem Hologramm angestellt? Und Punkt 3: Warum?"
"Seit einiger Zeit hast Du immer wieder dieses eine Holoprogramm laufen lassen."
"Du schnüffelst hinter mir her?"
"Du hast Dich rar gemacht und da wollte ich nur sehen, was du so treibst. Als Captain habe ich doch die Pflicht, mich um das Wohlergehen meiner Crew zu sorgen..."
"Aye, Ma`am; das glaube ich Dir aufs Wort!" lachte Chakotay. "Sorgst Du Dich um ALLE auf die gleiche Weise?"
"Nun ja, weißt Du ..." stotterte sie und lenkte dann ab: "ich wollte einfach nur mal reinschauen, kam aber nicht auf dieses Holodeck weil Du die Tür verriegelt hattest - noch nicht einmal MEIN Autorisationscode funktionierte! Es könnte doch wer weiß was hier passiert sein... also habe ich jemanden gebeten, mir etwas behilflich zu sein und so kam es zu diesem kleinen Ablenkungsmanöver..."
"SOOO!" sagte er mit gespielter Strenge, "ein hinterhältiges, abgekartetes Spiel würde ich es eher nennen, was Du da getrieben hast!" - Da war er wieder, dieser verdächtige rote Schimmer auf Kathryns Gesicht.
"Hinterhältig würde ich es nicht gerade nennen, eher einfallsreich!" konterte Janeway, die jetzt langsam ihren Mut wiederfand. "Was kann ICH denn dafür, daß DU wegen dieses unbedeutenden Zwischenfalls Hals über Kopf losstürmst ohne das Programm abzuschalten und die Tür zu verriegeln? Jedenfalls staunte ich nicht schlecht, als ich plötzlich mir selbst gegenüberstand...!" Sie lächelte hintergründig "... und dann habe ich die falsche Janeway verschwinden lassen und durch die echte ersetzt. Warst Du damit nicht einverstanden?"
"Mehr als das!" kam es glücklich von ihrem ersten Offizier. "Du weißt, wie sehr ich Dich..." Hier brach er den Satz ab und fuhr gespielt schüchtern fort: "...und wenn ich nicht die echte Kathy haben kann..."
"...dann nimmst Du Dir einfach ein Hologramm!" ergänzte Kathryn den Satz, rückte nah an ihn heran und schaute ihm tief in die Augen. "Den Captain als Holofigur zu erschaffen ohne vorher zu fragen - ich müßte Dich eigentlich unter Arrest stellen, Commander Chakotay!"
"Jetzt lenk nicht ab! Eigentlich bist DU es doch die bestraft werden müßte!" grinste er und umfaßte ihre Handgelenke als wollte er ihr Handschellen anlegen.
"Und wie lautet die Anklage?"
"Zu große Neugierde, Captain!"
"Schuldig" bekannte sie und fragte keck: "Wie gedenkst Du, sollte die Strafe ausfallen?"
Chakotay beugte sich vor um sie zu küssen. "Da wird mir sicher etwas einfallen." flüsterte er.
Kathryn strahlte ihn an: "Aber nicht hier ... Computer, Programm Chakotay 5 wieder starten und Figur Janeway löschen - für immer!"
"Für immer?" Er mochte seinen Ohren kaum trauen.
"Ja, oder bin ich Dir als Ersatz für dieses Hologramm nicht gut genug?"
Sprachlos starrte er sie an.
"Ich werde auch jede Strafe auf mich nehmen." fügte sie leise hinzu. Dann begriff er und nahm sie zärtlich in die Arme während über ihnen gerade der Mond aufging...

-Ende-