Und wieder eine Co-Produktion von Christine und Kathryn. Die blauen Sätze stammen aus Christines Feder, die schwarzen hab ich produziert...

Chakotay materialisierte in Kathryns Quartier. Lächelnd atmete er ihr Parfum ein und legte die rote Rose auf ihren Tisch, zusammen mit einem Brief. Die Sicherheitsüberbrückung hatte funktioniert, niemand informierte den Captain, die Überraschung wäre also perfekt. Als er ihre Schritte auf dem Flur hörte, materialisierte er sich schnell in sein Quartier zurück.
Kathryn betrat nach 10 Stunden Brückendienst ihr Quartier und konnte es nicht erwarten, endlich unter die Dusche zu kommen. Sie wollte gerade ihre Uniform ausziehen und sich ihr Kleid angeln, als sie stutzte.
*Wo zum Teufel kommt die Rose und der Brief her?* überlegte sie verwundert, verschob die Dusche auf später und öffnete das Couvert.
In dem Couvert befand sich ein handschriftlicher Brief von Chakotay.
"Werte Kathryn, würden Sie mir die Ehre geben, mich um 10 Uhr auf dem Holodeck zu beehren? Es wäre mir eine Ehre, sie als meinen Gast zu begrüßen.
Hochachtungsvoll, Chakotay."

Kathryn runzelte die Stirn angesichts dieser merkwürdigen Mitteilung, nahm die Rose in die Hand und atmete ihren Duft ein. "Oh Chakotay, was hast Du jetzt wieder vor?" murmelte sie leise vor sich hin und holte eine Vase für die Blume. Die Karte stellte sie an die Vase und entschied sich dann für eine Dusche.

=/\=

Kurz vor 10 Uhr stand Kathryn vor dem Holodeck. Sie hatte sich für eine bequeme beige Hose und eine recht figurbetonte, dunkelblaue Bluse entschieden. Die Haare hielt sie an einer Seite mit einer Klammer zurück.
"Computer, ist das Programm aktiv?"
"Positiv. Sie können eintreten."
Die Türen glitten zur Seite und Kathryn trat ein.
Ein holografischer Kellner erschien: "Sind sie Madame Janeway?"
Kathryn sah ihn etwas verblüfft an, sagte dann aber zögernd: "Ja..."
"Bitte folgen Sie mir." Der Kellner verbeugte sich und führte sie durch ein altes französisches Restaurant. Lediglich ein paar Kerzen und ein großer Kronleuchter erhellten den Raum.
"Monsieur Chakotay erwartet Sie bereits." Sanfte Klavierklänge klangen durch den Raum, als sie sich Chakotays Tisch näherten. Chakotay stand auf, und lächelte Kathryn an. Er trug einen schwarzen Frack, ein weißes Hemd, einen roten Kummerbund und eine schwarze Fliege. Der Kellner rückte Kathryns Stuhl zurecht, damit sie Platz nehmen konnte.

"Danke." sagte sie und musterte dann Chakotay. "Also Chakotay, was ist los?"
Der Kellner füllte Chakotays Glas mit etwas Rotwein, Chakotay probierte und entschied sich dann für diesen Wein, der Kellner füllte nun auch Kathryns Glas. Dann gab er beiden die Speisekarten und verschwand. Chakotay lächelte Kathryn an. "Das wird erst später verraten." flüsterte er lächelnd.
Kathryn lächelte leicht und meinte dann: "Chakotay, Sie führen doch irgend etwas im Schilde, oder? Der Schalk sitz Ihnen im Nacken, ich weiß es!"
Er hob sein Glas zu einem Toast. "Auf ihr untrügliches Gespür." Er prostete ihr zu.
Kathryn stieß mit ihm an und probierte einen Schluck.
"Hm, Chakotay, ist das etwa echter Wein?"
Ein sanftes Lächeln umspielte seinen Mund. "Oui, ist es. Ich dachte, die Gelegenheit wäre günstig."
*Oha, Vorsicht Kathryn. Das ist echter Alkohol...* meldete sich eine Stimme in ihr.
"Was ist das denn hier für eine günstige Gelegenheit?" säuselte Kathryn und stellte ihr Glas wieder ab.
Und wieder war da dieses geheimnisvolle Lächeln. Und damit wandte er sich seiner Speisekarte zu. "Wählen Sie was immer Sie möchten. Sie sind eingeladen."
"Vielen Dank." Sie hakte nicht noch einmal nach und gönnte ihm das kleine Spielchen. Dann studierte sie die Karte und entschied sich wenig später für Coquelets à la crème d'avocats.
Der Kellner kehrte zurück. Chakotay ließ Kathryn zuerst bestellen.
Kathryn bestellte das Ausgesuchte und legte sie Karte dann weg.
"Chakotay, wo sind wir eigentlich hier?" fragte sie dann.
Chakotay bestellte für sich Magrets de Canard, als Apetizer eine Käseplatte und gab dem Kellner dann die Speisekarten zurück. Als der Kellner weg war, nahm er noch einen kleinen Schluck des Weines und sah sie dann an. "Wir haben heute ein Jubiläum, Kathryn..." flüsterte er.
Kathryn hob eine Augenbraue. "Ach? Und welches?" fragte sie.
Langsam stand er auf und ging zu ihr. Er stand vor ihr und nahm ihre Hand sanft in seine. "Heute vor 2 Jahren, da...."
Natürlich kam der Kellner grade jetzt mit ihrem Essen.

Kathryn zog ihre Hand zurück. Sie war etwas überrascht gewesen. Sie wartete, bis der Ober alles hingestellt hatte und dann wieder weg war. "Was war heute vor 2 Jahren?"
Chakotay dachte sich, vielleicht sei dies ein Omen und versuchte das Thema zu wechseln. "Bon appetite."
"Dito." antwortete Kathryn und probierte ihr Essen. Doch sie nahm eigentlich gar nichts vom Geschmack wahr. Sie überlegte, was vor 2 Jahren gewesen sein könnte, das Chakotay als Jubiläum ansehen könnte. Doch ihr fiel nichts ein.
Langsam stocherte er in seinem Essen herum. Nicht einmal der Wein schmeckte ihm mehr. Er seufzte tief und legte seine Gabel neben seinen Teller. "Kathryn..."
Kathryn sah auf. "Ja?" Erwartungsvoll sah sie ihm in die Augen.
Langsam begann er: "Heute vor 2 Jahren...." Und wieder platzte der Kellner dazwischen. "Hat ihnen das Essen geschmeckt?" - "Ja, hat es..." seufzte Chakotay und verdrehte die Augen.
Kathryn mußte lachen. Sie wandte sich an den Kellner. "Danke, das Essen war vorzüglich, aber dürfte ich Sie bitten uns nun allein zu lassen und vorerst nicht mehr zu konsultieren? Mein erster Offizier versucht schon seit 5 Minuten mir den Grund unseres Treffens zu erklären."
Der Kellner zog nur eine Augenbraue in die Höhe. "Verzeihen Sie bitte Madame. Ich versuche nur, ihr ergebener Diener zu sein." Mit diesen Worten stakste er beleidigt davon.
Kathryn kicherte vor sich hin. "Gut, daß es nur ein Hologramm ist. Also Chakotay, alle guten Dinge sind drei. Warum sitzen wir hier?"
"Weil.." Er hüstelte leicht. "Ich muß Ihnen etwas sagen, oder besser etwas zeigen.." Er stand langsam auf.
Kathryn zog kurz die Augenbrauen kraus, doch dann stand auch sie auf und folgte ihm.
Er führte sie langsam zur Tanzfläche. Ein langsamer Walzer wurde gespielt. "Darf ich um diesen Tanz bitten?"
"Chakotay, was ist los? Sagen Sie mir doch einfach, warum ich eigentlich hier bin..." Sie trat zu ihm und ließ sich auf die Tanzfläche führen.
Langsam nahm er sie in die Arme und tanzte mit ihr, sein Lächeln konnte nicht mehr schwinden, wie in Trance bewegte er sich mit ihr über die Tanzfläche, als die Musik stoppte, hielt er sie noch immer in seinen Armen, führte jedoch seine rechte Hand an ihre Gesicht und streichelte zärtlich über ihre Wange. "Kathryn.." Zärtlich flüsterte er ihren Namen.
Kathryn wich etwas zurück. "Chakotay? Ich hätte wirklich gerne jetzt gewußt, was eigentlich los ist." Sie trat einen Schritt zurück und sah ihn wartend an.
Er senkte seine Arme und sah zu Boden, so hatte er es nicht geplant. "Heute vor 2 Jahren. auf dem Planten, als sie beinahe starben....." Fast flehend sah er sie an.
"Was war da?" hakte Kathryn nach.
Er näherte sich ihr langsam. "Verstehen Sie nicht..?" Fast flehend griff er nach ihrer Hand.
Kathryn sah auf seine Hand und ihn dann an. "Was soll ich verstehen? Ich weiß nur, daß dieses Wesen, das als Admiral Janeway auftrat, mich fast in seine Matrix gebracht hätte. Was ist geschehen? Sagen Sie es doch einfach."
Chakotay nahm ihre Hand in seine und führte ihre zarte Hand an seinen Mund, überlegte es sich jedoch anders, und hielt sie nur in seiner Hand. "Als ich dachte Sie wären tot, da... da... wußte ich es...." Er sah nach unten auf ihre Hände. "Ich liebe dich." flüsterte er.
Kathryn zog ihre Hand nun ganz zurück und löste jeglichen Körperkontakt mit Chakotay. Sie seufzte: "Ach Chakotay..." langsam ging sie wieder zum Tisch zurück und setzte sich auf den Stuhl. "Ich dachte, wir hätten eine Vereinbarung bezüglich dessen getroffen."
Er drehte sich zu ihr, bleib jedoch stehen und sah hinunter: "Ich kann es nicht! Ich kann mich nicht an diese Vereinbarung halten!" Zärtlich nahm er erneut ihre hand und führte sie an sein Herz. "Fühlen Sie das? Fühlst du das?" flüsterte er.
Kathryn zog ihre Hand zurück. "Es war aber Ihre Vereinbarung, Sie haben mir die Legende erzählt und sagte, daß Sie meine Bedürfnisse immer in den Vordergrund stellen würden!"
"Das tue ich. Ich wollte Sie nur nicht länger anlügen.." Seine Hand, die eben noch ihre hielt, ruht noch immer auf seinem Herzen. "Es gehört Ihnen.."
Kathryn war den Tränen nahe. "Ich kann nicht. Es tut mir leid" flüsterte sie und verließ dann fluchtartig das Holodeck.
"Warte.." Doch sie war schon weg. Seufzend beendete er das Programm und ging in sein Quartier.
Auch Kathryn war in ihr Quartier gegangen, hatte sich auf die Couch gesetzt und fühlte sich furchtbar, weil sie Chakotay wieder einmal zurückgestoßen hatte.
Eine ganze Weile saß sie auf ihrer Couch und dachte über Chakotay, die Sternenflotte, ihre Situation und sich selbst nach. Doch wie so oft gewann der Captain in ihr den Kampf. Aber sie konnte und wollte es diesmal nicht bei diesem Ende belassen. Sie mußte ein für allemal Klarheit zwischen ihnen schaffen. Mit dieser Absicht machte sie sich auf den Weg zu dem Quartier von Chakotay. Als sie vor seiner Tür stand kamen ihr allerdings noch einmal Zweifel. *Wenn Du ihm jetzt alle Hoffnung nimmst, ist Dein Leben nichts mehr wert.* hörte sie eine Stimme. Unsicher drehte Kathryn sich um und wollte wieder zurückgehen um diese Zweifel wegzuwischen, doch da öffnete sich die Tür von Chakotays Quartier.
Chakotay hatte beschlossen noch einmal auf das Holodeck zu gehen um zu meditieren. Er trug eine weite helle Hose und eine Weste. Er verließ grade das Quartier als er Kathryn sah. Unsicher bleib er stehen. "Captain?
*Na prima, und nun?* dachte Kathryn. Verlegen strich sie sich eine Haarsträhne hinter das Ohr. "Chakotay... ich denke, wir sollten uns noch einmal unterhalten." sagte sie schließlich allerdings ohne zu wissen, was sie selber nun sagen sollte.
Chakotay blieb wo er war. "Noch einmal? Gibt es noch etwas zu bereden? Ich weiß was Sie sagen werden und bitte Kathryn, ich bin nicht stark genug es jetzt zu hören... lassen Sie mich noch eine Weile in dem Traum, so könnten mich ebenso lieben wie ich Sie liebe.." Mit diesen Worten drehte er sich weg und ging in Richtung Turbolift.
Das saß. Kathryn blieb stehen, unfähig ein Wort zu sagen. Als Chakotay verschwunden war wurde ihr erst klar, wie tief sie ihn wirklich verletzt haben mußte. Sie kehrte in ihr Quartier zurück und lehnte sich gegen die Tür, als sie sich hinter ihr geschlossen hatte.
"Vielleicht ist es besser so." flüsterte sie in die Dunkelheit ihres Quartiers.
Im Turbolift brach Chakotay zusammen. Er setzte sich auf den Boden und weinte. Den Lift ließ er stoppen. Niemand sollte seinen Tränen sehen. Als er sich beruhigt hatte, ging er zum Holodeck zum Meditieren, doch er konnte sich nicht richtig konzentrieren.
Kathryn hatte inzwischen etwas getan, was sie seit der Ankunft im Delta Quadranten nur ein einziges Mal getan hatte Sie hatte Kontakt zu ihrem geistigen Führer aufgenommen. Am Strand suchte sie nach der kleinen Eidechse, die ihr tierischer Berater war. Doch sie war nirgends zu sehen. Kathryn schlenderte den Strand entlang und dann sah sie sie auf einmal. Die kleine Eidechse saß mit dem Rücken zu ihr auf einem Baumstumpf im hohen Gras. Kathryn kniete sich neben sie und betrachtete sie einen Moment.

"Hallo Kathryn." hörte sie ihre Stimme.
"Hallo." antwortete Kathryn und wartete ab.
Die kleine Eidechse blieb weiterhin mit dem Rücken zu ihr sitzen. "Was führt Dich hierher Kathryn?" fragte sie sanft.
"Ich... brauche einen Rat." antwortete Kathryn.
Die Eidechse wandte sich nun überrascht zu ihr um. "Ich dachte immer, der Captain entscheidet alles alleine. Hast Du das bisher nicht auch getan?"
Kathryn senkte schuldbewußt den Kopf. Die Eidechse betrachtete sie und fuhr dann fort: "Wenn ich Dich so sehe geht es bestimmt um Chakotay, nicht wahr?"
Kathryn sah überrascht auf. "Woher weißt Du das?"
Die kleine Eidechse kniff ihre Augen zusammen. "Selbst ich als DEINE Führerein habe Chakotays Kummer vernommen, ihr habt eine einzigartige Verbindung zueinander, so daß ich auch starke Gefühle von ihm spüren kann. Aber Dir scheinen sie nicht aufgefallen zu sein..."
Kathryn war verwirrt. "Was meinst Du damit?" fragte sie.
"Kathryn, die Lösung für Dein Problem liegt bei Dir. Entweder in Deinem Herzen oder in Deinem Verstand. Höre auf eines der beiden und wähle den richtigen Weg. Nur ein Weg wird Dich ins Licht führen, der andere führt in die Dunkelheit. Der Weg ins Licht ist jedoch mit Hindernissen gepflastert, während der Weg ins Dunkle eben ist. Wähle Kathryn... wähle den richtigen Weg."
Kathryn schloß die Augen und versuchte zu verstehen, was ihr ihre kleine Freundin gesagt hatte. Sie öffnete wieder die Augen und wollte der kleinen Eidechse eine Frage stellen, doch diese war nicht mehr da.

Im nächsten Moment befand sich Kathryn wieder in ihrem Quartier.
*Wähle Kathryn, wähle den richtigen Weg...* hörte sie noch ein letztes Mal die Stimme der kleinen Eidechse, dann umgab sie nur Stille und das leise Summen des Warpkerns.

=/\=

Chakotay verließ das Holodeck nach 25 Minuten wieder. Da er sich nicht konzentrieren konnte, kam er zu keinem Ergebnis und ging wieder in sein Quartier.

Kathryn saß schon seit geraumer Zeit nur auf ihrem Sessel mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Inzwischen wurde ihr immer klarer, was die kleine Eidechse gemeint hatte und außerdem, daß sie völlig recht hatte. Sie hatte ganz vergessen daß es da noch eine Kathryn in ihr gab. Der Captain mochte im Moment vielleicht vorrangig sein, aber nicht ihr späteres Leben bestimmen. Darüber würde nur Kathryn bestimmen. Entschlossen stand sie auf einmal auf, stellte ihre Tasse ab und ging ein weiteres mal zu Chakotays Quartier. Sie achtete nicht auf die Zeit und betätigte einfach den Türmelder.
Chakotay konnte nicht schlafen und saß in seinem Sessel. Er sah noch einige Padds durch, hatte aber keine Ahnung, was er da eigentlich las. Er trug nur seine Boxershorts und vollkommen in Gedanken rief er: "Kommen sie herein." nicht ahnend, daß Kathryn vor seiner Tür stehen würde.
Kathryn riß die Augen auf, als sie ihren Stellvertreter halbnackt vor ihr sitzen sah. Sie wollte weggucken, doch ihr Blick haftete an seinem muskulösen Körper. "Oh.. ich... verzeihen Sie, ich wußte nicht, daß Sie schon..." Endlich gelang es ihr, den Blick in seine Augen zu lenken. "Ich ... ich sollte vielleicht lieber morgen noch einmal vorbeikommen." unschlüssig blieb sie vor der Tür stehen und wartet noch Chakotays Reaktion ab.
Chakotay wurde rot wie eine Tomate, bemerkte jedoch Kathryns Blick: "Ich.... bitte kommen Sie herein, ich gehe mir nur schnell etwas anziehen." Er trat von der Tür zurück um ein Shirt zu holen.
Kathryn nickte und trat ein. Hinter ihr schloß sich die Tür und sie sah Chakotay nach, als er in seinem Schlafzimmer verschwand. *Von mir aus hättest Du auch so bleiben können.* schoß ihr ein Gedanke durch den Kopf.
Chakotay zog sich schnell ein Shirt und eine Hose über und kam dann wieder zurück. "Möchten Sie etwas trinken?"
"Nein, danke." sagte Kathryn und stand immer noch wartend an der Tür.
"Bitte kommen Sie herein." Chakotay bot ihr einen Stuhl and und als sie saß setzte er sich auf die Couch und sah sie an, etwas verwirrt darüber daß sie hier war und er ziemlich genau wußte, was sie sagen würde. Aber irgendwie hatte er sich damit abgefunden.
Kathryn hatte die Arme zwischen den Beiden gefaltet und blickte nervös nach unten. Sie wußte nicht recht, wie sie anfangen sollte...
Chakotay mußte trotz allem leicht grinsen. So nervös hatte er Kathryn selten erlebt.
Kathryn fing schließlich an: "Ich habe vorhin mit meiner geistigen Führerein gesprochen. Ich wollte einen Rat von ihr bezüglich der Situation zwischen uns beiden." Sie sah Chakotay nun an.
Chakotay lächelte nur, diese Worte machten ihn stolz, daß sie seine Kultur so respektierte.
Kathryn beruhigte dieses Lächeln ein wenig. "Sie sagte mir, daß die Antwort bei mir läge und ich einen Weg wählen müßte. Einer ist beschwerlich und führt in die Helligkeit, der andere ist leicht und führt in die Dunkelheit. Ich... ich habe lange nachgedacht und mich für einen Weg entschieden." Fast ängstlich blickte sie Chakotay in die Augen.
Chakotays Hände wurden kalt. Dies war der Moment der Entscheidung den er so sehr gefürchtet hatte. Mit leiser Stimme sprach er: "Und dieser Weg wäre...?"
Kathryn wartete noch einen Moment bevor sie antwortete: "...dieser Weg ist der Weg zu Dir. Ich liebe Dich, Chakotay."
Dieser Moment den sie zögerte, war der längste seines Leben. Doch ihre Worte brachen eine Barriere in ihm, er glitt von der Couch und kniete vor ihrem Sessel nieder. Langsam hob er seine Hände um ihr Gesicht zu berühren. "Kathryn..." flüsterte er zärtlich. "Kathryn..." Seine Hände trafen ihr Gesicht und er strich mit seinen Fingern über ihren Mund.
Kathryn lächelte und griff nach seiner Hand. "Es tut mir leid, daß ich Dich immer zurückgestoßen habe und ich danke Dir, daß Du mich nicht aufgegeben hast."
Chakotay antwortete nicht. Er lächelte und kam mit seinem Mund näher an ihren. "Sprich nicht.." flüsterte er bevor er sie zärtlich küßte.
Als Kathryn seine Lippen auf ihren spürte, hörte sie ein Flüstern: "Wir wußten, Ihr beide würdet den richtigen Weg wählen!" Die kleine Eidechse und die Schlange lagen nebeneinander im Gras und spürten das Band, das die Liebe der beiden auf ewig festigen würde.
Kathryn wußte, daß sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Glücklich erwiderte sie den Kuß....

ENDE