Wie gehabt - blau Christine, schwarz Kathryn.

"Lieutenant Ayala, Energie", wies Janeway an und sie und Commander Chakotay wurden hinunter auf den Planeten gebeamt. Nachdem sie vor einigen Tagen Tachyonemissionen auf diesem Planeten gemessen hatten, hatten sie beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Vielleicht fand man ja hier einen Weg, schneller die Heimat zu erreichen.
Dass es während des Transportes Probleme gab, bekamen die beiden nicht mehr mit. Sie materialisierten sich auf dem Planeten, der allerdings überhaupt nicht so aussah, wie auf den Scans. Verwundert sahen sich beide um.
"Janeway an Voyager, sind dies die richtigen Koordinaten?", fragte Janeway in ihren Communicator, doch sie bekam keine Antwort. Chakotay versuchte es ebenso, mit demselben Ergebnis.
Auf der Voyager versuchte man krampfhaft, den Captain und Chakotay zu lokalisieren und zu erreichen, doch gelang beides nicht, sie waren wie vom Erdboden verschluckt.
Janeway und Chakotay holten beide ihre Tricorder hervor und begannen den Planeten zu scannen.
"Chakotay", sagte Janeway alarmiert. "Mein Tricorder zeigt hohe Werte von Chronotonen in unseren Körpern und der umliegenden Materie."
"Chronotonen?" fragte Chakotay. "Heißt das, wir wurden in eine andere Zeit gebeamt?"
Janeway scannte ihn direkt. "Offensichtlich", erwiderte sie ihm und zog eine Augenbraue nach oben. Chakotay scannte weiterhin die Umgebung. "Die Tachyonemissionen sind verschwunden", stellte er fest.

"Laut meinen Daten wurden wir ungefähr 100 Jahre in die Vergangenheit transportiert", stellte sie fest.
Chakotay stöhnte erschrocken auf. Q hingegen, der die Szene unbemerkt beobachtete, grinste in sich hinein und freute sich auf dieses Experiment.
"Es sieht so aus, als ob wir hier erst einmal gestrandet wären", meinte Janeway und schaute Chakotay an. "Ich hoffe, Sie haben im Überlebenstraining der Sternenflotte besser abgeschnitten als ich." "Mein Vater hat mich früher immer mitgenommen, für irgendetwas muß ein Indianer ja gut sein", meinte er witzelnd und schaute sich nach Materialien um. Kathryn lachte sanft auf und scannte die Umgebung nach Höhlen, wo sie Unterschlupf finden konnten. In zwei Kilometern Entfernung fand sie eine. Chakotay sah sich derweil nach so etwas wie Holz um, um ein Feuer zu machen und suchte per Tricorder etwas essbares. Er fand in einiger Entfernung einen Fluss, da könnte man fischen.
"In zwei Kilometern diese Richtung ist eine Höhle", teile Janeway Chakotay mit und der grinste.
"In dieser Richtung ist auch ein Fluss, dort gibt es fischähnliche Lebensformen und wir können das Wasser trinken", erwiderte Chakotay. Zusammen machten sie sich auf den Weg.

In der Höhle angekommen richteten sie sich so gut es ging ein. Der Boden war mit feinem Sand bedeckt, so dass sie wenigstens nicht auf spitzen Felsen sitzen oder liegen mussten.
"Was haben wir jetzt alles an Ausrüstung dabei?" fragte Kathryn und packte ihr spärliches Gut aus. Chakotay legte seins ebenfalls dazu und die beiden Zeitreisenden kamen auf 2 Phaser, 2 Tricorder und 2 Combadges.
"Nicht gerade wirklich viel", meinte Kathryn stirnrunzelnd.
Um Chakotays Lippen spielte ein Grinsen. "Dort draußen haben wir alles, was wir brauchen", grinste er Kathryn an. "Ich werde uns Holz holen, damit wir uns Feuer machen können", verkündete er und erhob sich wieder. "Danach bringe ich Ihnen bei, wie man Fische fängt", lachte er und Kathryn erhob sich ebenso wieder.
"Sie haben anscheinend Ihren Spaß", meinte sie herausfordernd und Chakotay nickte. "Und Ihnen werde ich das beibringen, was ich weiß."
"Das konnte ich schon in der Akademie nicht", erwiderte Janeway und Chakotay grinste. "Sie wollen doch nicht klein beigeben?", fragte er herausfordernd und erntete dafür einen kleinen Knuff. "Gehen Sie Holz holen", meinte sie lächelnd zu ihm.

Kathryn war nicht davon überzeugt, dass sie viel Talent zum angeln hatte, aber wohl oder übel würde sie es versuchen müssen. Kochen konnte sie noch weniger.
Nachdem Chakotay Holz und Gras zur Höhle gebracht hatte, ging er kurz noch einmal nach draußen, um einige Steine zu holen. Dann setzte er sich im Schneidersitz auf den Boden der Höhle und schlug die Steine gegeneinander, bis von einem ein Teil abplatzte und er eine scharfe Kante hatte.
Er nahm zwei lange Stöcke und schnitzte ein Ende spitz, so dass er zwei Speere hatte. Janeway steckte ihren Teil der Ausrüstung wieder ein und wartete. Einen der Speere reichte Chakotay Janeway, den anderen behielt er.

"Sie wollen mir jetzt aber nicht weismachen, dass wir 'Spieß-den-Fisch-auf' spielen, oder?" fragte Kathryn etwas verstört. "Ich dachte immer, Angeln ist mir einer Schnur und einem Wurm früher gewesen?"
Chakotay mußte lachen, was ihm einen bösen Blick von Kathryn einbrachte. Er legte Schuhe und Strümpfe ab und krempelte die Hosenbeine hoch, dann wartete er, dass Kathryn es ihm gleichtat.
"Und nun?" fragte Kathryn, als sie ebenfalls im Wasser stand.
"Verhalten Sie sich ganz still", erwiderte er und beobachtete das Wasser mit Adleraugen. Ein Fisch näherte sich, Chakotays Körper spannte sich an, er ließ das Tier nah heran kommen und zielte dann mit dem Speer, verfehlte aber leider um einige Zentimeter. Er holte sich den Speer wieder und wartete erneut.
Kathryn hingegen hatte mittlerweile Hunger und kalte Füße.
"Chakotay, wissen Sie was, Sie kümmern sich um einen Fisch, ich werde derweil das Gemüse suchen gehen." Kathryn ging wieder aus dem Wasser, trocknete sich die Haut ab und zog ihre Strümpfe und Stiefel wieder an.
"Einverstanden", meinte Chakotay. "Treffen wir uns nachher in der Höhle."
"Petri Heil", rief ihm Kathryn noch zu, dann verschwand sie in die andere Richtung. Fische aufspießen... dachte Kathryn kopfschüttelnd, das ist nichts für mich. Womit sie Recht hatte. Beim Ausgraben von Gemüse war sie wesentlich erfolgreicher. Schon bald kam sie mit einem Arm voll Kartoffel- und Karottenähnlicher Kostbarkeiten zurück. Chakotay hatte es geschafft, zwei Fische zu erlegen, als Kathryn zurückkehrte. Noch immer stand er hochkonzentriert im Wasser und visierte sein Ziel an.
"Wenn ich nicht genau wüsste, was Sie da tun Chakotay, dann würde ich denken Sie üben für Stabhochsprung", meinte Kathryn trocken und versuchte, sich ein Lachen zu verkneifen.
Chakotay seufzte. "Bei meinem Vater hat das auch immer anders ausgesehen um ehrlich zu sein."
Kathryn klopfte ihm auf die Schulter. "Keine Sorge, es sah für mich sehr professionell aus. Und sicher 100 mal besser als wenn ich dagestanden hätte." Dann sah sie die Fische. "Oh, Sie waren aber erfolgreich. Ich auch. Kommen Sie, ich denke, das reicht für heute erst einmal."
Chakotay nickte und ging wieder aus dem Wasser. Er trocknete seine Füße ab und zog Strümpfe und Stiefel wieder an. Den Spieß mit den beiden Fischen nahm er mit sich.
Wieder in der Höhle angekommen, machte er sich daran, das Feuer zu entfachen, dann entschuppte er die Fische. Kathryn sah sich um und fand von dem abgeschlagenen Stein die andere Hälfte und schälte das Gemüse.
"Als Teller können wir große Blätter nehmen", schlug Chakotay vor und Kathryn machte sich auf die Suche. Chakotay begann derweil, den Fisch zu grillen.

Kathryn kam mit zwei großen Rindenstücken zurück, in die sie große Blätter gelegt hatte. Stolz zeigte sie Chakotay ihre provisorischen Teller. "Ich dachte, die Rinde ist vielleicht etwas hitzebeständiger und wir verbrennen uns nicht die Finger. Hm... das riecht aber gut!"
"Sie kommen genau richtig und Ihre Idee ist wunderbar", lobte Chakotay und legte jedem einen der Fische auf den Teller, dazu Gemüse.
"Guten Appetit", wünschte Janeway und Chakotay erwiderte dies. Hungrig begannen beide zu essen.
Nachdem sie die Mahlzeit beendet hatte lehnte sich Kathryn zufrieden an die Wand. "Chakotay, Sie sind wirklich ein exzellenter Koch, vielen Dank."
Chakotay lächelte und setze sich dann zu Kathryn. "Wir sollten langsam überlegen, wie wir wieder zurückkommen, falls das überhaupt möglich ist."
"Ja, darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Das Problem ist nur, unsere Tricorder sind zu begrenzt um herauszufinden, wie die Chronotonen den Transporter stören konnten." Kathryn schwieg einen Moment und meinte dann: "Chakotay, ich befürchte, wir sitzen hier fest. Wir können nur hoffen, dass unsere Crew uns hier irgendwie herausholen kann."
Kathryn stand auf, rieb sich mit der einen Hand die Stirn und sagte dann leise: "Wissen Sie, es ist überhaupt nicht meine Natur aufzugeben. Aber im Moment weiß ich einfach nicht, was wir tun könnten."
Chakotay stand auf, trat hinter sie und legte eine Hand auf ihre Schulter. "Wissen Sie, vielleicht ist es schon ein Anfang, wenn auch vielleicht ein nicht wirklich nützlicher, wenn wir ein Combadge in einen Transponder umwandeln. Sollte die Voyager in dieses Jahrhundert kommen, dann müssen sie uns schließlich finden können."
Chakotay lächelte ihr aufmunternd zu und Kathryn fühlte eine Wärme in sich aufsteigen. Chakotay vermochte es doch immer wieder zu schaffen sie aufzuheitern.
"Worauf warten wir dann Commander?" Chakotay lächelte und nahm sein Combadge ab und begann, es auseinanderzubauen, während Janeway die Umgebung scannte. Mittlerweile wurde es dunkel und ein kühler Wind begann zu wehen. Kathryn fröstelte ein wenig. "Es gibt keine Anzeichen auf wilde Tiere in der Umgebung", sagte sie als sie an das Feuer zurückkehrte.
"Der Transponder ist fertig. Ich sollte noch etwas Holz suchen, sonst geht uns das Feuer noch über Nacht aus." Chakotay ging aus dem Unterschlupf und die Dämmerung war schon so weit hereingebrochen, dass Kathryn seine Gestalt nach ein paar Metern nicht mehr ausmachen konnte. Während Chakotay nach Holz suchte hatte Kathryn die Idee gehabt, vor dem Höhleneingang die Blätter einzusammeln und das Gras das für die Nacht wenigstens ein wenig die Körperwärme halten konnte.
Chakotay kam nach einer knappen halben Stunde wieder zurück, er hatte genug Holz für die Nacht gesammelt und legte es in Reichweite des Lagerfeuers.
Kathryn deutete auf das provisorische Bett, welches sie bereitet hatte. "Wir sollten eng zusammenrücken, um uns gegenseitig wärmen zu können", meinte sie und spürte ein komisches Gefühl im Magen.
Chakotay nickte und setzte sich zu ihr. Langsam legte er sich auf den Boden und wartete auf Kathryn.

Kathryn legte sich möglichst dicht ans Feuer ohne dass es zu heiß wurde und mit einer gewissen Distanz zu Chakotay. Ganz eng an ihn heranzurutschen getraute sie sich nicht, obwohl sie sich nichts anderes wünschte. Dennoch berührten sich ihre Körper leicht und Kathryns Herz pochte eine Nuance schneller.
Chakotay lag hinter Kathryn, so dass sie zwischen ihm und dem Feuer lag und somit die meiste Wärme bekam. Sie drehte ihm den Rücken zu, und er legte sich auf die gleiche Seite, auf der auch sie lag. "Gute Nacht", flüsterte er leise.
"Gute Nacht Chakotay", kam die Antwort und er merkte, wie sie noch ein Stück näher an ihn herankam als sie sich entspannte. Nach einer Weile hörte er ihre gleichmäßigen Atemzüge, sie war eingeschlafen. Chakotay wollte diesen Moment noch genießen. Kathryn so nahe bei ihm zu haben war fast mehr, als er sich jemals erträumt hatte. Natürlich aus rein funktionellen Zwecken, sagte er sich. Trotzdem erschien ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht. Das Knistern des Feuers machte auch ihn mit der Zeit schläfrig und bald fielen ihm die Augen zu.
Kathryn hatte sich während der Nacht herumgedreht und ihre Hand lag auf Chakotays Oberkörper. Sie lagen dicht beisammen, da das Feuer in der Nacht unbemerkt ausgegangen war. Chakotay wachte auf, da er fror und blickte in Kathryns hübsches Gesicht. Er wollte sie nicht wecken, also bewegte er sich nicht, sondern sah sie einfach nur an.
Nach einer Weile bewegte sich Kathryn wieder, sie hatte angefangen zu zittern und Chakotay beschloss nun doch, lieber etwas Feuerholz nachzulegen. Möglichst vorsichtig stand er auf, schichtete das Holz auf die Feuerstelle und entfachte dann mit dem Phaser ein neues Feuer. Kathryn war nicht aufgewacht und Chakotay nutzte den Moment um von draußen noch einige Blätter zu holen, mit denen er Kathryn warm halten würde.
Er legte die Blätter über Kathryn. Eine Haarsträhne hatte sich gelöst und lag über ihrem Gesicht. Chakotay konnte nicht anders, er strich die Strähne sanft beiseite. Kathryn krabbelte im Schlaf ein wenig näher an ihn heran und so konnte er nicht wieder aufstehen.
Er genoss ihre Nähe und bewegte sich nicht, um sie nicht zu wecken, doch fiel diese Strähne wieder über ihr Gesicht und er wollte sie wieder zur Seite streichen. Kathryn erwachte und wollte die Strähne ebenso wegstreichen, ihre Hände berührten sich und sie sah ihn an. Chakotay lächelte sie sanft an und sie spürte, dass ihr Herz unheimlich schnell zu schlagen begann.
Sie richtete sich ein wenig auf, ihre Augen waren in seinen gefangen. Sie waren hier, allein auf dem Planeten, zusammen, ohne zu wissen, wann und ob sie gerettet werden würden. Hier war sie nicht mehr der Captain eines Föderationsschiffes, sondern Kathryn Janeway aus Bloomington, Indiana, eine Frau, die sich schon zu lange nach diesem Mann sehnte.
Sie sah ihn die ganze Zeit an, ihre Hand lag in seiner, sie war kalt, ob von der Kälte oder vor Aufregung, das wusste sie selbst nicht, und im Moment war ihr dies auch egal. Sie lehnte sich zu ihm, ihr Gesicht war nahe bei seinem. Chakotay glaubte zu träumen, sein Herz schlug schnell, er atmete ein wenig schneller. "Kathryn...", flüsterte er sanft. Sie lächelte ihn an und flüsterte seinen Namen. Ihre Lippen kamen sich immer näher. Kathryn schloß ihre Augen.
Durch eine Erschütterung der Erde fiel sie unsanft gegen Chakotay. Die Erschütterungen wurden immer stärker. "Wir müssen hier raus!" sie erhob sich schwankend und sah zu Chakotay, der sich ebenso erhob. "Kommen Sie, schnell!!"
Chakotay wankte, als die Erde immer stärker bebte und Kathryn sah, wie sich Felsstücke hinter ihm lösten. "Vorsicht!", rief sie ihm zu und stieß in im gleichen Moment aus der Höhle hinaus und aus der Gefahrenzone. In diesem Moment lösten sich die Steine jedoch und fielen auf Kathryn herunter. Das letzte was sie spürte, war einer der Steine, der sie an der Stirn traf, dann wurde es dunkel um sie herum.
Chakotay landete recht unsanft vor dem Höhleneingang, aus dem nun noch einige Steine herauskullerten und eine Staubwolke entwich. Kathryn war nirgends zu sehen.
"Nein! Kathryn!" rief er und wollte wieder in die Höhle hinein. Sie mußte noch drinnen sein! Doch die Erde bebte erneut und er verlor das Gleichgewicht. Hustend kam er auf die Beine nachdem der Erdstoß abgeklungen war. Die Staubwolke legte sich langsam und er lief zum Eingang. Ein Haufen Steine versperrte ihm den Weg. Von Kathryn war nichts zu sehen.
"Kathryn!" rief er und lauschte. Doch er konnte nichts hören.
Oh nein, bitte lass es ihr gut gehen, betete er und machte sich vorsichtig daran, die Steine abzutragen.
Kathryn lag ohnmächtig unter den Steinen und konnte seine Rufe nicht hören. Chakotay trug die Steine so schnell es ging ab und rief immer wieder ihren Namen. Er betete zu seinen Göttern, dass Kathryn nichts passiert war. Nach einer Ewigkeit entdeckte er ihre Uniform unter den Steinen und legte ihren Körper frei. Er zitterte und fühlte ihren Puls, sie lebte noch. Erleichtert flüsterte er ihren Namen, doch sie reagierte nicht.
Er befreite ihren Körper von den Steinen und hob sie aus der Höhle hinaus. Auf ihrer Stirn hatte sie eine Platzwunde, die blutete. Er legte sie in den Sandboden und scannte sie mit seinem Tricorder. Außer der Platzwunde hatte sie sich die rechte Hand gebrochen und den linken Knöchel verstaucht. Er legte ihren Kopf in seinen Schoß und streichelte ihr sanft über die Wange und flüsterte immer wieder ihren Namen, um sie aufzuwecken. Er selbst zitterte vor Aufregung und Angst um sie.

Als sie nach ein paar Minuten immer noch nicht zu Bewusstsein gekommen war, hob er sie vorsichtig hoch und suchte im Gras ganz in der Nähe des Flusses einen Platz, wo er ihre Wunden erst einmal versorgen konnte. Aus seiner Uniformjacke riss er Stoffstreifen und mit ein paar stabilen Ästen wollte er eine provisorische Schiene basteln. Jetzt war er schon fast froh dass Kathryn noch ohnmächtig war, einige Knochen standen sichtbar schief unter ihrer Haut und er mußte sie wieder in die richtige Position bekommen bevor er die Hand verbinden konnte. Kathryn stöhnte auf als er das tat, aber sie wachte nicht auf. Etwas später war ihre Hand versorgt und mit einem anderen Stoffstreifen ging er zum Fluss und durchtränkte es mit kaltem Wasser. Vorsichtig tupfte er damit die Ränder der Platzwunde sauber und allmählich schlug Kathryn die Augen auf.
Chakotay nahm ihre linke Hand und drückte sie. "Gott sei dank, Sie sind aufgewacht. Haben Sie große Schmerzen?"
Kathryn blinzelte und wollte die rechte Hand zum Schutz über die Augen legen, doch war dies die falsche Entscheidung, sie stöhnte vor Scherz auf. "Was.. was ist.. passiert?", fragte sie leise.
"Sie wurden verschüttet, so weit ich sehen konnte haben sie eine gebrochene Hand und eine hübsche Beule am Kopf." Chakotay sah sie besorgt an. "Ich bin nur kein Arzt, tut Ihnen noch etwas weh?"
Kathryn versuchte, sich aufzusetzen, was ihr nicht so recht gelang, bis Chakotay ihr half, so dass sie sich gegen ihn lehnen konnte. "Ich.. ich weiß nicht..", meinte sie leise und versuchte, sich zu bewegen. Beim Bewegen des linken Knöchels stöhnte sie auf.
"Er ist verstaucht, das wird schon wieder. Ich mache mir eher Sorgen ob Sie vielleicht innere Verletzungen erlitten haben", meinte Chakotay. "Kann ich Sie kurz allein lassen Kathryn? Ich muß schauen ob die Höhle instabil ist oder ob wir wieder hinein können. Wenn was ist, rufen Sie einfach, okay? Ich beeile mich auch."
"Das schaffe ich schon", meinte Kathryn und sah Chakotay nach als er ging.
Leider mußte Chakotay feststellen, dass die Höhle durch die Erschütterungen zu instabil war, um noch darin zu wohnen.
Kathryn dachte in der Zwischenzeit daran, was kurz vor dem Erdbeben geschehen war und ließ die Gefühle Revue passieren. Es fühlte sich richtig an, doch nun wusste sie nicht, woran sie nun war. Während sie überlegte, bewegte sie ihre Beine und Arme ein wenig um festzustellen, was noch alles weh tat.
Es schien aber wirklich nur ihre Hand in Mitleidenschaft gezogen haben, der Fuß und der Kopf schmerzten zwar, aber es war auszuhalten. Allerdings machte sie sich Gedanken was sie jetzt noch groß zur Situation beitragen konnte. Ihr Versuch aufzustehen endete damit, dass ihr schwindlig wurde und in ihrem Kopf eine Eispickelsymphonie anfing. Stöhnend legte sie sich wieder hin bis das Pochen erträglich wurde.
Chakotay hatte unterdessen einige Kräuter gefunden, von denen er glaubte, sie könnte Kathryn eventuell etwas Linderung verschaffen. Zu dumm dass sie wenigstens das MHN nicht mitgenommen hatten.
Als Chakotay wieder zurückkehrte, sah sie ihn an. In seinem Blick konnte sie sehen, dass die Höhle wohl nun nicht mehr bewohnbar war. Sie seufzte leise auf und fischte mit der linken Hand nach ihrem Tricorder, um nach einer anderen Höhle zu scannen, doch hatten die Steine, die sie begraben hatten, den Tricorder in seine Einzelteile zerlegt. Sie schüttelte den Kopf, als sie auf die Einzelteile in ihrer Hand sah.
Chakotay zog seinen Tricorder und suchte nach einer anderen Höhle, die nächste war 5 Kilometer entfernt und größer und stabiler als die vorherige.
"Der nächste Unterschlupf ist ein Stück weit weg", sagte Chakotay nachdenklich. Er überlegte wie er Kathryn am besten transportieren konnte. So gerne er sie auch Händen trug, aber den ganzen Weg würde er das nicht schaffen. Das Beste wäre wohl eine Trage zu bauen die er ziehen konnte, aber dafür fehlte ihm das nötige Werkzeug.
"Wenn wir langsam gehen, dann schaffe ich es vielleicht", meinte Kathryn aufmunternd und erhob sich mit Chakotays Hilfe, doch endete das Experiment wir zuvor. Ihr wurde schwindlig und sie fiel gegen Chakotay.
"Verzeihung", stammelte sie verwirrt und Chakotay legte sie wieder auf den Boden. Er lächelte sie sanft an, während sie gegen Tränen kämpfte.
"Bleiben Sie liegen, ich habe eine Idee", meinte er zu ihr und strich ihr fürsorglich und liebevoll über die Wangen.
"Ich bin.. irgendwie gerade.. nutzlos..", meinte sie leise.
"Sie sind verletzt", erwiderte Chakotay energisch. "Und keineswegs nutzlos." Kathryn nickte und Chakotay entfernte sich wieder.
Chakotay hatte auf seinem Streifzug einen alten Baumstamm entdeckt, den er mit Hilfe seines Phasers zu einem Einbaum formen konnte, er mußte ja nicht für lange halten. Er rollte den Baumstamm zum Fluss und begann, ihn zu bearbeiten. Kathryn beobachtete ihn dabei. Helfen konnte sie ihm nicht, auch konnte er ihren Phaser nicht mit verwenden, da dieser, wie der Tricorder, zerstört war. Das Gefühl nutzlos zu sein, breitete sich immer mehr in ihr aus.
Es dauerte fast den gesamten Tag, bis der Baumstamm soweit bearbeitet war, dass er zwei Personen tragen konnte. Zwei Äste sollten ihm als Paddel dienen. Durch die Kräuter waren die Schmerzen und der Schwindel bei Kathryn zu ertragen, dennoch hob Chakotay sie in seine starken Arme und legte sie in das Boot.
"Ich hoffe, das hält..", meinte er ein wenig unsicher. "Ich bin mir sicher, Chakotay", meinte Kathryn aufmunternd.
Das Boot brachte sie bis ungefähr 200 Meter vor die Höhle, den Rest mussten sie zu Fuß zurücklegen. Kathryn versuchte zu laufen, doch gelang es ihr nicht, also mußte Chakotay sie tragen.
Die Höhle war bedeutend größer und Chakotay trug Kathryn in die zweite Kammer, dort waren Sie vor dem Wind gut geschützt.
"Bleiben Sie hier liegen, ich muß schnell noch Holz suchen gehen, sonst sitzen wir hier bald in kompletter Dunkelheit. Ich lasse Ihnen den Phaser hier für alle Fälle."
"Ist gut", meinte Kathryn. Als Chakotay draußen war sah sie sich um. Sie konnte zwar nicht stehen aber eine Feuerstelle konnte sie schon anlegen. Mühsam sammelte sie einige Steine ein, die in ihrer Nähe lagen und ordnete sie im Kreis an. Als sie fertig war hörte sie ein Geräusch. "Chakotay?" rief sie.
"Ja, ich hab einiges gefunden. Oh, Sie waren ja fleißig!" lobte er, als er mit einem Stapel Brennholz und einigen Pflanzen zurückkehrte."
Bald flackerte ein fröhliches Feuer in der Höhle und Chakotay sah sich noch einmal Kathryns Verletzungen an. Die Schiene hielt noch und die Wunde am Kopf war verschorft. Die Reste seiner Jacke benutzte er als Decke für Kathryn und setzte sich dann wieder dich an sie heran.
Kathryn lehnte sich an Chakotay und schloß ihre Augen.
"Schlafen Sie..", meinte Chakotay sanft und Janeway murmelte etwas Unverständliches, dann war sie eingeschlafen. Chakotay betrachtete sie noch eine Weile, dann legte er sie sanft auf den Boden und sich selbst daneben, diesmal näher als in der ersten Höhle. Sie drehte sich zu ihm und legte ihre Hand auf seinen Oberkörper. Er betrachtete sie liebevoll. Er war erleichtert, dass ihr nichts Schlimmeres passiert war. Immerhin hatte sie ihn gerettet, nun schwor er sich, ihr die Zeit hier so einfach wie möglich zu machen, damit sie wieder völlig gesund werden könnte.
"Chakotay..", hörte er sie seinen Namen flüstern.
"Ja?", fragte er leise nach, doch sie reagierte nicht, sie hatte wohl im Schlaf gesprochen. Er strich ihr zärtlich über die Wange, dann schloß auch er seine Augen, dieser Tag war sehr anstrengend und forderte nun seinen Tribut. Schnell schlief er ein.

Chakotay erwachte Zähneklappernd und zitternd am ganzen Körper. Die nächtliche Kälte hatte ihren Tribut gefordert und das Feuer war schon lange heruntergebrannt. Kathryn lag noch immer bei ihm und schlief ruhig, seine Jacke hatte sie gut gegen die Kälte geschützt. Durchgefroren bis auf die Knochen stand er vorsichtig auf und ging hinaus um neues Brennholz zu suchen.
Kathryn wurde durch ein Knistern wach und sie sah, wie Chakotay an der Feuerstelle hockte und das Feuer neu anfachte.
"Guten Morgen", wünschte er. "Wie fühlen Sie sich?"
"Besser, danke. Die Kopfschmerzen haben nachgelassen und die Hand tut auch nicht mehr so weh." Kathryn setzte sich langsam auf und bemerkte die Jacke, mit der er sie zugedeckt hatte. Sie lächelte ihn an und meinte: "Vielen Dank Chakotay, aber war Ihnen nicht zu kalt nur im T-Shirt?"
Er schüttelte den Kopf. "Es freut mich sehr, dass es Ihnen besser geht," sagte er und erhob sich wieder, als das Feuer wieder brannte.
"Möchten Sie Frühstück?", fragte er und Kathryn nickte. "Ich suche uns etwas", meinte Chakotay und reichte ihr den Phaser.
"Falls irgendetwas ist", meinte er und sie nickte. Mit seinem Tricorder bewaffnet ging er aus der Höhle und suchte nach etwas Essbarem.

Er kam mit einer Auswahl von Früchten und Knollen zurück, die Kathryn bedrohlich an Leolawurzeln erinnerten. Chakotay mußte ihre Gedanken geahnt haben, denn er sagte: "Keine Sorge, hier gibt es bisher keine Leolawurzeln. Probieren Sie mal, ich finde, so schlecht schmeckt sie gar nicht." Damit reichte er Kathryn eine Knolle und sie probierte zaghaft einen Bissen. Es war vielleicht kein Sellerie, aber auf jeden Fall besser als Neelix' Leolawurzeln. Chakotay reichte Kathryn ebenfalls einige Früchte und Kathryn kam zum Schluss, dass sie durchaus schon wesentlich schlechter gefrühstückt hatte. Lediglich ihr Kaffee fehlte ihr. Aber auch daran hatte Chakotay gedacht. Aus einer Baumrinde, die etwas nach Zimt gerochen hatte, hatte er etwas abgekratzt, sie so gut er es hinbrachte gemahlen und damit einen Aufguss gemacht. Es war kein Kaffee, aber Kathryn stellte erstaunt fest, dass dieses Getränk anscheinend eine Koffeinähnliche Basis hatte. Sie fühlte ihre Lebensgeister erwachen.
Chakotay konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen und aß ebenso etwas von den Knollen und Früchten. Er hatte etwas Wasser in einem hohlen Ast für sich mitgebracht.
Nachdem sie das Frühstück beendet hatten, erhob sich Chakotay. "Wenn Sie möchten, bringe ich Sie zum Fluss, dann können Sie sich etwas frisch machen."
"Vielen Dank, aber im Moment ist mir das noch zu kalt. Ich komme auf das Angebot gerne später zurück."
"Gerne. Ich muß Sie jetzt aber wieder allein lassen Kathryn, ich möchte einen Holzvorrat anlegen und ebenso einen Essensvorrat. Meinen Sie, Sie kommen ein paar Stunden allein klar? Brauchen Sie noch irgendwas bevor ich gehe?"
"Das muß gehen Chakotay. Tut mir leid, dass ich Ihnen keine Hilfe sein kann", sagte sie entschuldigend. "Ich werde aber sehen, ob ich hier drinnen vielleicht etwas nützliches tun kann."
"Machen Sie sich mal darum keine Sorgen Kathryn. Wir müssen uns eh etwas einfallen lassen, sollten wir auf Dauer hier sein. Vielleicht finde ich etwas Lehm und kann einen Ofen bauen. Dann könnten wir einige nützliche Dinge herstellen. Und wir brauchen Ersatzkleidung..." Die Liste vor Chakotays inneren Augen wurde lang und länger. Er würde sich aber nach und nach drum kümmern müssen. "Falls etwas ist, sie können mich jederzeit über den Communicator erreichen. Ich bringe Ihnen noch etwas Trinkwasser in die Höhle." Damit ging er hinaus, holte für Kathryn einen Wasservorrat und machte sich dann auf den Weg um möglichst viel Nützliches zu finden.
Während Chakotay die Essens- und Holzvorräte aufstockte, rappelte sich Kathryn auf und holte noch etwas Gras und Blätter in die Höhle, um den Boden aufzupolstern, damit sie weicher lagen. Doch leider spielte nach einigen Gängen ihr Kreislauf und der Knöchel nicht mehr mit und sie mußte sich wieder hinlegen.
Chakotay baute aus einigen stabilen Blättern eine Trage, die er ziehen konnte, damit er das Holz transportieren konnte, das Essen legte er dazu und zog alles zur Höhle zurück.
Kathryn war mittlerweile eingeschlafen, doch sie erwachte, als er wiederkam und wollte sich erheben um ihm zu helfen.
"Bleiben Sie liegen", meinte Chakotay zu ihr und sortierte das Holz auf einen Stapel und legte das Essen auf einen Stein. Das Feuer fachte er noch einmal an.
"Wie geht es Ihnen?", fragte er und sah, dass sie Gras und Blätter in die Höhle gebracht hatte. "Eine gute Idee von Ihnen", meinte er zustimmend.
"Es geht einigermaßen", erwiderte Kathryn.
"Ich hole uns noch etwas Fisch, doch dann bleibe ich bei Ihnen", meinte er mit aufmunterndem Lächeln. Kathryn nickte. "Wenn etwas ist, Sie erreichen mich über den Communicator", meinte Chakotay und ging wieder zum Fluss, um Fisch zu fangen. Von einigen der Blätter, die er als Trage genutzt hatte, hatte er die Sehnen herausgetrennt und diese an zwei Stöcken befestigt, so dass sie nun "echte" Angeln hatte. Mit einem Grinsen versteckte er diese Angeln in einem Gebüsch und fing zwei Fische mit den Spießen. Nach einer Stunde kehrte er in die Höhle zurück.
Nur wenig später brutzelte über dem Feuer das Abendessen. Kathryn hatte die Idee gehabt, die ausgenommen Fische zusammen mit dem Knollengemüse in Blätter zu wickeln und dann in der Glut garen zu lassen. Damit das Gemüse nicht den Fischgeschmack annahm, hatte Kathryn nur ein wenig dazu gepackt, das restliche Gemüse hatte Chakotay auf Stöcke gespießt und hielt es nun über das Feuer. Nachdem Kathryn und Chakotay ihr Abendessen gegessen hatten, waren sie wieder eng aneinander gerückt, wobei Chakotay Kathryn angeboten hatte, sich an ihn zu lehnen. Kathryn hatte das Angebot dankend angenommen. Am Feuer überlegten nun beide, wie sie am besten Kleidungsstücke herstellen konnten. Es schien unabdingbar, dass Chakotay auf die Jagd würde gehen müssen. Das Problem war nur, bisher hatte sich noch kein Tier sehen lassen und beide wussten nicht, ob es auf diesem Planeten überhaupt größere Faunaexemplare gab. Während Sie redeten hatte sich Chakotays Arm mit der Zeit über Kathryns Schulter gelegt und ihre Hand hatte sich in seine geschlichen. Gedankenverloren streichelte er immer wieder über ihren Handrücken.
Kathryn lächelte, als sie es bemerkte und genoss seine Berührung sehr. Sie bewegte sich nicht, um die Berührung nicht zu unterbrechen. Auch wenn sie verletzt war und ihr Schiff nun ohne Captain und Commander, sie gestrandet waren auf einem unbekannten Planeten mit wer weiß wie vielen Gefahren, sie genoss es.
Chakotay machte weitere Pläne, wie er das Leben auf diesem Planeten für sie beide angenehmer gestalten würde und Kathryn lauschte ihm einfach nur. Sie genoss den Klang seiner Stimme und auch die Träume, die seine Pläne in sich bargen. Sie fühlte, dass sie sich einfach fallen lassen konnte, die Fassade einfach ablegen konnte. Vielleicht gelang ihr hier, was ihr auf New Earth nicht gelingen konnte. Sie hielt ihre Finger mit seinen verschränkt und hielt seine Hand fest in ihrer, als wolle sie ihn niemals wieder loslassen.
Sie hatte sich vom Klang seiner Stimme treiben lassen und bemerkte jetzt erst, dass er aufgehört hatte zu reden und sie fragend ansah. Doch statt zu antworten schaute sie ihm nur fest in die Augen und merkte dabei gar nicht, dass sie seinem Gesicht immer näher kam. In Chakotays Augen lag eine Magie, der Kathryn nicht mehr widerstehen konnte. Viel weiter mußte sie ihren Hals jetzt nicht mehr strecken, Chakotay war ebenso gefangen in ihren Augen und kam seinerseits näher. Und dann trafen sich ihre Lippen endlich.
Kathryns Magen krampfte sich vor Aufregung zusammen, es erschien ihr, als wären dort tausend Schmetterlinge. Ihre gesunde Hand legte sich um seinen Nacken, um ihn nahe bei sich zu halten. Chakotay schloß seine Augen und strich Kathryn über ihr Gesicht, während er sie küsste. Seine Lippen zitterten ein wenig.
Als sie sich nach einer kleinen Ewigkeit trennten schaute Kathryn ihren ersten Offizier verunsichert an. "Chakotay, ich..." doch weiter kam sie nicht. Chakotay legte ihr seinen Zeigefinger auf die Lippen und sagte nur: "shhht, nicht jetzt, Kathryn." Dann nahm er sie in die Arme und küsste sie erneut. Seine Hände wanderten ihren Rücken hinab und kreisten dann an ihrer Vertiefung im Rücken, von der Chakotay wusste, dass sie das liebte.
Kathryn stöhnte leise auf und lächelte in den Kuss hinein. Durch seine Berührung lehnte sie sich näher an ihn heran und vertiefte den Kuss dadurch. Ihre Hand spielte mit seinen Haaren. Sie richtete sich ein wenig auf und rutschte noch näher zu ihm. Den Schmerz im Fuß ignorierte sie.
Chakotays Hände glitten wieder ihren Rücken hoch und landeten an dem Verschluss ihrer Uniformjacke. Fragend blickte er sie an und Kathryn nickte lächelnd.
Kathryn zitterte, als er ihr langsam die Uniformjacke auszog und auf ihr Bett legte.
"Wenn Du nicht möchtest...", begann Chakotay, doch er kam nicht weit, denn Kathryn küsste ihn erneut, voller Leidenschaft und Verlangen. Zusammen fielen sie auf das Bett. Kathryns Finger öffneten Chakotays Uniformoberteil und streiften es von seinem Oberkörper. Ihre Finger liebkosten seinen muskulösen Oberkörper, den Kuss unterbrach sie dabei nicht. Chakotay fühlte, dass sich seine Erregung steigerte, auch Kathryn atmete schwerer Kathryns Kuss wanderte über seinen Hals, sie bedeckte jeden Zentimeter seiner Haut mit kleinen Küssen. Chakotay stöhnte immer wieder ihren Namen. Seine Hände vergruben sich in ihrem Haar, als ihr Kuss wieder nach oben glitt. Hungrig suchten ihre Lippen die seinen und küssten ihn. Chakotay unterbrach den Kuss nur kurz, um Kathryn das Shirt auszuziehen. Er hielt sie nah bei sich, genoss ihre warme Haut auf seiner, als er ihren BH öffnete.
Sanft legte er sie auf das Bett, ihre Lippen blieben im Kuss vereint. Seine Hand strich über ihre weiche Haut, bald folgten seine Lippen. Kathryn biss sich vor Verlangen auf die Unterlippe. Ihre gesunde Hand krallte sich in das Gras und die Blätter, die unter ihr lagen. Sanft begann Chakotay, ihre rechte Brustwarze mit seiner Zunge zu liebkosen. Kathryn schloß die Augen und bäumte sich ihm entgegen. Chakotay grinste und drückte sie wieder nach unten, ließ jedoch seinen Kuss weiter nach unten gleiten. Kathryns Hand krallte sich in seinen Rücken und er grinste sie an. Atemlos sah sie ihn an. Schnell küsste er sie erneut und öffnete ihre Uniformhose mit flinken Fingern. Kathryn bäumte sich ihm entgegen, doch sie kam nicht sehr weit, da er auf ihr lag. Ihre Hand glitt an seinem Körper hinunter, zu seiner Uniformhose, doch leider war es unmöglich, die Hose mit nur einer Hand zu öffnen.
"Versprich mir, dass Du liegenbleibst...", hauchte Chakotay und Kathryn nickte. Er erhob sich flink und entledigte sich seiner nun störenden Kleidung. Flink, und vorsichtig entkleidete er Kathryn ebenso, bevor er sich wieder zu ihr legte. Nun gab es nichts mehr, was zwischen ihnen und ihrer Leidenschaft lag.
Chakotays Finger erforschten jeden Zentimeter von Kathryns Körper, ihre Lippen blieben im Kuss vereint. Kathryn wand sich unter seinen geschickten Fingern, ihre Erregung wuchs mit jeder Sekunde und sie hatte das Gefühl, dass sie vor Lust bald explodieren würde. Ihr Atem ging immer schneller, ihr Kuss wurde immer intensiver und verlangender. Doch Chakotay erlöste sie nicht.
"Ich will Dich...", flüsterte sie fast schon verzweifelt in den Kuss.
Chakotay unterbrach den Kuss für einen Moment und sah sie atemlos an.
"Bist Du Dir sicher?" fragte er sie sanft und sie nickte.
"Nimm mich", flüsterte sie und küsste ihn erneut, er erwiderte den Kuss und vereinte seinen Köper mit ihrem. Kathryn stöhnte auf, als sie ihn in sich spürte. Langsam und zärtlich bewegte er sich in ihr. Eine Träne rann Kathryns Wange hinab und er küsste sie zärtlich weg. Seine linke Hand strich über ihre Wange, während er sie liebte.
Ihre gesunde Hand suchte seine und sie verschränkten ihre Finger miteinander. Seine Bewegungen wurden immer intensiver und schneller, Kathryn bewegte sich in seinem Rhythmus. Schon bald erlebten beide ihren Höhepunkt, sie sahen sich dabei in die Augen.
Chakotay sank neben Kathryn auf das Bett und strich ihr liebevoll über das Gesicht. Atemlos sah sie ihn an.
"Ich liebe Dich..", flüsterte er zärtlich und küsste sie sanft.

"Ich liebe Dich auch Chakotay, mehr als Du Dir vorstellen kannst", flüsterte sie zurück. Sie kuschelte sich ganz dicht an ihn und Chakotay legte nur noch ein paar Kleidungsstücke als Decke über sie, damit sie nicht zu sehr auskühlten. Er konnte noch gar nicht fassen was passiert war. Er hatte sich so lange nach diesem Moment gesehnt und endlich war er wahr geworden. Er hielt Kathryn ganz fest in seinen Armen und streichelte sie, er mußte sich selber noch überzeugen, dass er das nicht geträumt hatte. Mit der Zeit wurde ihr Atem ruhiger und gleichmäßig. Chakotay schaute zum Feuer, sah, dass genug Holz drauf lag und schob noch einmal die Kleidungsstücke zurecht bevor er auch einschlief.
Kathryn schlief bis zum nächsten Morgen durch. Sie erwachte als die Wunde auf ihrer Stirn zu jucken begann. Sie sah dass Chakotay noch schlief und kuschelte sich enger an ihn. Schlafen konnte sie nicht mehr, sie genoss es, in seinem Arm zu liegen und ihn zu betrachten.
Chakotay gab ein brummliges Geräusch von sich und wollte sich umdrehen, doch er hatte seine Arme immer noch um Kathryn geschlungen. Überrascht öffnete er ein Auge und als er eine glücklich lächelnde Kathryn sah, zog er sie näher zu sich heran.
Kathryn lachte sanft auf und gab ihm einen Kuss.
"Guten Morgen", flüsterte sie und hielt sich an ihm fest. "Wie hast Du geschlafen?", fragte sie Chakotay, doch der antwortete ihr nicht. Er war viel zu sehr damit beschäftigt, sie zu küssen. Kathryn erwiderte seinen Kuss und ließ ihre Hand über seinen Rücken gleiten. Ihr Kuss wurde sehr schnell sehr leidenschaftlich und sie liebten sich erneut, voller Leidenschaft und Verlangen.

Sie blieben noch eine Weile liegen, doch schließlich meinte Chakotay: "Ich würde ja gern mit Dir bis ans Ende aller Zeit hier so liegen bleiben, aber ich fürchte, ich muss noch viel erledigen." Er drückte Kathryn noch einen Kuss auf die Nase, dann suchte er seine Kleidung und zog sich an. Er half Kathryn beim anziehen, die durch ihre Hand immer noch stark beeinträchtigt war. Chakotay hatte lange überlegt, was sie als Kleidungsersatz nehmen sollten und sie würden Decken brauchen. Bisher hatte er immer noch kein Tier gesehen, langsam schien es ihm, dass dieser Planet nur aus Pflanzen bestehen würde.
Kathryn war es ein wenig unangenehm, dass er ihr beim Ankleiden helfen mußte. "Ich hole noch Gras und Blätter", meinte sie und Chakotay nickte. "Sei bitte vorsichtig", warnte er und sie nickte. "Wenn etwas ist, dann habe ich meinen Communicator", meinte sie zu ihm und er nickte. Nach einem langen Kuss verließ er die Höhle.
Die nächsten Wochen verbrachten Kathryn und Chakotay damit, ihre Unterkunft halbwegs wohnlich zu machen. Ein Kleiderersatz wurde zu einem ernsten Problem, denn obwohl Chakotay manchmal für ein paar Tage auf Erkundungstour weg war konnte er kein tierisches Leben finden, das Ihnen Felle oder Haut liefern konnte. Kathryns Hand war inzwischen wieder verheilt und beide hatten aus Pflanzenfasern eine Methode erschaffen um große Teppiche zu flechten, die, teilweise gefüllt mit Blättern, warm und biegsam genug waren um als Kleidung zu dienen. Natürlich hatten sie noch ihre Uniformen, doch sie hatten sich darauf geeinigt, diese möglichst wenig zu benutzen. Beide hatten die Hoffnung auf Rettung nicht aufgegeben und keiner wollte der Crew in Laubkreationen gegenüberstehen.
Ansonsten verlief ihr Aufenthalt auf dem Planeten den Umständen nach ganz glücklich. Ihr Liebe wuchs von Tag zu Tag noch mehr und nach zwei Monaten, in denen Kathryns Regel ausblieb, keimte ein Verdacht in ihr.
Sie versuchte immer wieder es Chakotay zu sagen, doch ergab sich nie die Gelegenheit. Chakotay war für zwei Tage nicht zu Hause und Kathryn hatte sich entschlossen, einen Spaziergang zu machen.
Sie wollte noch ein paar Früchte mitbringen, immerhin wollte er heute zurückkommen. Sie erklomm einen kleinen Berg um die Früchte zu pflücken.
Unglücklicherweise übersah sie eine Baumwurzel und stolperte. Sie versuchte sich am Baum festzuhalten um nicht den Berg hinunter zu fallen, doch gelang ihr dies nicht und sie fiel über die Klippe. Ihre Sternenflotteninstinkte ließen sie versuchen, sich und ihr ungeborenes Kind zu schützen. Sie bereitete sich auf das schlimmste vor und schloß die Augen, doch spürte sie keinen Aufprall. Verwundert öffnete sie die Augen und sah sich knapp über dem Erdboden schweben.
"Kann ich Ihnen helfen, Kathy?", grinste Q sie an.
"Sie?!?", brachte Kathryn entsetzt hervor.
"Wer sonst?", fragte Q und schnippte mit den Fingern, so dass Kathryn wieder auf ihren Beinen stand.
"Nettes Outfit", grinste Q und Kathryn blitzte ihn böse an. "Und herzlichen Glückwunsch zum Baby. Hat ja lange genug gedauert", fügte Q hinzu. "Ich dachte schon ich muß euch ewig hier lassen..."
"Sie haben uns hierher gebracht?", fragte Kathryn fassungslos.
"Natürlich", erwiderte er gelassen, während Kathryn innerlich zu explodieren drohte. "Nicht aufregen, Kathy. Das schadet dem Baby", meinte Q und verschwand wieder. Kathryn machte sich auf den Weg zurück zu ihrer Höhle. Dort traf sie auf Chakotay, der sie umarmte, doch spürte er, dass etwas nicht stimmte. Als er sie fragen wollte, wurden sie von der Voyager gerufen.

"Voyager an Captain Janeway und Commander Chakotay, können Sie uns hören?" klang Tuvoks Stimme aus dem Combadge.
Kathryn und Chakotay sahen sich völlig perplex an, dann antwortete Kathryn: "Wir sind beide wohlauf Lieutenant, Q hatte uns in eine andere Zeit versetzt."
"Das erklärt, warum wir keine Erklärung für ihr Verschwinden finden konnten", meinte der Vulkanier. "Möchten Sie wieder an Bord kommen?"
"Warten Sie noch, wir müssen noch einige Dinge hier erledigen", antwortete Kathryn und sah bedeutungsvoll Chakotay an.
Chakotay war schon auf dem Weg in die Höhle um ihre Uniformen zu holen. Die beiden Offiziere zogen sich in die Höhle zurück und ein paar Minuten später standen beide in ihren Uniformen wieder am Eingang.
Kathryn nahm Chakotays Hand in ihre.
"Wir sollten heute Abend unsere Crew einweihen", meinte Kathryn und Chakotay nickte. Er gab ihr einem langen Kuss, dann ließ er ihre Hand los.
"Chakotay an Voyager, zwei Personen zum beamen"
"Drei...", flüsterte Kathryn und grinste Chakotay an. An seinem Blick konnte sie erkennen, dass er verstanden hatte, dann wurden sie hochgebeamt.
Als sie wieder an Bord waren schaute Chakotay Kathryn ungläubig an. Tuvok ignorierte er schlechthin, der gerade ein "es ist schön Sie wieder an Bord zu haben" einwarf und nahm Kathryns Gesicht zwischen seine Hände. Kathryn hatte Chakotay noch nie so lächeln sehen. Es vermittelte grenzenloses Glück und sie lächelte zurück.
"Ich liebe Dich, Kathryn Janeway", sagte er nur, nahm sie in die Arme und gab ihr einen Kuss, der in die Geschichte hätte eingehen können.

E N D E